Sommer 2018: Mittelmeer und Frühbucher

| Tourismus Tourismus

In einigen Bundesländern haben die Sommerferien bereits begonnen, in Kürze startet auch in den übrigen Landesteilen die Reisewelle. Dabei werden die Deutschen noch mehr als in den Vorjahren verreisen. Bei den stationären Reisebüros und Online-Reiseportalen sind in den vergangenen Monaten gegenüber dem Sommer 2017 nach Auswertungen der Marktforscher von GfK sowohl die Anzahl der Buchungen um elf Prozent als auch die Umsätze um 14 Prozent gestiegen – gestützt auch durch ein äußerst gutes Konsumklima mit hoher Ausgabenbereitschaft sowie einer niedrigen Arbeitslosenquote.

„Dabei haben die Deutschen auch deutlich früher als sonst ihren Sommerurlaub dingfest gemacht. Für die Reisewirtschaft erwarten wir ein weiteres Umsatzwachstum für das gesamte Touristikjahr“, berichtet der Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV), Norbert Fiebig, auf Grundlage der GfK-Auswertungen. Die Reisenachfrage – gerade auch für hochwertige Reiseerlebnisse – hat demzufolge 2018 noch einmal deutlich zugenommen und die Mehrzahl der Deutschen hat lange im Voraus ihren Urlaub gebucht.

Im Trend: Sonne und Strand

Am stärksten nachgefragt sind in den Sommermonaten die Küstenregionen am Mittelmeer und an Nord- und Ostsee. Spanien – und dort die Balearen mit Mallorca – bleibt das beliebteste Auslandreiseziel bei Flugpauschalreisen. Besonders hohe prozentuale Zuwächse gegenüber dem Vorjahr verzeichnen Griechenland mit den nachfragestarken Inseln Kos, Kreta und Rhodos, sowie Tunesien, Ägypten und die Türkei. Gerade bei den nordafrikanischen Ländern und der Türkei scheint nach zwei Jahren sehr starker Besucher- und Umsatzrückgänge die Talsohle durchschritten. 2017 war etwa die Türkei in der Gunst der Urlauber aus Deutschland auf Platz drei – nach Spanien und Griechenland – der Flug-Pauschalreiseziele gesunken. „Für 2018 sehen wir das Comeback der Türkei“, so Fiebig. Die Buchungen liegen seit Monaten gegenüber dem Vorjahr deutlich im Plus – trotz der Steigerung von Buchungs- und Umsatzzahlen sind sie aber noch deutlich von den Höchstwerten des Jahres 2015 entfernt.

Zu den Gewinnern des Reisesommers 2018 zählen auch Kroatien und Bulgarien. Erfreuliche Zuwächse gibt es bei Reiseveranstalterbuchungen zudem für die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Ebenfalls hoch im Kurs stehen weiterhin Kreuzfahrten – sowohl Hochsee- als auch Flusskreuzfahrten verzeichnen weiter steigende Buchungseingänge. Neue und größere Schiffe haben die Kapazitäten für 2018 erweitert und stimulieren damit die Nachfrage. Im Sommer ist bei den Hochseekreuzfahrten besonders das Mittelmeer gefragt.

Last Minute Reisen noch verfügbar

Zwar haben deutlich mehr Bundesbürger dieses Jahr ihren Sommerurlaub schon frühzeitig gebucht, für Kurzentschlossene gibt es aber noch freie Kapazitäten. Allerdings erwarten die Reiseveranstalter nach dem Ausscheiden der deutschen Fußballnationalmannschaft bei der WM, dass die Nachfrage nach Urlaubsreisen noch einmal deutlich anzieht. Wichtig dabei zu wissen: Die Reisepreise für eine identische Reise sind überall gleich – egal ob im Reisebüro, im Internet oder am Flughafenschalter gebucht.

Zurück

Vielleicht auch interessant

Griechenland bleibt trotz Krisen Magnet für Urlauber, während Zypern um Vertrauen wirbt. Was die geopolitische Lage für Ihre Sommerpläne bedeutet – und wo es Hoffnung auf Erholung gibt.

Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer feiert 2026 sein 40-jähriges Jubiläum. Mittendrin in diesem so wichtigen Lebensraum liegen die sieben Ostfriesischen Inseln. Und das frisch rezertifiziert als Partner der Nationalparkverwaltung.

Kerosin kostet infolge des Iran-Kriegs viel mehr. Das geht auch an Urlaubern nicht spurlos vorbei, denn es hat Auswirkungen auf die Reisepreise. Auch nachträgliche Erhöhungen können rechtens sein.

Das Kabinenpersonal von Deutschlands größter Airline ist zum Streik aufgerufen. Welche Flüge betroffen sein können und welche Rechte betroffene Reisende haben - der Überblick.

Die griechische Hotelgruppe Domes Resorts hat eine Mehrheitsbeteiligung an Casa Collective erworben. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde eine entsprechende Vereinbarung mit Goldman Sachs geschlossen. Casa Collective ist die Plattform hinter den Hotelmarken Cook’s Club und Casa Cook.

Die Urlaubsinsel Capri führt eine «Anti-Belästigungs-Verordnung» ein: Aufdringliches Ansprechen von Touristen, Flyer oder Lockangebote in Restaurants werden jetzt mit bis zu 500 Euro Strafe geahndet.

Flusskreuzfahrten als Impuls für Hamburgs City: Neue Anleger mit guter Anbindung für Touristen, die Geld in Restaurants und Läden lassen sollen. Rot-Grün will Flusskreuzfahrten für die Stadt nutzen.

Venedig kostet seit letztem Freitag wieder Eintritt: zehn Euro pro Tag. An insgesamt 60 Terminen bis Ende Juli werden Kurzbesucher in der italienischen Lagunenstadt dieses Jahr erneut zur Kasse gebeten.

Krisen wie im Nahen Osten bringen Urlaubspläne ins Wanken: Laut einer Umfrage ändern 16 Prozent der Deutschen mit Plänen für Ostern oder die kommenden drei Monate ihre Reise – einige verzichten ganz.

Die Lufthansa bekennt sich endlich zu ihrer vollständigen Geschichte. Doch zum 100. Jahrestag des Erstflugs steht das Unternehmen nicht allzu glänzend da. Neue Turbulenzen zeichnen sich ab.