Reisesicherheit 2026: Island und Schweiz führen globales Ranking an

| Tourismus Tourismus

Eine aktuelle Analyse der Vergleichsplattform HelloSafe ordnet die Sicherheitslage für Reisende im Jahr 2026 neu ein. Während Island seine Spitzenposition behauptet, rückt die Schweiz auf den zweiten Rang vor. Deutschland und Österreich stabilisieren sich in den Top 15 des globalen Vergleichs.

Die Sicherheit an einem Reiseziel stellt für die Tourismusbranche einen entscheidenden Wettbewerbsfaktor dar. Der aktuelle HelloSafe Safety Index 2026 bewertet Länder weltweit anhand einer Punkteskala, in die neben klassischer Kriminalität und politischer Stabilität verstärkt die Gesundheitsinfrastruktur, die Cybersecurity sowie die ökologische Widerstandsfähigkeit gegenüber Naturkatastrophen einfließen. Europa festigt dabei seine Rolle als sicherste Reiseregion der Welt.

Island bleibt Spitzenreiter – Schweiz rückt auf

Mit einem Wert von 92,4 Punkten belegt Island erneut den ersten Platz als sicherstes Reiseland der Welt. Den Ausschlag geben laut Bericht die niedrige Kriminalitätsrate sowie die hohe politische Stabilität. Direkt dahinter folgt die Schweiz mit 91,1 Punkten, die sich im Vergleich zum Vorjahr verbessern konnte. Die Studienautoren führen dies unter anderem auf das zuverlässige Gesundheitssystem und starke Maßnahmen im Bereich der digitalen Sicherheit zurück.

Auf den weiteren Plätzen folgen Norwegen mit 90,85 Punkten, Finnland mit 90,6 Punkten und Dänemark mit 89,95 Punkten. Damit befinden sich fünf europäische Nationen an der Weltspitze. Das sicherste Land außerhalb Europas ist Singapur auf Rang sechs mit 88,7 Punkten, gefolgt von Neuseeland (88,45) und Japan (87,9).

Die Situation in Deutschland und Österreich

Österreich belegt mit 85,6 Punkten den zwölften Platz im weltweiten Ranking. Deutschland folgt unmittelbar dahinter auf Platz 13 mit einer Bewertung von 84,7 Punkten. Innerhalb Europas positioniert sich Deutschland damit auf dem neunten Rang. Positiv bewertet wurden hier vor allem die Infrastruktur und die allgemeine Stabilität, während die Sicherheitslage in urbanen Ballungszentren die Gesamtpunktzahl geringfügig beeinflusst.

Regionale Trends und Risikofaktoren

Der Index verdeutlicht ein starkes Sicherheitsgefälle zwischen den Kontinenten. Europa stellt mit zwölf Vertretern den Großteil der Top 15. In Amerika führt Kanada die Region deutlich an und erreicht mit 86,35 Punkten den zehnten Platz im globalen Vergleich. Im asiatischen Raum zählen neben Singapur und Japan auch Bhutan und Katar zu den besonders stabilen Destinationen.

Am unteren Ende der Skala identifiziert der Bericht Länder mit erhöhtem Risiko. Hierzu zählen unter anderem die Philippinen, Kolumbien und Mexiko. Als primäre Risikofaktoren werden in diesen Regionen interne Konflikte, eine hohe Gewaltbereitschaft oder die Anfälligkeit für extreme Naturgefahren genannt.

Neue Gewichtung der Sicherheitsfaktoren

Der Sicherheitsbegriff hat sich laut HelloSafe gewandelt und ist heute vielschichtiger. Die aktuelle Gewichtung der Kriterien sieht eine Verteilung vor, bei der die öffentliche Sicherheit, Kriminalität und politische Stabilität jeweils 25 Prozent ausmachen. Die Gesundheitssicherheit sowie die Cybersecurity fließen mit jeweils 15 Prozent in die Wertung ein, während Naturrisiken mit 20 Prozent gewichtet werden. Diese breitere Definition von Reisesicherheit soll es Akteuren in der Reisebranche ermöglichen, Risiken differenzierter zu bewerten und die Erwartungen internationaler Gäste besser einzuschätzen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Four Seasons Yachts erweitert ihre Flotte und plant für das Jahr 2028 die Inbetriebnahme der neuen Yacht Four Seasons II. Das Schiff wird mit 79 Suiten ausgestattet sein, zu denen auch wohnraumähnliche Unterkünfte auf den oberen Decks gehören.

Airbnb und der Deutsche Tourismusverband fördern ländliche Tourismusprojekte in Deutschland mit insgesamt einer Million Euro. Bewerbungen für den Wettbewerb NaturMomente können bis zum 9. September 2026 eingereicht werden.

Eine Umfrage zeigt, dass deutsche Urlauber verstärkt geringere Nebenkostenbudgets für Verpflegung und Ausflüge an ihren Urlaubsorten einplanen. Während die Summen bis zu 500 Euro pro Person deutlich an Relevanz gewinnen, sinkt der Anteil höherer Budgets spürbar.

Die Deutsche Zentrale für Tourismus sieht den internationalen Deutschlandtourismus trotz geopolitischer Unsicherheiten auf stabilem Kurs. Aktuelle Daten und Branchenumfragen deuten laut DZT auf eine anhaltende Nachfrage in wichtigen Auslandsmärkten hin.

Ist das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern zu teuer geworden? Immer mehr Urlauber sind einer Umfrage zufolge unzufrieden mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Start ins Tourismusjahr 2026 ist trotzdem vielversprechend ausgefallen.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass sieben von zehn Österreichern trotz wirtschaftlicher Unsicherheit eine Sommerreise planen. Die gestiegenen Lebenshaltungskosten führen jedoch zu reduzierten Budgets, vermehrten Urlauben im Inland und einer sensibleren Sicherheitsplanung.

Seit seiner Eröffnung 1992 fehlt dem Münchner Flughafen ein Fernbahnhof. Die Hoffnungen auf eine Behelfslösung haben sich zerschlagen. Eine Prüfung ergab, dass ICE-Züge nicht auf der bestehenden Trasse für S-Bahnen und Regionalzüge fahren können.

Der Reiseveranstalter Dertour verzeichnet für den Sommer 2026 eine starke Reiselust der Deutschen bei stabilen Preisen trotz gestiegener Kerosinkosten. Neben frühzeitigen Buchungen für klassische Sonnenziele und Fernreisen gewinnt das Last-Minute-Segment an Dynamik.

Eine Cover-Analyse zeigt die beliebtesten Urlaubsregionen deutscher Fachredaktionen über einen Zeitraum von drei Jahren. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass gedruckte Reisemagazine verstärkt auf naturnahe Rückzugsorte und Bergregionen abseits des Massentourismus setzen.

Das Städtische Klinikum Wolfenbüttel rät Allergikern mit Anaphylaxie-Risiko zur Mitnahme eines ärztlich verordneten Notfallsets im Reisegepäck. Für den Transport von Adrenalin im Flugzeughandgepäck ist eine mehrsprachige ärztliche Bescheinigung erforderlich.