Sonne, Watzmann, Königssee: Katastrophenregion hofft auf Urlauber

| Tourismus Tourismus

Trotz der Hochwasser-Katastrophe im Berchtesgadener Land wirbt die weltberühmte Urlaubsregion um Touristen. «Sie können anreisen!», schreibt der Zweckverband Bergerlebnis Berchtesgaden auf seiner Internetseite. Und: «Nach dem Regen kommt die Sonne.» Für die Gäste seien die Auswirkungen kaum spürbar, sagt der Geschäftsleiter Michael Wendl. «Man kann schon einen schönen Urlaub bei uns verbringen.»

In der Gegend gibt es beliebte Ausflugsziele wie den Watzmann oder den Königssee, auf dem am Dienstag die Schifffahrt wieder starten soll. Auch die Berggaststätte Kehlsteinhaus, die Jennerbahn, das Salzbergwerk Berchtesgaden oder die Watzmann Therme seien geöffnet. Einzelne Wanderwege, Klettersteige und Ziele wie die Schellenberger Eishöhle oder die Almbachklamm sind dagegen geschlossen.

Nach heftigen Unwettern mit Starkregen hatten Hochwasser-Fluten und Erdrutsche am Wochenende in Orten wie Berchtesgaden, Schönau am Königssee oder Ramsau Verwüstungen angerichtet. Touristenunterkünfte blieben aber offenbar weitgehend verschont. Die wenigen betroffenen Urlauber habe man alle woanders unterbringen können, sagte Wendl. Da Gleise überschwemmt oder verschüttet wurden, wurde der Zugverkehr teilweise lahmgelegt. Es gebe aber einen Schienenersatzverkehr, sagte Wendl. Auch die Anreise mit dem Auto sei möglich. In der Region gibt es rund 2000 Vermieter.

Das Landratsamt rät Touristen, sich vor der Reise zu informieren. Zudem sei die allgemeine Verkehrssicherheit nicht auf allen Straßen im Landkreis gegeben wegen möglichen Hochwassers und Murenabgängen. Nicht dringend notwendige Autofahrten sollten vermieden werden.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Urlaub in Schleswig-Holstein steht bei vielen Deutschen weiter hoch im Kurs. Doch wegen der höheren Lebenshaltungskosten zögern viele mit einer Buchung. Die Touristiker beobachten das mit Sorge.

Neue Reiseformate wie Zero-Day-Trips, regionale Meetings und hybride Veranstaltungen verändern nach Angaben der Initiative Chefsache Business Travel die Planung von Geschäftsreisen. Unternehmen bündeln Reisen stärker und richten sie gezielter auf konkrete geschäftliche Ziele aus.

Mehr als dreimal so viele Touristen wie griechische Einwohner strömten 2025 in das Urlaubsland. Auf Jetset-Inseln wie Santorini oder Mykonos bringt der Rekord-Tourismus die Infrastruktur ans Limit.

Eine aktuelle Auswertung von Fit Reisen analysiert das Suchinteresse für Ayurveda-Angebote in Europa. Dabei zeigt sich eine starke Präferenz für deutsche Regionen sowie eine Verschiebung hin zu mediterranen Zielen infolge der Iran-Krise.

Eine Studie des Technologieunternehmens Amadeus sieht weltweit eine hohe Offenheit vieler Reisender gegenüber künstlicher Intelligenz und digitalen Mobilitätsdiensten. Gleichzeitig bleiben Sprachbarrieren, Zusatzkosten und unzureichende Informationen häufig genannte Probleme im Reiseverkehr.

Fast die Hälfte der Passagierflüge, die auf deutschen Hauptverkehrsflughäfen starten oder landen, sind auf Kurzstrecken unterwegs. Die häufigste Verbindung war 2025 die zwischen Frankfurt/Main und London-Heathrow.

Wenn Eltern oder Großeltern mit Kindern auf Reisen gehen, heißt das Ziel besonders oft Schleswig-Holstein: Bei Urlaubern mit kleinen Kindern lag das nördlichste Bundesland in den Jahren 2023 bis 2025 in Deutschland an erster Stelle vor Mecklenburg-Vorpommern.

Der Plattformbetreiber Airbnb plant den Ausbau zu einem umfassenden Dienstleistungsmarktplatz nach dem Vorbild von Amazon und integriert im Sommer 2026 neben tausenden Boutique-Hotels auch Mietwagen, Gastronomieangebote zur Fußball-Weltmeisterschaft sowie neue KI-Werkzeuge in seine Anwendung.

Eine aktuelle Umfrage im Auftrag des BTW zeigt, dass wirtschaftliche Sorgen und steigende Kosten das Reiseverhalten der Bundesbürger belasten. Der Verband fordert angesichts sinkender Buchungsbereitschaft politische Maßnahmen zur Stärkung des Wirtschaftswachstums.

Eine Untersuchung von Urlaubstracker zeigt große regionale Unterschiede bei kostenfreien Attraktionen auf europäischen Inseln. Während Malta die höchste Gesamtdichte an kostenlosen Angeboten aufweist, punkten andere Destinationen mit umfangreichen Strand- oder Wanderwegenetzen.