Sommerurlaub 2021: Nachfrage nach Mietwagen und Pauschalreisen ungebrochen

| Tourismus Tourismus

Die Nachfrage nach Mietwagen ist weiter hoch. Das macht sich in den Urlaubsregionen bei den Preisen bemerkbar. Ganz besonders auf beliebten Inseln sind die Mietpreise noch weiter gestiegen.

Pro Tag zahlen Verbraucher für einen Mietwagen auf Ibiza mehr als dreimal so viel wie noch 2019. Auf Sizilien ist das Leihauto 176 Prozent teurer als vor der Pandemie, auf Sardinien 148 Prozent. In Deutschland sind die Preise derzeit 50 Prozent höher als im Vergleichszeitraum 2019.

"Die hohe Nachfrage nach Mietwagen ist ungebrochen", sagt Dr. Andreas Schiffelholz, Geschäftsführer Mietwagen bei Check24. "Weil viele Vermieter ihre Flotten während der Coronapandemie verkleinert haben, verschärft das die Situation in Urlaubsregionen zunehmend. Besonders auf beliebten Inseln wie Ibiza und Sizilien steigen die Preise deshalb enorm, denn zum einen sind die Kapazitäten auf den Fähren begrenzt, um Fahrzeuge dorthin zu bringen. Zum anderen können viele Automobilhersteller aufgrund von Corona-bedingten Produktionsproblemen gar nicht liefern."

Urlauber sollten jetzt ihren Wagen buchen, da die Preise auf absehbare Zeit weiter steigen könnten. "Je frühzeitiger gebucht wird, desto günstiger sind in der Regel die Preise", sagt Dr. Andreas Schiffelholz. "Eine frühe Buchung ist risikolos, denn über Check24 gebuchte Leihwagen sind im digitalen Kundencenter bis 24 Stunden vor Abholung kostenlos stornierbar."

Pauschalreisen: Nachfrage stark gestiegen, Preise ziehen langsam an

Die Reiselust der Deutschen spüren auch die Reiseveranstalter. Besonders begehrt sind Pauschalreisen nach Griechenland - Korfu & Paxi, Kreta und Rhodos werden aktuell mehr als doppelt so häufig gebucht wie im Vergleichszeitraum 2019. Das schlägt dort inzwischen auf die Preise durch, die im Schnitt sechs (Korfu & Paxi, Kreta) bzw. zehn Prozent (Rhodos) gestiegen sind.2)

"Die Reiseveranstalter haben ihre Kapazitäten zwar angepasst, aber besonders in beliebten Regionen und Hotels ist die Nachfrage hoch und es kann zu Engpässen kommen", sagt Martin Zier, Geschäftsführer Pauschalreise bei Check24. "Entsprechend kommt es auch zu Preiserhöhungen. Z. B. auf Ibiza zahlen Reisende durchschnittlich sogar 20 Prozent mehr als 2019."

Europäische Reiseziele profitieren

Europäische Reiseziele profitieren in diesem Sommer - das Buchungsaufkommen liegt dort im Vergleich zu 2019 deutlich höher. Neben den griechischen Inseln wurde auch Fuerteventura 27 Prozent häufiger gebucht als vor der Coronapandemie, Gran Canaria 14 Prozent häufiger. Zurückgegangen sind dagegen Buchungen für Dubai oder Hurghada & Safaga.

"Für Urlaubsbuchungen für den Sommer oder Herbst ist die Pauschalreise die sicherste Option", sagt Martin Zier. "Denn die Reiseveranstalter haben erkannt, dass den Verbraucher*innen in diesen Zeiten vor allem die Flexibilität bei der Buchung wichtig ist. Deshalb reagieren sie mit attraktiven Angeboten, die bis kurz vor Anreise kostenlos storniert oder umgebucht werden können."


Zurück

Vielleicht auch interessant

Griechenland bleibt trotz Krisen Magnet für Urlauber, während Zypern um Vertrauen wirbt. Was die geopolitische Lage für Ihre Sommerpläne bedeutet – und wo es Hoffnung auf Erholung gibt.

Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer feiert 2026 sein 40-jähriges Jubiläum. Mittendrin in diesem so wichtigen Lebensraum liegen die sieben Ostfriesischen Inseln. Und das frisch rezertifiziert als Partner der Nationalparkverwaltung.

Kerosin kostet infolge des Iran-Kriegs viel mehr. Das geht auch an Urlaubern nicht spurlos vorbei, denn es hat Auswirkungen auf die Reisepreise. Auch nachträgliche Erhöhungen können rechtens sein.

Das Kabinenpersonal von Deutschlands größter Airline ist zum Streik aufgerufen. Welche Flüge betroffen sein können und welche Rechte betroffene Reisende haben - der Überblick.

Die griechische Hotelgruppe Domes Resorts hat eine Mehrheitsbeteiligung an Casa Collective erworben. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde eine entsprechende Vereinbarung mit Goldman Sachs geschlossen. Casa Collective ist die Plattform hinter den Hotelmarken Cook’s Club und Casa Cook.

Die Urlaubsinsel Capri führt eine «Anti-Belästigungs-Verordnung» ein: Aufdringliches Ansprechen von Touristen, Flyer oder Lockangebote in Restaurants werden jetzt mit bis zu 500 Euro Strafe geahndet.

Flusskreuzfahrten als Impuls für Hamburgs City: Neue Anleger mit guter Anbindung für Touristen, die Geld in Restaurants und Läden lassen sollen. Rot-Grün will Flusskreuzfahrten für die Stadt nutzen.

Venedig kostet seit letztem Freitag wieder Eintritt: zehn Euro pro Tag. An insgesamt 60 Terminen bis Ende Juli werden Kurzbesucher in der italienischen Lagunenstadt dieses Jahr erneut zur Kasse gebeten.

Krisen wie im Nahen Osten bringen Urlaubspläne ins Wanken: Laut einer Umfrage ändern 16 Prozent der Deutschen mit Plänen für Ostern oder die kommenden drei Monate ihre Reise – einige verzichten ganz.

Die Lufthansa bekennt sich endlich zu ihrer vollständigen Geschichte. Doch zum 100. Jahrestag des Erstflugs steht das Unternehmen nicht allzu glänzend da. Neue Turbulenzen zeichnen sich ab.