Rheinland-Pfalz verzeichnet zum Jahresauftakt mehr Gäste und Übernachtungen

| Tourismus Tourismus

Der Tourismus in Rheinland-Pfalz hat im ersten Quartal 2026 mehr Gäste und Übernachtungen verzeichnet als im Vorjahreszeitraum. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz stiegen die Gästeankünfte von Januar bis März 2026 um 3,4 Prozent auf rund 1,3 Millionen Gäste. Die Zahl der Übernachtungen erhöhte sich um 4,2 Prozent auf 3,3 Millionen. Im Durchschnitt waren 2.470 Beherbergungsbetriebe geöffnet.

Sechs Regionen melden höhere Gästezahlen und Übernachtungen

In sechs von neun Tourismusregionen wurden gegenüber dem ersten Quartal 2025 steigende Gäste- und Übernachtungszahlen registriert. Besonders deutlich fielen die Zuwächse in Rheinhessen aus. Dort stiegen die Gästeankünfte um 8,3 Prozent, die Übernachtungen um zehn Prozent. In der Region Mosel-Saar erhöhten sich die Gästeankünfte um 5,8 Prozent, die Übernachtungen um 5,2 Prozent. Auch die Pfalz sowie das Mittelrheintal verzeichneten Zuwächse.

Rückgänge meldeten dagegen die Regionen Hunsrück-Nahe, Westerwald und Lahntal. In der neu gebildeten Region Hunsrück-Nahe gingen die Gästeankünfte um 5,4 Prozent und die Übernachtungen um 5,6 Prozent zurück. Im Westerwald wurden 6,5 Prozent weniger Gäste gezählt, im Lahntal sank die Zahl der Ankünfte um 8,1 Prozent.

Ahrregion setzt Wiederaufbau nach Flutkatastrophe weiter fort

Besonders starke Zuwächse verzeichnete die Tourismusregion Ahr. Dort stiegen die Gästeankünfte gegenüber dem ersten Quartal 2025 um 15 Prozent, die Zahl der Übernachtungen um 13 Prozent. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes dokumentieren diese Werte den fortlaufenden Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe des Jahres 2021. Gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2019 bestehen jedoch weiterhin Rückstände von 26 Prozent bei den Gästeankünften und 24 Prozent bei den Übernachtungen.

Campingplätze und Hotels steigern Übernachtungen im Vergleich

Von den neun erfassten Betriebsarten konnten sechs Kategorien ihre Übernachtungszahlen steigern. Besonders stark fiel das Wachstum auf Camping- und Reisemobilplätzen aus, wo die Übernachtungen um 14 Prozent zunahmen. Auch Hotels, die den größten Anteil an den Übernachtungen stellen, verzeichneten ein Plus von 6,4 Prozent. In Vorsorge- und Rehabilitationskliniken stieg die Zahl der Übernachtungen um fünf Prozent. Rückgänge gab es dagegen bei Gasthöfen mit minus 8,2 Prozent sowie bei Pensionen mit minus 2,6 Prozent.

Deutsche Gäste sorgen für Wachstum im ersten Quartal

Der überwiegende Teil der Nachfrage kam aus dem Inland. Rund 1,1 Millionen Gäste und damit knapp 85 Prozent aller Ankünfte entfielen auf Reisende aus Deutschland. Die Zahl der Ankünfte deutscher Gäste stieg um 3,7 Prozent, die Übernachtungen legten um 5,1 Prozent auf 2,8 Millionen zu. Bei den internationalen Gästen wurden 202.000 Ankünfte gezählt, ein Plus von 2,2 Prozent. Die Zahl ihrer Übernachtungen blieb mit 514.000 nahezu unverändert und lag 0,2 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Statistikämter erweitern Tourismusatlas um neue Datensätze

Zeitgleich wurde nach Angaben des Statistischen Landesamtes der Tourismusatlas 2025 aktualisiert. Die Anwendung bietet regional tief gegliederte Auswertungen in interaktiven Karten und soll räumliche sowie saisonale Muster im Tourismus sichtbar machen. Erstmals stehen zudem Rasterdaten zu den Themen des Tourismusatlas als Open-Data-Angebot über die Regionaldatenbank Deutschland zum Download bereit. Die Plattform ist Teil des Statistikportals der statistischen Ämter des Bundes und der Länder.

Text erstellt mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz


 

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