Reisemotive der Deutschen: Erholung und Natur stehen im Fokus

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Eine aktuelle Airbnb-Umfrage beleuchtet die Hintergründe der Reiseentscheidungen in Deutschland. Unter dem Begriff „Whycation“ wurde untersucht, welche emotionalen und persönlichen Motive die Bundesbürger zum Verreisen bewegen. Die Ergebnisse zeigen, dass für die Mehrheit der Befragten die bewusste Auszeit und das Naturerlebnis wichtiger sind als der reine Preisfaktor.

Erholung als zentraler Faktor der Reiseentscheidung

Für die konkrete Wahl einer Reise spielt der Wunsch nach Entspannung die Hauptrolle. Rund 51 Prozent der Befragten gaben an, dass Erholung der entscheidende Faktor für ihre letzte Reise war. Damit ist dieser Aspekt das einzige Kriterium, das von mehr als der Hälfte der Teilnehmer genannt wurde. Der Preis und das Budget folgten mit 40 Prozent an zweiter Stelle der Relevanzskala.

Weitere Motive für die Reiseplanung sind das Kennenlernen neuer Regionen mit 29 Prozent sowie der Wunsch nach Spaß und Unterhaltung mit 26 Prozent. Das Erleben von Natur oder Kultur beeinflusste 24 Prozent der Teilnehmer, während das gemeinschaftliche Reisen für 22 Prozent ausschlaggebend war.

Generationenunterschiede bei den Reisebedürfnissen

Die Umfrage verdeutlicht markante Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Während bei älteren Reisenden die Ruhe im Vordergrund steht, suchen jüngere Menschen verstärkt nach Abenteuern. In der sogenannten Generation Z, der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen, nannten 46 Prozent das Budget als maßgeblichen Einflussfaktor. Erholung war hier nur für 34 Prozent vorrangig.

Ein deutlicher Kontrast zeigt sich beim Faktor Erlebnisse und Abenteuer, der von der jüngsten Altersgruppe mehr als dreimal so häufig angeführt wurde wie von der Generation der über 65-Jährigen. Mit zunehmendem Alter gewinnt der Aspekt der reinen Erholung statistisch an Bedeutung.

Sinnsuche und persönliche Weiterentwicklung

Insbesondere für jüngere Reisende dient der Urlaub zunehmend der Selbstreflexion. 15 Prozent der 18- bis 29-Jährigen gaben an, dass die persönliche Weiterentwicklung ein wichtiger Faktor für ihre letzte Reiseentscheidung war. Im Vergleich dazu spielte dies bei den über 65-Jährigen mit lediglich drei Prozent kaum eine Rolle. Elf Prozent der jüngeren Befragten nutzen den Urlaub zudem gezielt, um Klarheit über notwendige Veränderungen in ihrem Leben zu gewinnen.

Hoher Stellenwert von Naturerlebnissen

Die Natur fungiert für einen Großteil der Deutschen als wichtiger Rückzugsraum. 77 Prozent der Befragten erklärten, dass ihnen der Aufenthalt in der Natur wichtig ist, wenn sie mit einem persönlichen oder emotionalen Anliegen verreisen. Besonders hoch ist dieser Wert mit 82 Prozent in der Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen, die oft einer hohen beruflichen Belastung ausgesetzt sind. Doch auch bei den über 65-Jährigen liegt das Interesse an Wäldern, Bergen oder Seen mit 75 Prozent auf einem hohen Niveau.

Nachhaltige Veränderungen durch bewusste Auszeiten

Reisen führt bei vielen Menschen zu einer Modifikation der eigenen Denkweise oder des Alltagsverhaltens. Rund 60 Prozent der Deutschen legen Wert darauf, sich vorab über das Ziel und den persönlichen Gewinn einer Reise klarzuwerden. Bei 40 Prozent der Befragten zeigten sich nach der letzten Reise deutliche Veränderungen in den Prioritäten oder im Verhalten, bei weiteren 39 Prozent waren diese zumindest teilweise vorhanden.

Auffällig ist, dass Naturreisen laut der Erhebung einen stärkeren Veränderungseffekt erzielen als andere Reiseformen. Mehr als die Hälfte der Personen, die Naturreisen unternehmen, berichtete von spürbaren persönlichen Auswirkungen im Anschluss an den Aufenthalt. (dpa)


 

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