Sleeperoo meldet Insolvenz an

| Tourismus Tourismus

Die Übernachtung zum Erlebnis machen, an Orten schlafen, die bisher so nicht zugänglich waren – und das bei gleichbleibender Qualität. Mit dieser Geschäftsidee startete vor fünf Jahren das Hamburger Start-up Sleeperoo und sorgte mit seinen Schlafwürfeln für Schlagzeilen. Nun hat das Unternehmen Insolvenz angemeldet. 

Egal ob im Fußballstadion, im Museum oder auf einer Seebrücke – der mobile Schlafwürfel bietet Gästen wie Destinationen neue Möglichkeiten. Ausgestattet mit Matratze, Decke und Kissen konnten Nutzer in dem Würfel unter freiem Himmel übernachten und den Blick auf den Sternenhimmel genießen. Der Würfel war zudem mit Rollos ausgestattet, die für eine Verdunklung sorgten.

Die Idee des Sleeperoo-Würfels hatte auch die Investorin Dagmar Wöhrl in der TV-Show "Höhle der Löwen" überzeugt, und sie schloss einen Deal im Wert von 250.000 Euro mit der Gründerin Karen Löhnert ab (Tageskarte berichtete).

Die Vermietungen stiegen anfangs, alles schien gut zu laufen. Doch nur ein Jahr nach dem Deal trennten sich die beiden wieder. Die Gründerin arbeitete jedoch weiterhin mit anderen Investoren zusammen, die in den Folgejahren Interesse an einer Investition zeigten. Trotzdem konnte das Unternehmen den gewünschten Erfolg nicht erzielen.

Wie Geschäftsführerin Karen Löhnert nun berichtete, hat eine kurzfristige Investitionslücke für die aktuelle Schieflage geführt. Sie ist nun auf der Suche nach Geldgebern, die sich an dem Unternehmen beteiligen möchten. Aktuell sind 17 Mitarbeiter bei Sleeperoo beschäftigt.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Hilton hat seinen Trends Report 2027 veröffentlicht. Die Untersuchung beschreibt, wie sich das Reiseverhalten deutscher Urlauber im kommenden Jahr verändern könnte. Im Mittelpunkt stehen Flexibilität, Erholung, persönliche Entwicklung und Vertrauen.

Dass München für Deutschland ins Rennen um Olympische und Paralympische Spiele geht, hat im Freistaat eine Welle der Euphorie ausgelöst. Auch das Gastgewerbe begrüßte die Entscheidung als starkes Signal für die Landeshauptstadt und den Freistaat.

Die Deutschen planen für diesen Herbst weniger Urlaubsreisen als vor einem Jahr. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse des Urlaubsplanungsindex des Deutschen Instituts für Tourismusforschung in Kooperation mit dem Deutschen Tourismusverband.

Royal Caribbean Group hat eine Vereinbarung über eine 50-prozentige Beteiligung an Sandals und Beaches Resorts unterzeichnet. Der Abschluss der rund drei Milliarden US-Dollar teuren Transaktion wird für Anfang 2027 erwartet.

Das im Mai eröffnete temporäre Erlebnis-Dorf des Erdbeer-Unternehmens Karls in Wernigerode im Harz soll 2027 in die Verlängerung gehen. Zunächst wird es aber nach den Herbstferien Anfang November schließen.

Lonely Planet zählt Dessau zu seinen Reisezielen für 2027. Autor Anthony Ham stellt das Bauhaus und dessen Einfluss auf die Alltagsarchitektur in den Mittelpunkt.

Die Aktien mehrerer Reiseplattformen haben nach dem Start von Metas KI-Assistent Muse nachgegeben. Analysten befassen sich mit möglichen Folgen für das Geschäft mit Reisebuchungen.

Eine aktuelle Studie der Deutschen Zentrale für Tourismus bestätigt die Bedeutung der Vereinigten Staaten als wichtigsten Überseemarkt für den deutschen Tourismus. Trotz gestiegener Kostensensibilität bleiben die Ankünfte stabil auf dem Niveau des Vorjahres.

Die Ferienparkkette Center Parcs prüft die Errichtung eines großen Ferienparks im Lausitzer Seenland. Das Projekt auf Brandenburger Seite solle zwischen Sedlitzer See und Partwitzer See auf rund 90 Hektar Fläche 500 bis 700 Ferienhäuser umfassen.

Tui spürt weiterhin die Folgen des Iran-Kriegs, viele Menschen buchen ihren Urlaub zudem später. Doch es gibt auch Lichtblicke. Was erwartet Europas größter Reisekonzern für die Wintersaison?