Ryanair streicht im Winter 2026 in Deutschland 700.000 Sitzplätze

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Die Fluggesellschaft Ryanair will ab April 2027 sämtliche Flüge von und nach Bremen einstellen. Zudem kündigte das Unternehmen am 8. Oktober 2026 an, sein Sitzplatzangebot in Deutschland im Winter 2026 gegenüber dem Winter 2025 um 700.000 Plätze beziehungsweise zehn Prozent zu reduzieren. Die Kürzungen betreffen Berlin und Hamburg. Als Gründe nennt Ryanair die Luftverkehrsteuer sowie Flughafen-, Sicherheits- und Flugsicherungsgebühren.

Durch die Einstellung der Bremen-Verbindungen entfielen nach Unternehmensangaben 500.000 Sitzplätze pro Jahr. Die dafür eingesetzten Kapazitäten werde Ryanair auf andere Flughäfen und Regionen in Europa verteilen. Das Unternehmen begründet den Rückzug mit den Kosten am Flughafen Bremen und den staatlichen Abgaben in Deutschland.

Ryanair schließt die Berliner Basis und verlagert sieben Flugzeuge

In Berlin werde Ryanair ihre Basis ab dem 24. Oktober 2026 schließen und die dort stationierten sieben Flugzeuge an Flughäfen in anderen EU-Staaten verlagern. Die Gesellschaft erklärt, diese Staaten hätten Luftverkehrsteuern abgeschafft und die dortigen Flughäfen ihre Gebühren gesenkt.

Das Sitzplatzangebot von Ryanair in Berlin werde im Winter um 50 Prozent sinken. Zugleich streiche die Fluggesellschaft zwölf Verbindungen. Betroffen seien Bologna, Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote, Marseille, Palermo, Pisa, Reggio Calabria, Tallinn, Thessaloniki, Triest und Vilnius.

Auch auf den verbleibenden Strecken von und nach Berlin werde die Zahl der Flüge reduziert. Ryanair-Chef Eddie Wilson erklärte, die Gesellschaft werde die deutsche Hauptstadt weiterhin anfliegen.

Zur Begründung verweist Ryanair außerdem auf die Gebührenentwicklung am Berliner Flughafen. Dessen Gebühren seien seit 2019 um mehr als 50 Prozent gestiegen, schreibt das Unternehmen in seiner Mitteilung.

Ryanair kürzt das Hamburger Sitzplatzangebot und erweitert andere Standorte

In Hamburg werde Ryanair das Sitzplatzangebot im Winter um fünf Prozent verringern. An anderen deutschen Standorten kündigt die Fluggesellschaft dagegen einen Ausbau an.

In Memmingen solle die Kapazität um zwölf Prozent, in Köln um zehn Prozent steigen. Ryanair erklärt, diese Flughäfen arbeiteten daran, ihre Kosten zu senken und ihre Flugverbindungen auszubauen.

In Friedrichshafen und Saarbrücken werde die Gesellschaft erstmals auch im Winter fliegen. Diese Angebote gehören ebenfalls zum angekündigten Winterflugplan 2026 für Deutschland.

Ryanair fordert Steuerabschaffung und eine Halbierung der Zugangskosten

Mit den Kürzungen verbindet Ryanair erneut Forderungen an die Bundesregierung. Sie solle die Luftverkehrsteuer abschaffen und die Zugangskosten halbieren. Unter diesen Kosten führt die Fluggesellschaft Flughafen-, Sicherheits- und Flugsicherungsgebühren auf.

Für den Fall sinkender Zugangskosten erklärt Ryanair, sich zu einem Ausbau ihres Deutschlandgeschäfts verpflichtet zu haben. Das jährliche Passagieraufkommen solle dann auf 34 Millionen steigen und sich damit mehr als verdoppeln.

Unter dieser Voraussetzung wolle Ryanair 30 Flugzeuge stationieren, neue Basen eröffnen und Tausende Arbeitsplätze schaffen. Die angekündigte Ausweitung knüpft das Unternehmen ausdrücklich an eine Senkung der Kosten in Deutschland.

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Ryanair will ab April 2027 alle Bremen-Flüge einstellen und im Winter 2026 sein Sitzplatzangebot in Berlin halbieren. Insgesamt kündigt die Fluggesellschaft für Deutschland 700.000 Sitzplätze weniger als im Vorjahreswinter an.


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