Reisetrends 2026: Marco Polo Guide empfiehlt Cottbus, Düsseldorf, Hamburg und Geoparks

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Der neue Marco Polo Trendguide 2026 hat 15 Reiseziele und -trends in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgewählt. Zu den Empfehlungen gehören unter anderem die Städte Cottbus, Düsseldorf, Hamburg und Ulm sowie die Regionen Zittauer Gebirge, Schlei und Geoparks. Die Kriterien für die Auswahl waren, dass die Orte noch relativ unentdeckt sind oder einen frischen Blick auf Bekanntes ermöglichen. Auch Nachhaltigkeit und besondere Events spielten eine Rolle.

Cottbus und der entstehende Ostsee

Cottbus wird für seine sich erholende Natur und den neu entstehenden See gelobt. Der Cottbuser Ostsee, der aus einem ehemaligen Braunkohle-Tagebau entsteht, wird als Deutschlands größter künstlich angelegter See beschrieben. In den kommenden Jahren soll dort ein maritimes Stadtquartier mit Stränden, Bootsliegeplätzen sowie Rad- und Joggingstrecken entwickelt werden. Der See wurde über fünf Jahre mit Spreewasser geflutet.

Düsseldorf punktet mit Japan-Flair

Düsseldorf wird als Reiseziel hervorgehoben, da die Stadt die größte japanische Gemeinschaft in Deutschland beheimatet. Der Reiseführer betont das reiche kulturelle Angebot, von japanischer Gartenkunst bis hin zu buddhistischen Tempeln. Im Vorjahr war Wuppertal als Tipp im Trendguide vertreten, nun rückt Düsseldorf in den Fokus.

Hamburg und der Bunker St. Pauli

In Hamburg wird insbesondere der Bunker St. Pauli empfohlen, den man mit eigenen Augen sehen sollte. 2026 soll die Elbmetropole auch wegen der Eröffnung des UBS Digital Art Museums, das als Europas größter Ausstellungsraum für digitale und immersive Kunst gilt, besonders attraktiv sein.

Mini-Mittelgebirge und Geoparks

Das Zittauer Gebirge wird als „verwunschene Märchenlandschaft“ beschrieben, die noch „unterm Radar segelt“. Die Dampfeisenbahn zwischen Zittau und Oybin wird als reizvoll hervorgehoben. Wanderer können hier in Deutschlands kleinstem Mittelgebirge eine Kulturlandschaft mit Panoramaaussichten erkunden.

Als weiterer Trend werden Geoparks wie der Bergstraße-Odenwald genannt. Dieses Gebiet, das sich über Hessen, Baden-Württemberg und Bayern erstreckt, ermöglicht es, 500 Millionen Jahre Erdgeschichte zu erleben. Beispiele sind die Grube Messel und das Felsenmeer.

Urlaub ohne Auto an der Schlei

Die Region Schlei in Schleswig-Holstein wird für das Modellprojekt „Smile24“ gelobt, das die Mobilität im ländlichen Raum durch die Förderung des öffentlichen Nahverkehrs verbessert. Laut dem Guide ist „Urlaub ohne Auto“ ein wichtiger, aber nicht der einzige Grund, die Region zu besuchen. Die Schlei, ein 42 km tiefer Meeresarm, bietet zudem pittoreske Gutshöfe, reetgedeckte Häuser und Strände.

Weitere Trends: Coolcation und Set-Jetting

Ein bedeutender Trend, den der Marco Polo Guide aufgreift, ist Coolcation. Angesichts zunehmender Hitzewellen in Südeuropa reisen Menschen vermehrt in kühlere Regionen. Empfehlungen dafür sind unter anderem die Hohe Tatra in der Slowakei oder die Färöer-Inseln.

Zudem gewinnt Set-Jetting an Bedeutung – Fans reisen zu Drehorten bekannter Filme und Serien. Beispiele sind das Filmdorf Ellmau am Wilden Kaiser für „Der Bergdoktor“ oder das Schloss Moritzburg, bekannt aus „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“.

Jury wählt Reisetrends aus

Die Auswahl der Trends und Ziele erfolgte durch eine Jury, die aus Zukunftsforschern, Reiseexperten und Tourismusberatern besteht. Dutzende Marco Polo-Autoren hatten zuvor ihre Vorschläge eingereicht.


 

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