Reisebranche durch Reisewarnung für Teile Frankreichs kaum beunruhigt

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Trotz der Reisewarnung für Teile Frankreichs zeigt sich der Deutsche Reiseverband (DRV) gelassen. «Frankreich ist nicht das Hauptziel deutscher Pauschalurlauber. Die meisten Frankreich-Touristen organisieren sich ihren Urlaub individuell», sagte DRV-Sprecher Torsten Schäfer am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Dementsprechend überschaubar schätze er den Schaden bei den Reiseveranstaltern ein. «Reisewarnungen für Urlaubsregionen in Spanien oder Griechenland würden die Branche härter treffen.»

Die Reisewarnungen der Bundesregierung vom Montagabend treffen zwei der wichtigsten Tourismusgebiete des Landes. Die beiden Regionen Île-de-France - also der Großraum Paris - sowie Provence-Alpes-Côte d'Azur rund um Marseille und Cannes gehören nach Angaben des ADAC zu den wichtigsten Zielen deutscher Urlauber in Frankreich.

Es sei so kurzfristig schwierig, die Folgen abzuschätzen, räumte der DRV ein. Die Hauptreisezeit für Städtetrips stünde erst noch bevor. Dementsprechend komme es für viele Paris-Reisende darauf an, wie lange die Reisewarnung aufrecht erhalten werde. «Wir werden sehen, wie sich das entwickelt», sagte der Sprecher.

Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat. Eine Reisewarnung ist zwar kein Reiseverbot, aber eine abschreckende Wirkung ist beabsichtigt. Und sie hat eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Pauschalreisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren.

Frankreich zählt nach Angaben der Weltorganisation für Tourismus als das Reiseland mit der höchsten Besucherzahl weltweit. 2019 lag die Anzahl der ausländischen Besucher jenseits der 90 Millionen. Als Tourist wurde in der Zählung jeder erfasst, der mindestens eine Nacht im Land verbracht, aber nicht länger als zwölf Monate in dem Land gelebt hat. (dpa)


 

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