Schweizer retten Sächsische Dampfschiffahrt mit Übernahme

| Tourismus Tourismus

Die insolvente Sächsische Dampfschiffahrt GmbH (SDS) hat seit dem 1. September einen neuen Eigentümer. Die Schweizer United Rivers AG aus Basel, ein führendes Unternehmen der europäischen Binnenschifffahrt, betreibt das Geschäft auf der Elbe weiter und plant dabei nach eigenen Angaben langfristig.

«Wir können Schiff. Wir können Elbe. Wir können Niedrigwasser», sagte Vorstandschef und Mehrheitsaktionär Robert Straubhaar am Mittwoch in Dresden. Man sei sich der Tradition und des Erbes bewusst und trete mit Respekt davor an. Alle Arbeitsplätze blieben erhalten. Das Bundeskartellamt hatte den Erwerb zuvor freigegeben, wie eine Behördensprecherin am Dienstag auf Anfrage mitgeteilt hatte.

In einer neuen Unternehmensstruktur unter dem Dach von United Rivers übernimmt die Weiße Flotte Sachsen GmbH alle Aufgaben der SDS und die beiden modernen Salonschiffe. Die Kulturerbe Dampfschiffe Dresden GmbH betreibt die neun zwischen 1879 und 1929 gebauten Elbdampfer. Damit ist gesichert, dass die älteste Raddampferflotte der Welt in Sachsen bleibt und im angestammten Revier verkehrt.

Die SDS war nach zwei Niedrigwasserperioden in die roten Zahlen gerutscht und seit Anfang Juni im Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Sie wird nun in einer regulären Insolvenz abgewickelt. Die United Rivers AG hat weltweit 100 Schiffe und rund 3000 Mitarbeiter. 2019 lag der Umsatz bei rund 230 Millionen Euro. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Ist das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern zu teuer geworden? Immer mehr Urlauber sind einer Umfrage zufolge unzufrieden mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Start ins Tourismusjahr 2026 ist trotzdem vielversprechend ausgefallen.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass sieben von zehn Österreichern trotz wirtschaftlicher Unsicherheit eine Sommerreise planen. Die gestiegenen Lebenshaltungskosten führen jedoch zu reduzierten Budgets, vermehrten Urlauben im Inland und einer sensibleren Sicherheitsplanung.

Seit seiner Eröffnung 1992 fehlt dem Münchner Flughafen ein Fernbahnhof. Die Hoffnungen auf eine Behelfslösung haben sich zerschlagen. Eine Prüfung ergab, dass ICE-Züge nicht auf der bestehenden Trasse für S-Bahnen und Regionalzüge fahren können.

Der Reiseveranstalter Dertour verzeichnet für den Sommer 2026 eine starke Reiselust der Deutschen bei stabilen Preisen trotz gestiegener Kerosinkosten. Neben frühzeitigen Buchungen für klassische Sonnenziele und Fernreisen gewinnt das Last-Minute-Segment an Dynamik.

Eine Cover-Analyse zeigt die beliebtesten Urlaubsregionen deutscher Fachredaktionen über einen Zeitraum von drei Jahren. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass gedruckte Reisemagazine verstärkt auf naturnahe Rückzugsorte und Bergregionen abseits des Massentourismus setzen.

Das Städtische Klinikum Wolfenbüttel rät Allergikern mit Anaphylaxie-Risiko zur Mitnahme eines ärztlich verordneten Notfallsets im Reisegepäck. Für den Transport von Adrenalin im Flugzeughandgepäck ist eine mehrsprachige ärztliche Bescheinigung erforderlich.

Die DDR-Marineplattform Ostervilm vor Rügen wurde an ein österreichisches Fertighausunternehmen versteigert. Die neuen Eigentümer planen den Umbau der maroden Ostsee-Station zu einem exklusiven, ökologischen Hotel- und Veranstaltungsort.

Eine Untersuchung von Klarna belegt einen deutlichen Wandel im deutschen Urlaubsverhalten hin zu häufigeren und kürzeren Reisen im Jahr 2026. Dies bringt veränderte Anforderungen an die kontinuierliche Finanzplanung und das persönliche Reisebudget mit sich.

Millionen Fans werden zur Fußball-WM in Nordamerika erwartet. Die USA rechnen mit dem bestbesuchten Turnier der Geschichte. Für die Gastgeber geht es um weit mehr als Sport.

Fünf deutsche Gemeinden von den Alpen bis zur Ostsee bewerben sich bei der Welttourismusorganisation um die Auszeichnung als beste Tourismusdörfer der Welt. Die Orte folgen auf die Vorjahressieger Bad Hindelang und Schiltach.