Reisebüros blicken nach Cook-Pleite pessimistisch in die Zukunft

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Die Pleite des Reisekonzerns Thomas Cook führt bei den niedersächsischen Reiseveranstaltern zu Unsicherheit. Fast ein Drittel der Reiseunternehmen erwartet, dass sich ihre Geschäftslage verschlechtern wird, wie aus einer Umfrage der Industrie- und Handelskammer Niedersachsen (IHKN) hervorgeht. Der in der Umfrage ermittelte Geschäftsklimaindex sank von 126 Punkten im Vorjahr auf 98 Punkte.

«Die Berichterstattung über Thomas Cook wirkt sich insgesamt auf das Vertrauen in Pauschalreisen aus», sagte Arno Ulrichs, IHKN-Sprecher für Tourismus, am Mittwoch. Während sich die Branche nach einigen Umbrüchen wie der Einführung des Online-Geschäfts in den vergangenen Jahren stabilisiert habe, mache den Reisebüros in letzter Zeit auch die unsichere Weltlage und der Trend zum Deutschlandurlaub zu schaffen. Dazu würden auch Themen wie Flugscham oder das negative Image von Kreuzfahrtschiffen künftig ein schwierigeres Umfeld bedeuten.

Die Stimmung in der niedersächsischen Hotel- und Gaststättenbranche bleibt im Vergleich zum Vorjahr hingegen weitestgehend konstant. Der Klimaindex verschlechterte sich von 129,1 auf 127 Punkte zwar leicht, mehr als 60 Prozent der Befragten Unternehmen bewerteten ihre Geschäftslage aber als gut. Für die Umfrage hat die IHKN 430 niedersächsische Betriebe aus der Gastwirtschaft befragt, sowie 122 Reisebüros und -veranstalter.

(dpa)


 

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