So viele Menschen planen 2026 Urlaubsreise

| Tourismus Tourismus

Trotz unsicherer Wirtschaftslage wollen die meisten Menschen in Deutschland auch in diesem Jahr verreisen. Rund 67 Prozent der Bevölkerung planen für 2026 eine oder mehrere Urlaubsreisen, wie eine aktuelle Umfrage der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) zeigt. Aber: Die Zahl der Befragten mit fester Reiseabsicht ist im Vergleich zur Vorjahresbefragung ein wenig gesunken (minus neun Prozentpunkte). 

Im Gegensatz dazu sind sich mehr Menschen - fast ein Viertel der Befragten - beim Thema Urlaub noch unsicher. Neun Prozent haben keinerlei Reiseabsicht. Studienautor Martin Lohmann stellte die Ergebnisse vor Beginn der Messe CMT (Caravan, Motor und Touristik) in Stuttgart vor. An der Befragung nahmen im November gut 2.700 Menschen teil. Sie ist demnach für die deutschsprachige Wohnbevölkerung im Alter zwischen 14 und 75 Jahren repräsentativ. 
Urlaub lassen sich die Deutschen nicht so leicht nehmen

Nach vorläufigen Schätzungen der Forscher hat die Bevölkerung vergangenes Jahr ungefähr 69 Millionen Urlaubsreisen mit mindestens fünf Tagen Dauer gemacht. Die Zahl der Kurzurlaubsreisen (Dauer: zwei bis vier Tage) lag bei rund 98 Millionen. Beide Werte liegen leicht über dem des Vorjahres. 

Für das laufende Jahr rechnen die Forscher mit «Stabilität auf hohem Niveau». 59 Prozent der Befragten erwarteten demnach zwar eine Verschlechterung der allgemeinen Wirtschaftslage. Für die eigene wirtschaftliche Situation fällt das Urteil aber deutlich besser aus. Eine Mehrheit ging davon aus, dass Zeit (69 Prozent) und Geld (60 Prozent) für Urlaub auch 2026 vorhanden sein werden. 

Bei den Konsumprioritäten der Befragten liegen Urlaubsreisen demzufolge an dritter Stelle - nach Lebensmitteln und Gesundheit. «Können und Wollen sind die wesentlichen Voraussetzungen, dass es Urlaubsreisen überhaupt gibt», sagte Lohmann. Die Startbedingungen für das Reisejahr 2026 seien gut. «Urlaub ist etwas, was sich die Deutschen nicht so leicht nehmen lassen». 

Das Vor-Pandemie-Niveau dürfte damit aber weiterhin nicht erreicht werden. 2019 hatte die Zahl der längeren Urlaubsreisen bei rund 71 Millionen gelegen. Durch die Pandemie war die Reiseaktivität um fast 30 Prozent eingebrochen und hatte sich in den Jahren danach Schritt für Schritt erholt. 
Reisemesse CMT beginnt am Samstag

Die Reisemesse CMT öffnet am Samstag ihre Türen. Die Schau dauert bis zum 25. Januar und ist nach eigenen Angaben die weltgrößte Publikumsmesse für Tourismus und Freizeit. Vergangenes Jahr hatten rund 260.000 Menschen die CMT besucht. Auf dem Messegelände in der Landeshauptstadt Baden-Württembergs präsentieren sich mehr als 1.500 Ausstellerinnen und Aussteller. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Stadtmagazin „Time Out“ hat das Maybachufer in Berlin-Neukölln in seinem diesjährigen Ranking als eine der coolsten Straßen der Welt eingestuft. Die Uferstraße am Landwehrkanal erreichte weltweit den siebten Platz. Im europaweiten Vergleich positionierte sich das Maybachufer auf Platz 2, direkt hinter der Rua do Bonjardim in Porto (Portugal).

Während die Stimmung in der deutschen Wirtschaft insgesamt im November unerwartet nachgab, verzeichnete der Tourismus eine deutliche Stimmungsaufhellung. Die Branche stach positiv aus dem sinkenden ifo Geschäftsklimaindex hervor, der im Berichtsmonat auf 88,1 Punkte fiel.

Palma sperrt das Stadtzentrum für die meisten Autos mit ausländischem Kennzeichen. Was Mallorca-Urlauber jetzt beachten müssen – und warum es für einige schon teuer wurde.

Minusgrade und Schneeflocken auch im Flachland: Die Skigebiete rüsten sich, Wintersportler holen die Ski aus dem Keller. Am Wochenende konnten sie auch in Deutschland ihre ersten Schwünge ziehen - teilweise so früh wie selten.

Die Gewinner des Deutschen Tourismuspreises 2025 stehen fest. Das gemeinsame Projekt „Maker-Advent“ aus Chemnitz holte den ersten Preis. Parallel dazu wurde die „Schwarzwald Marie“, die KI-generierte Markenbotschafterin der Schwarzwald Tourismus GmbH, mit dem ADAC-Publikumspreis ausgezeichnet.

Beim Deutschen Tourismustag in Saarbrücken steht die Bedeutung der Gastfreundschaft im Mittelpunkt. 425 Teilnehmende diskutieren unter dem Motto „Komm, wie du bist: Begegnung. Vielfalt. Gastfreundschaft."

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass deutsche Urlauber oft nur wenige Sekunden benötigen, um über die Buchung zu entscheiden. Standort und Bewertungen sind wichtig, doch auch die Innenausstattung spielt eine entscheidende Rolle.

Wien hat sich im aktuellen Weihnachtsmarkt-Index 2025 von Accor als bestes europäisches Reiseziel zur Adventszeit positioniert. Auf den folgenden Plätzen rangieren Straßburg und Brüssel.

Eine neue Analyse beleuchtet die wirtschaftliche Stärke alpiner Tourismusregionen. Das Ötztal sichert sich im Gesamtranking den Spitzenplatz, während Lech Zürs im Preisniveau dominiert. Der Report zeigt Konsolidierung an der Spitze und Aufholer im mittleren Segment.

Urlauber, die Südtirol mit ihrem Hund besuchen, müssen vorerst keine zusätzliche „Kurtaxe“ für ihre Vierbeiner befürchten. Die geplante Einführung einer Hundesteuer, die auch eine tägliche Abgabe für Touristen vorsah, wurde vom zuständigen Landesrat Luis Walcher zurückgezogen. Grund dafür war die fehlende politische Mehrheit im Landtag.