Rollkoffer schlägt Google Maps

| Tourismus Tourismus

Datenroaming, Suchmaschinen oder Google Maps: In den letzten Jahren hat es viele digitale Neuerungen gegeben, die nicht nur den Alltag, sondern auch den Urlaub wesentlich vereinfacht haben. Das Online-Portal weg.de hat im Rahmen einer repräsentativen Umfrage 10.000 Teilnehmer in Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien und Deutschland befragt, auf welche Innovationen aus den letzten 20 Jahren sie im Urlaub nicht mehr verzichten wollen. Zudem wollte weg.de wissen, was das Reisen in Zukunft noch vereinfachen würde – mit überraschenden Ergebnissen.

Rollkoffer beliebter als Google Maps oder Suchmaschinen

Das populärste Tool findet sich außerhalb der digitalen Welt: Mit 45 Prozent ist der Rollkoffer bei Deutschen und im EU-Durchschnitt die wichtigste Innovation, wenn es ums Reisen geht. Google Maps schafft es in der Bundesrepublik auf den zweiten Platz (28 Prozent) ebenso wie im EU-Durchschnitt (32 Prozent). Auf dem dritten Platz landete bei den Reiseweltmeistern die Digitalkamera mit 21 Prozent, während im EU-Durchschnitt die Online-Buchung mit 27 Prozent Bronze holte.

Die Online-Buchung erreichte in den heimischen Gefilden nur Platz vier (21 Prozent). Der Euro landete auf Platz sechs und ist den Deutschen somit wichtiger als den anderen EU-Ländern, hier schaffte er es nur auf Platz acht. Weiter hinten in der Top 10 liegen bei den Deutschen das Daten-Roaming (14 Prozent), Suchmaschinen (13 Prozent) und der Online Check-in mit 13 Prozent. Im EU-Durchschnitt ist der Online Check-in weitaus beliebter mit rund 18 Prozent und dem fünften Platz.

Die Zukunft des Reisens

weg.de wollte zudem von den Umfrageteilnehmern wissen, welche Dinge ihnen in Zukunft auf Reisen eine große Hilfe sein werden. Bei einer Sache sind sich alle Umfrageteilnehmer einig: Fast die Hälfte der Deutschen und 46 Prozent der EU-Nachbarn wünschen sich im Urlaub freies W-Lan. Auch auf Platz zwei herrscht große Einigkeit: Smartphones bringen bisher noch nicht die erwünschte Akkuleistung, weswegen sich die Teilnehmer Akkus mit einer längeren Nutzungszeit wünschen. Für Deutsche sind wahrscheinlich deswegen mehr Steckdosen zur freien Nutzung wünschenswert, während der EU-Durchschnitt größeren Wert auf High-Tech Flughäfen legt.

Roboter, die Kundenwünsche- oder anfragen beantworten, liegen im EU-Durchschnitt auf Platz sechs (13 Prozent), während diese bei den Deutschen mit nur knapp sieben Prozent nicht besonders hoch im Kurs stehen. Die Italiener sind überdurchschnittlich interessiert an Virtual Reality-Apps zur Informationsgewinnung vor der Buchung und fast doppelt so viele Spanier (20 Prozent) wie Deutsche (elf Prozent) empfinden die Gesichtserkennung in Zukunft als große Hilfe. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Griechenland bleibt trotz Krisen Magnet für Urlauber, während Zypern um Vertrauen wirbt. Was die geopolitische Lage für Ihre Sommerpläne bedeutet – und wo es Hoffnung auf Erholung gibt.

Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer feiert 2026 sein 40-jähriges Jubiläum. Mittendrin in diesem so wichtigen Lebensraum liegen die sieben Ostfriesischen Inseln. Und das frisch rezertifiziert als Partner der Nationalparkverwaltung.

Kerosin kostet infolge des Iran-Kriegs viel mehr. Das geht auch an Urlaubern nicht spurlos vorbei, denn es hat Auswirkungen auf die Reisepreise. Auch nachträgliche Erhöhungen können rechtens sein.

Das Kabinenpersonal von Deutschlands größter Airline ist zum Streik aufgerufen. Welche Flüge betroffen sein können und welche Rechte betroffene Reisende haben - der Überblick.

Die griechische Hotelgruppe Domes Resorts hat eine Mehrheitsbeteiligung an Casa Collective erworben. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde eine entsprechende Vereinbarung mit Goldman Sachs geschlossen. Casa Collective ist die Plattform hinter den Hotelmarken Cook’s Club und Casa Cook.

Die Urlaubsinsel Capri führt eine «Anti-Belästigungs-Verordnung» ein: Aufdringliches Ansprechen von Touristen, Flyer oder Lockangebote in Restaurants werden jetzt mit bis zu 500 Euro Strafe geahndet.

Flusskreuzfahrten als Impuls für Hamburgs City: Neue Anleger mit guter Anbindung für Touristen, die Geld in Restaurants und Läden lassen sollen. Rot-Grün will Flusskreuzfahrten für die Stadt nutzen.

Venedig kostet seit letztem Freitag wieder Eintritt: zehn Euro pro Tag. An insgesamt 60 Terminen bis Ende Juli werden Kurzbesucher in der italienischen Lagunenstadt dieses Jahr erneut zur Kasse gebeten.

Krisen wie im Nahen Osten bringen Urlaubspläne ins Wanken: Laut einer Umfrage ändern 16 Prozent der Deutschen mit Plänen für Ostern oder die kommenden drei Monate ihre Reise – einige verzichten ganz.

Die Lufthansa bekennt sich endlich zu ihrer vollständigen Geschichte. Doch zum 100. Jahrestag des Erstflugs steht das Unternehmen nicht allzu glänzend da. Neue Turbulenzen zeichnen sich ab.