Rügener Schmalspurbahn «Rasender Roland» begeht 125. Geburtstag ohne Feier

| Tourismus Tourismus

Ohne Feierlichkeit hat die Schmalspurbahn «Rasender Roland» auf der Insel Rügen am Dienstag ihr 125-jähriges Jubiläum begangen. Die Kleinbahn fuhr am 21. Juli 1895 erstmals von Putbus nach Binz. Ein ursprünglich im Juni geplantes Fest hatte coronabedingt verschoben werden müssen, wie Thomas Schneider von der Geschäftsführung sagte. Ob das Bahnhofsfest am 3. Oktober in Göhren, dem heutigen Endpunkt der Strecke, stattfinden kann, sei ebenfalls noch unklar. 

Die Bahn transportierte einst landwirtschaftliche Güter, vor allem Zuckerrüben. Aber auch der Personenverkehr gehörte von Anfang an dazu, wie Schneider sagte. Mit dem zunehmenden Tourismus in den Badeorten nutzten immer mehr Feriengäste die Schmalspurbahn. Ihr Schienennetz wuchs auf fast 100 Kilometer.

Mit dem Aufkommen von Lastwagen, Personenkraftwagen und Bussen sowie dem Ausbau von Straßen verlor die Kleinbahn aber bald wieder an Bedeutung. Heute ist die Kleinbahn ein Touristenmagnet. Sie fährt nach eigenen Angaben täglich auf 750 Millimeter Spurweite mit Tempo 30 von Putbus beziehungsweise Lauterbach über Binz, Sellin und Baabe nach Göhren.

Betreiber der Kleinbahn ist seit Anfang 2008 die Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn mbH aus Jöhstadt in Sachsen. (Mit Material der dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Unter dem Motto „Heritage meets innovation in the Green Heart of Germany“ lädt die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) vom 20. bis 23. September 2026 gemeinsam mit der Thüringer Tourismus GmbH zum Thuringia Travel Summit nach Erfurt.

Eine aktuelle Datenanalyse beleuchtet die wirtschaftliche Bedeutung deutscher Touristen für die Gastronomie und Hotellerie in europäischen Reisezielen im Sommer 2026.

Auf dem Tegernsee ist das erste elektrische Passagierschiff in Betrieb genommen worden. Die neue „Gmund“ bietet Platz für bis zu 180 Fahrgäste und verfügt laut dpa über eine Batteriekapazität für rund zehn Stunden Fahrbetrieb.

 

Der Tourismus in Sachsen kommt nach neu berechneten Daten auf einen Bruttoumsatz von 9,8 Milliarden Euro und eine Wertschöpfung von rund 4,6 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr 2026 stiegen zudem Gästeankünfte und Übernachtungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Der Schiefe Turm von Bad Frankenhausen ist mittlerweile schiefer als der Turm von Pisa und nach einer Sicherung und dem Ausbau als Besucherzentrum für Gäste eröffnet worden. Das Projekt kostete rund 14,5 Millionen Euro und soll die touristische Entwicklung der Kyffhäuserregion stärken.

Uber bietet im September erstmals Tagesausflüge mit dem sogenannten Weintaxi von Frankfurt in den Rheingau an. An vier Wochenenden stehen täglich vier Fahrzeuge für Touren zu Weingütern im Rheingau zur Verfügung.

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen hat Booking.com verklagt. Streitpunkt ist die Weiterleitung bei „Flug + Hotel“-Angeboten zu lastminute.com der COMVEL GmbH, die nach Auffassung der Verbraucherschützer nicht ausreichend deutlich gemacht wird.

Erstmals seit der Flutkatastrophe im Himalaya-Gebirge im Grenzgebiet zu Nepal haben chinesische Behörden Details zu den auf ihrer Seite vermissten Ausländern bekanntgegeben. Unter den 261 Vermissten sind auch drei Deutsche.

Camping gewinnt in Deutschland weiter an Bedeutung. Laut einer aktuellen Umfrage des ADAC zählt inzwischen jeder Vierte ab 16 Jahren zur Camping-Zielgruppe. Besonders stark gewachsen ist der Anteil in der Altersgruppe der 16- bis 39-Jährigen.

TUI will im Geschäft mit günstigeren Reisen wachsen und setzt dafür auf die neue Low-Cost-Marke Sundeals. Das Angebot ist zunächst auf Großbritannien ausgerichtet und wird ausschließlich online vertrieben. Beim Aufbau greift der Reisekonzern auf Erfahrungen von l’tur zurück.