So wird das Reisejahr 2022

| Tourismus Tourismus

Immer mehr Länder heben ihre Reisebeschränkungen auf. Das schenkt auch Reisenden aus Deutschland Hoffnung auf ein ausgelassenes Urlaubsjahr 2022. Ein Trend, den der Online-Reisevermittler Opodo in seiner neuesten Studie zum Anlass genommen hat und gemeinsam mit dem unabhängigen Umfrageinstitut OnePoll danach fragt, wie es um die Reiselust der Deutschen nach den vergangenen zwei Covid-19 Jahren steht.

Womit verbringen sie ihre Zeit im Urlaub am liebsten? Was erhoffen sie sich von einem gelungenen Urlaub? Fest steht, auch wenn die Pandemie nach wie vor eine Rolle bei der Planung und Erwartungshaltung an die kommende Auszeit spielt, die Lust der Deutschen in den Urlaub zu fahren steigt beständig an.

Zu Gast bei Freunden

Nirgends fühlen wir uns so wohl, wie bei den Menschen, die uns am Herzen liegen. Die Ergebnisse zeigen, die Sehnsucht nach den vergangenen Covid-19-Jahren wieder die Liebsten in ausgelassener Urlaubsatmosphäre zu sehen, ist groß: Mehr als 40 Prozent der Befragten gaben an, die Zeit auf Reisen mit ihren Herzensmenschen teilen zu wollen. Besonders die Generationen der Millenials und Gen Z verbinden Urlaub gerne mit Quality Time mit Freunden und Familie (18-24: 45 Prozent, 25-34: 41 Prozent, 35-44: 36 Prozent).

Doch die Deutschen pflegen nicht nur Familienbande und Freundschaften im Urlaub. So sagen mehr als ein Drittel der 25-34-jährigen (34 Prozent), sie wollen das gemeinsame Abenteuer dazu nutzen, außerhalb der heimischen vier Wände wieder frischen Wind in ihre Beziehungen zu bringen und die Frühlingsgefühle neu zu entfachen.

Ein schöner Urlaubsflirt? Nicht für die deutschen Befragten! Eine neue Liebe suchen nur noch wenige Deutsche im Urlaub (10 Prozent). Auffällig ist, dass knapp doppelt so viele Männer wie Frauen Dating zu ihren liebsten Urlaubsaktivitäten zählen (M: 15 Prozent, F: 8 Prozent). Ob frische Liebe oder bewährtes Glück, neue Horizonte entdecken die Deutschen doch am liebsten gemeinsam.

Die Trends, um Kraft zu tanken

Ganz entspannt die Seele baumeln lassen oder doch lieber durch neue Abenteuer den Adrenalinspiegel steigen lassen? Für die große Mehrheit der deutschen Befragten (81 Prozent) steht der Urlaub ganz im Zeichen von Wellness, Selfcare und Erholung. Noch in 2020 lag dieser Wert bei lediglich 10 Prozent in den Umfragewerten, weit abgeschlagen hinter einem klassischen Strandurlaub (38 Prozent) oder dem Aktivurlaub in den unberührten Weiten der Natur. Andere wiederum brauchen den Nervenkitzel und suchen auch auf Reisen nach neuen Herausforderungen (42 Prozent).

Die größten Genießer finden sich in diesem Jahr dabei im Südwesten des Landes: 91 Prozent der Rheinland-Pfälzer gaben an, ihre Reisen auf Wellness auszurichten - in Bremen setzt hingegen im Vergleich nur 64 Prozent auf Selfcare im Urlaub.

Und was darf bei Selfcare auf keinen Fall fehlen? Klar, gutes Essen. Ob Pasta, Eis oder eine breite Auswahl an Tapas, im Urlaub wird gerne so richtig geschlemmt. Jeder Fünfte (19 Prozent) der deutschen Urlauber sucht eine Unterkunft mit eigener Küche - ein Trend, der sich besonders bei Männern stark durchsetzen konnte. Ganze 41 Prozent schwingen auf Reisen gerne einmal selbst den Kochlöffel (Vgl. F: 31 Prozent).

Doch auch die Gastronomie profitiert von der Reiselust der Deutschen: Fast die Hälfte aller Befragten (46 Prozent) genießt gerne den vollen Service und die lokalen Leckereien im Restaurant. Vor allem die jüngere Zielgruppe tritt als Food-Traveller auf und erkundet Reiseziele am liebsten kulinarisch (18-24: 43 Prozent, 25-34: 37 Prozent). Vielmehr noch: Jeder Fünfte in der Generation Z gab an, im Urlaub gerne neue Gerichte und Rezepte zum Nachkochen kennenzulernen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Früher war der Sommerurlaub immer auch eine Selbstvergewisserung - im Ausland lief vieles nicht so gut wie zu Hause. Heute ist das oft anders. Ein Experte sieht sogar eine Gefahr für die Demokratie.

Im aktuellen PiNCAMP-Ranking für 2026 rücken deutsche Campingplätze stärker in den Fokus der Nutzer. Mit 39 Anlagen in den Top 100 stellt Deutschland die meisten Standorte im europäischen Vergleich.

Während der Branchenverband bundesweit von sinkenden Umsätzen berichtet, ziehen Freizeit- und Erlebnisparks im Norden eine positivere Zwischenbilanz des Sommers. Sie nennen dafür auch Gründe.

Urlaub kann manchmal hektisch werden. Deshalb setzen viele Reisende inzwischen auf Slow Travel. Das bedeutet, dass du weniger Orte bereist, aber dafür mehr Zeit an jedem einzelnen verbringst. Wir stellen dir das Konzept im Folgenden vor.

Die Zahl der Gäste und der Übernachtungen in Rheinland-Pfalz war im ersten Halbjahr so hoch wie in den vergangenen 20 Jahren nicht. Wirtschaftsminister Michael Ebling sieht sogar einen Boom.

Dänemark erlebt einen Urlauber-Ansturm: Im ersten Halbjahr gab es einen neuen Übernachtungsrekord. Besonders Deutsche zieht es ins Nachbarland – 7,5 Millionen Übernachtungen gingen auf ihr Konto.

Reisende sind der Tourismusbranche beim Einsatz Künstlicher Intelligenz nach Darstellung einer neuen Studie zwei Jahre voraus. Während 54 Prozent der befragten US-Reisenden KI bereits für die Reiseplanung genutzt haben, bieten 22 Prozent der befragten Destination Marketing Organizations entsprechende Funktionen auf ihren Internetseiten an.

Der dritte European Travel Trend Report der Dertour Group belegt das wachsende Interesse an Slow Travel, digitalen Auszeiten und Solo-Reisen. Besonders in Deutschland gewinnen entschleunigte Reiseformen und Alleinreisen stark an Bedeutung.

Manche sehen in der belgischen Stadt eine Stadt der Verlierer, doch Künstler machen aus der Not eine Tugend: Sie führen zu Lost Places und erschließen Kohlehalden als Wanderreviere.

In Österreich entfielen 2024 rund 36 Prozent aller Übernachtungen auf Gäste aus Deutschland – der höchste Anteil innerhalb der EU. Bei den absoluten Übernachtungszahlen deutscher Reisender lag dagegen Italien an der Spitze.