Rom gegen Overtourism: Sitzen auf der Spanischen Treppe verboten

| Tourismus Tourismus

Selfies erlaubt, sitzen verboten: Polizisten und Ordnungshüter pfeifen Touristen auf der Spanischen Treppe in Rom neuerdings zurück, wenn sie sich auf die berühmten Stufen der Ewigen Stadt setzen wollen. Wer sich selbst davon überzeugen will, muss nur wenige Minuten das Treiben beobachten - und schon erklingt ein Triller aus einer Pfeife.

Man dürfe schon seit gut einem Monat nicht mehr auf den Treppenstufen sitzen, sagte ein Polizist der Deutschen Presse-Agentur vor Ort. Die neue Regelung geht auf einen vom Stadtrat erneuerten Maßnahmenkatalog zurück und ist bereits seit Anfang Juli in Kraft. Verboten ist in Rom auch, sich im Trevi-Brunnen zu erfrischen. Ausdrücklich erlaubt ist, Münzen in einige der historischen Brunnen zu werfen. Für Fehlverhalten an öffentlichen Plätzen sieht die Kommune Strafen von bis zu 400 Euro vor.

Die Freitreppe des Architekten Francesco De Sanctis aus dem 18. Jahrhundert gehört zu den bekanntesten Bauwerken in Rom. Immer wieder beschwerten sich Einwohner über campierende Leute auf den Stufen.

Nicht nur Rom geht mittlerweile streng gegen Touristen vor, die sich «daneben» benehmen oder an historischen Plätzen trotz Verbots picknicken. Im Juli machten zwei Deutsche Schlagzeilen, die an der Rialto-Brücke in Venedig mit einem eigenen Kocher Kaffee machten. Sie mussten fast 1000 Euro Strafe zahlen. Einer anderen Touristin kam das Sonnenbad im Bikini in einem Park in Venedig teuer zu stehen.

Zurück

Vielleicht auch interessant

Früher war der Sommerurlaub immer auch eine Selbstvergewisserung - im Ausland lief vieles nicht so gut wie zu Hause. Heute ist das oft anders. Ein Experte sieht sogar eine Gefahr für die Demokratie.

Im aktuellen PiNCAMP-Ranking für 2026 rücken deutsche Campingplätze stärker in den Fokus der Nutzer. Mit 39 Anlagen in den Top 100 stellt Deutschland die meisten Standorte im europäischen Vergleich.

Während der Branchenverband bundesweit von sinkenden Umsätzen berichtet, ziehen Freizeit- und Erlebnisparks im Norden eine positivere Zwischenbilanz des Sommers. Sie nennen dafür auch Gründe.

Urlaub kann manchmal hektisch werden. Deshalb setzen viele Reisende inzwischen auf Slow Travel. Das bedeutet, dass du weniger Orte bereist, aber dafür mehr Zeit an jedem einzelnen verbringst. Wir stellen dir das Konzept im Folgenden vor.

Die Zahl der Gäste und der Übernachtungen in Rheinland-Pfalz war im ersten Halbjahr so hoch wie in den vergangenen 20 Jahren nicht. Wirtschaftsminister Michael Ebling sieht sogar einen Boom.

Dänemark erlebt einen Urlauber-Ansturm: Im ersten Halbjahr gab es einen neuen Übernachtungsrekord. Besonders Deutsche zieht es ins Nachbarland – 7,5 Millionen Übernachtungen gingen auf ihr Konto.

Reisende sind der Tourismusbranche beim Einsatz Künstlicher Intelligenz nach Darstellung einer neuen Studie zwei Jahre voraus. Während 54 Prozent der befragten US-Reisenden KI bereits für die Reiseplanung genutzt haben, bieten 22 Prozent der befragten Destination Marketing Organizations entsprechende Funktionen auf ihren Internetseiten an.

Der dritte European Travel Trend Report der Dertour Group belegt das wachsende Interesse an Slow Travel, digitalen Auszeiten und Solo-Reisen. Besonders in Deutschland gewinnen entschleunigte Reiseformen und Alleinreisen stark an Bedeutung.

Manche sehen in der belgischen Stadt eine Stadt der Verlierer, doch Künstler machen aus der Not eine Tugend: Sie führen zu Lost Places und erschließen Kohlehalden als Wanderreviere.

In Österreich entfielen 2024 rund 36 Prozent aller Übernachtungen auf Gäste aus Deutschland – der höchste Anteil innerhalb der EU. Bei den absoluten Übernachtungszahlen deutscher Reisender lag dagegen Italien an der Spitze.