Social Media beeinflusst deutsche Reisende immer stärker

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42 Prozent der deutschen Befragten haben bereits ein Reiseziel besucht, an das sie zuvor nicht gedacht hatten und auf das sie über soziale Medien aufmerksam wurden. 2024 lag dieser Anteil noch bei 32 Prozent. Gleichzeitig verzichten 16 Prozent der Deutschen im Urlaub vollständig auf soziale Netzwerke – mehr als in den sechs weiteren untersuchten Ländern.

Die Zahlen stammen aus einer internationalen Befragung des Online-Reisebüros Opodo, für die 9.000 Menschen in sieben Ländern befragt wurden, darunter 1.000 Teilnehmer aus Deutschland. Untersucht wurde unter anderem, welchen Einfluss soziale Netzwerke auf die Reiseplanung haben, welche Inhalte Reisende veröffentlichen und wie sie die Plattformen im Urlaub nutzen.

Deutsche lassen sich zunehmend über soziale Netzwerke inspirieren

Der Anteil der Deutschen, die durch soziale Medien zu einem zuvor nicht geplanten Reiseziel inspiriert wurden, stieg innerhalb von zwei Jahren von 32 auf 42 Prozent. Damit verzeichnet Deutschland nach Großbritannien den zweitstärksten Anstieg der untersuchten Märkte. Weltweit erhöhte sich der Anteil im gleichen Zeitraum von 37 auf 39 Prozent.

Im aktuellen Vergleich liegt Deutschland auf Platz vier. An der Spitze stehen die USA mit 49 Prozent, gefolgt von Spanien mit 48 und Italien mit 44 Prozent. Portugal erreicht 38 Prozent, Frankreich 33 Prozent und Großbritannien 25 Prozent.

Deutsche veröffentlichen seltener positive Beiträge trotz Enttäuschung

Beim Umgang mit enttäuschenden Reiseerlebnissen zeigt sich ein anderes Bild. 23 Prozent der deutschen Befragten würden auch dann einen positiven Beitrag veröffentlichen, wenn der Urlaub nicht den Erwartungen entsprochen habe. 2024 waren es 24 Prozent.

Damit weist Deutschland den niedrigsten Wert aller sieben untersuchten Länder auf. Im weltweiten Durchschnitt würden 35 Prozent trotz einer Enttäuschung positiv posten. In Portugal liegt der Anteil bei 54 Prozent, in den USA bei 46 Prozent und in Spanien bei 36 Prozent.

Auch innerhalb Deutschlands unterscheiden sich die Altersgruppen. Bei den 25- bis 34-Jährigen würden 36 Prozent trotz einer Enttäuschung positiv posten. Bei den über 65-Jährigen sinkt der Anteil auf 13 Prozent.

Landschaften und Hotels bestimmen deutsche Urlaubsbeiträge

Bei den veröffentlichten Inhalten stehen Landschaften und Sehenswürdigkeiten mit 76 Prozent an erster Stelle. Es folgen Erlebnisse und Aktivitäten mit 57 Prozent sowie Unterkunft und Essen mit jeweils 51 Prozent.

Besonders häufig zeigen deutsche Reisende ihre Unterkunft. 51 Prozent würden Bilder von Hotel oder Zimmer veröffentlichen. Damit liegt Deutschland in dieser Kategorie vor allen anderen untersuchten Märkten; der weltweite Durchschnitt beträgt 39 Prozent.

Selfies spielen dagegen eine geringere Rolle. Nur 30 Prozent der Deutschen würden entsprechende persönliche Fotos posten. Weltweit sind es 40 Prozent, in den USA 58 Prozent. Lediglich Frankreich liegt mit 22 Prozent unter dem deutschen Wert.

Deutsche verzichten im Urlaub besonders häufig auf soziale Netzwerke

Beim Verzicht auf soziale Medien liegt Deutschland ebenfalls an der Spitze. 16 Prozent der Befragten würden während des Urlaubs vollständig auf soziale Netzwerke verzichten. In Frankreich sind es 15 Prozent, in Italien, Spanien und Großbritannien jeweils 13 Prozent.

Weitere 37 Prozent der Deutschen würden einmal täglich und damit seltener als im Alltag nachsehen. 34 Prozent würden soziale Netzwerke auch im Urlaub wie gewohnt nutzen. Neun Prozent verwenden sie grundsätzlich nicht.

Beim vollständigen Verzicht zeigt sich ein Unterschied zwischen Männern und Frauen: 19 Prozent der Männer und zwölf Prozent der Frauen würden im Urlaub einen solchen digitalen Verzicht praktizieren.

Authentische Reiseziele bleiben für Deutsche wichtigste Inspiration

Bei der Reiseinspiration interessieren sich 26 Prozent der Deutschen besonders für versteckte und wenig bekannte Orte. Damit liegt dieses Motiv auch hier an erster Stelle, allerdings unter dem weltweiten Durchschnitt von 31 Prozent.

Weitere 19 Prozent bevorzugen realistische Videos und Fotos, die eine Vorstellung vom späteren Erlebnis vermitteln. Nur acht Prozent nennen spektakuläre oder virale Inhalte als wichtigste Inspirationsquelle.

Zudem geben 18 Prozent der deutschen Befragten an, dass ihnen grundsätzlich egal sei, was in sozialen Medien über Reisen gesagt werde. Gemeinsam mit Frankreich ist das der höchste Wert der Untersuchung. Der weltweite Durchschnitt liegt bei 14 Prozent.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


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