Studie: Junge Reisende reden mehr von Nachhaltigkeit, ältere handeln konkreter

| Tourismus Tourismus

Eine aktuelle Untersuchung von Booking.com gibt Einblicke in das Reiseverhalten verschiedener Altersgruppen im Kontext der Nachhaltigkeit. Laut den Studienergebnissen geben 83 Prozent der deutschen Reisenden an, nachhaltiger unterwegs sein zu wollen. Die Erhebung, für die 32.500 Reisende in 35 Ländern befragt wurden, verdeutlicht dabei Diskrepanzen zwischen dem artikulierten Wunsch nach nachhaltigem Reisen und dem tatsächlichen Handeln. Während jüngere Altersgruppen wie die Generation Z und Millennials laut den Angaben die stärksten Absichten für die kommenden zwölf Monate äußern, setzen ältere Reisende – die Babyboomer – im direkten Vergleich häufiger konkrete Maßnahmen um.

Babyboomer setzen nachhaltige Maßnahmen häufiger in die Praxis um

Die Daten der Umfrage zeigen, dass sich das Nachhaltigkeitsengagement im Reisealltag je nach Alter unterscheidet. Bei der Abfallvermeidung und dem Recycling auf Reisen geben 51 Prozent der Babyboomer an, entsprechend zu handeln, wohingegen dies bei den Millennials auf 29 Prozent und bei der Generation Z auf 34 Prozent zutrifft. Zudem konsumieren 58 Prozent der Babyboomer während des Urlaubs regionale Erzeugnisse, was laut der Erhebung einen höheren Anteil darstellt als bei den jüngeren Generationen. Auch bei der Reiseplanung zeigt sich ein deutlicher Unterschied: 74 Prozent der Babyboomer vermeiden Reisen in der Hochsaison, während dies lediglich 37 Prozent der Generation Z angeben.

Extremwetterereignisse beeinflussen Reiseplanung maßgeblich

Die Studie stellt zudem eine veränderte Entscheidungsfindung fest, die durch extreme Wetterereignisse geprägt ist. So geben 63 Prozent der deutschen Befragten an, dass sie das Risiko extremer Wetterbedingungen bei der Wahl ihres Reiseziels berücksichtigen. Ein annähernd hoher Anteil von 64 Prozent bezieht diese Risiken in die zeitliche Planung ein. Die Auswirkungen sind spürbar: 29 Prozent der Deutschen mussten nach eigenen Angaben in den vergangenen zwölf Monaten ihre Reisepläne aufgrund von Ereignissen wie Überschwemmungen, Waldbränden oder Stürmen anpassen oder stornieren. Aufgrund von Berichten über Extremwetter haben zudem 41 Prozent der Befragten bestimmte Destinationen von ihrer Wunschliste gestrichen.

Touristische Präferenzen wandeln sich hin zu ruhigeren Zielen

Die neuen Rahmenbedingungen führen zu veränderten Reisepräferenzen. So beabsichtigen 43 Prozent der deutschen Reisenden, touristisch stark frequentierte Ziele zu meiden, was einem Anstieg von 10 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Zudem planen 42 Prozent der Befragten Reisen außerhalb der Hauptsaison, während 18 Prozent gezielt nach Reisezielen mit kühleren Temperaturen suchen. Danielle D’Silva, Director of Sustainability bei Booking.com, erklärte dazu: „Der diesjährige Reise- und Nachhaltigkeitsbericht zeigt, dass die Generationen zwar unterschiedliche Auffassungen davon haben, was nachhaltigeres Reisen ausmacht, die Anpassung an extreme Wetterbedingungen und das aktive Vermeiden von Menschenmassen aber mittlerweile in allen Altersgruppen zur Norm gehören.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Weniger Übernachtungen, weniger Gäste: Der Berliner Tourismus blieb auch 2025 hinter früheren Werten zurück. Auch Stadtführer merken das. Welche Touren dennoch besonders gefragt sind.

Der US-Fahrdienstvermittler Uber hat die Übernahme des Berliner Unternehmens Blacklane angekündigt. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen und soll voraussichtlich bis Ende 2026 abgeschlossen werden.

Eine Studie von BCD Travel zeigt, dass Transportunfälle und Krankheiten die größten Sorgen auf Geschäftsreisen sind. Trotz des Vertrauens in gebuchte Hotels wissen viele Mitarbeiter nicht, wie sie im Notfall Hilfe erhalten.

Eine aktuelle Analyse vergleicht europäische Städte für die Osterfeiertage 2026 hinsichtlich der Kosten für Ferienhäuser und des zu erwartenden Wetters. Ziele in Spanien und Italien überzeugen durch ein vorteilhaftes Preis-Wetter-Verhältnis.

Obwohl sie pünktlich zwei Stunden vor Abflugzeit am Flughafen waren, verpassten zwei Reisende ihren Flug - weil die Schlangen am Check-in zu lang waren. Nicht ihre Schuld, sagt ein Gericht.

Die Zahl der Camping-Übernachtungen in Deutschland ist 2025 laut Destatis auf 44,7 Millionen gestiegen. Besonders gefragt bleiben Ostsee und Schwarzwald, während auch die Preise deutlich zugelegt haben.

Lonely Planet hat eine neue App und buchbare Reiseangebote vorgestellt. Das Unternehmen baut damit laut eigenen Angaben seine Ausrichtung auf eine digitale Reiseplattform weiter aus.

Seit Beginn des Iran-Kriegs zieht es mehr Urlauber nach Westeuropa. Eurowings stockt das Angebot kräftig auf – ein Klassiker ist besonders gefragt. Aus Spanien kommen aber schlechte News.

Die Stiftung Deutsche Sporthilfe und Aldiana setzen ihre Zusammenarbeit im Jahr 2026 fort. Im September findet die traditionelle Ehrung der erfolgreichsten deutschen Olympia- und Paralympics-Teilnehmer im ägyptischen Aldiana Club Naga Bay statt.

Mit mehreren Neuheiten startet der Europa-Park in Rust in die neue Saison. Ein neuer Themenbereich sowie neue gastronomische Angebote winken Besucherinnen und Besuchern zum offiziellen Saisonstart am 28. März.