Reisen als Ehrenamt: Freiwilligendienst im Ausland immer beliebter

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Reisen erweitert den Horizont, das ist unumstritten. Eine besondere Art der Reise, die in den vergangenen Jahren immer mehr an Beliebtheit gewann, ist ein Freiwilligendienst im Ausland, auch Voluntourismus genannt: Reisende arbeiten für einige Wochen in einem gemeinnützigen Projekt und können nebenbei noch Land und Leute erkunden. Doch wer genau sind die Voluntouristen und was gilt es bei der Vorbereitung zu beachten? Opodo hat sich die Zielgruppe genauer angeschaut und gibt Tipps für einen gelungenen Auslandsaufenthalt.

Das Ehrenamt lockt in die Ferne

Die Ozeane schützen und die Unterwasserwelt beim Schnorcheln erkunden oder ein Frühstück mit Elefanten im Naturreservat Südafrikas? Insgesamt würde mehr als jeder Dritte der deutschen Befragten, die bisher noch keine Volunteering-Reise unternommen haben, eine solche in Betracht ziehen (33 %) - ein deutlicher Trend zum Interesse an unkonventionellen Reisen. Die Gründe liegen auf der Hand: 56 % der Befragten möchten auf diese Art und Weise eine neue Kultur kennenlernen, was bei längeren Aufenthalten im Gastland oft direkter möglich ist als auf einer klassischen Sightseeing-Reise. Und mehr als die Hälfte der Befragten (52 %) suchen in den Projekten nach der persönlichen Selbstverwirklichung, indem sie die lokale Bevölkerung unterstützen. All das verbindet der Voluntourismus - eine Mischung aus Frewilligendienst (engl. Volunteering) und klassischem Tourismus.

Besonders beliebt sind Freiwilligendienste im Ausland für die junge Generation. Fast jeder Vierte (24 %) der 18-24-Jährigen deutschen Befragten war bereits im Volunteering tätig oder ist dies regelmäßig. Die Vorteile sprechen für sich: Junge Menschen nutzen diese Art der Auslandsaufenthalte gern in den Monaten nach dem Schulabschluss oder in den Semesterferien. Sie möchten diese Zeit sinnvoll nutzen, neue Destinationen entdecken und gleichzeitig persönlich wachsen. Und auch im späteren Leben ist der Wunsch zum Engagement hoch: In der Gruppe der ab 45-Jährigen ziehen fast drei von vier Deutschen (71 %) in Betracht, eine Reise mit ehrenamtlichem Engagement zu unterstützen. Viele suchen die Abwechslung zum Vollzeitjob, möchten etwas zurückgeben oder einen Jobwechsel mit einer längeren Pause verbinden. Für die Freiwilligenprojekte selbst ist die ältere Gruppe der Voluntourist:innen besonders deshalb attraktiv, weil sie bereits auf wertvolle Berufs- und Lebenserfahrung zurückgreifen können.

Bei Männern oder Frauen, Freiwilligendienste sind bei den Deutschen gleichermaßen beliebt. Der Blick in die Umfragedaten zeigt, dass ein Großteil der männlichen Befragten bereits eine Volunteering-Reise unternommen hat (22 %; F: 15 %). Rund ein Drittel (33 %) hat noch keinen Freiwilligendienst im Ausland absolviert, würde dies aber durchaus in Betracht ziehen: Besonders für Frauen ist Vorbereitung das A und O und sie stecken viel Zeit und Muße in die Planung ihres Auslandsaufenthaltes (36 %, M: 24 %).

Der richtige Einsatz

Die Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements im Ausland sind vielfältig. Meeresschildkröten schützen auf Bali, in Tierheimen auf den griechischen Inseln aushelfen oder ein Aufforstungsprojekt in Westafrika? Die beliebtesten Einsatzstellen für Voluntourismus finden sich im Tierschutz (47 %) und Naturschutz (42 %). Freiwillige erhalten besondere Einblicke in das Leben vor Ort und die damit eng verbundenen Umweltprojekte.

Generell sollten Interessierte bedenken, dass Volunteering keine Pauschalreise ist, sondern einiger Planung bedarf. Opodo fasst die drei wichtigsten Tipps für einen gelungenen Auslandsaufenthalt zusammen:

  1. Die richtige Dauer: Zeit ist ein entscheidender Faktor, denn wie in jedem Job müssen Volunteers zunächst in das Projekt eingearbeitet werden. Je länger die Reise ist, desto stärker ist die Unterstützung - besonders dann, wenn das Projekt die Entwicklung von Kindern unterstützt. Grundsätzlich können aber auch kürzere Aufenthalte in dem richtigen Projekt sehr wertvoll sein.
  2. Der richtige Veranstalter: Die hohe Nachfrage nach attraktiven Volunteering-Angeboten zieht leider auch unseriöse Nachahmer:innen an. Interessierte sollten genau darauf achten, ob ihre Hilfe und das investierte Geld wirklich da ankommen, wo es gebraucht wird.
  3. Die richtige Vorbereitung: Viele NGOs, Organisationen und Veranstalter:innen bieten vorab Seminare an, die die Freiwilligen auf ihren Aufenthalt im Ausland vorbereiten und geben wichtige Hilfestellung für die eigene Planung.

Wer sich für eine Reise mit ehrenamtlicher Arbeit interessiert, schaut am besten direkt auf den Websites von NGOs, die im Zielland tätig sind. Ergänzend bieten Vergleichsportale wie freiwilligenarbeit.de oder volunteerworld.com einen guten Überblick und unterstützen die Suche nach dem richtigen Projekt dank zahlreicher Erfahrungsberichte.


 

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