Tourismus-Hotspots in der Schweiz stoßen zunehmend an Belastungsgrenzen

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Die touristischen Hotspots der Schweiz wie Luzern mit der Kapellbrücke, das Lauterbrunnental oder der Oeschinensee im Berner Oberland sowie der Alpstein in der Ostschweiz ziehen jährlich viele ausländische Gäste an. Diese Häufung von Touristen führt in den betroffenen Regionen regelmäßig dazu, dass die vorhandene Infrastruktur an ihre Kapazitätsgrenzen stößt. Die Belastung durch den sogenannten Overtourismus wird in der betroffenen Lokalbevölkerung zunehmend kritisch wahrgenommen. Schweiz Tourismus, die nationale Marketingorganisation, reagierte auf diese Entwicklung mit einer strategischen Neuausrichtung, um Besucherströme räumlich und zeitlich besser zu steuern.

Millionen für Besucherlenkung ohne messbaren Effekt

Trotz staatlicher Fördergelder in Höhe von über 60 Millionen Franken, die im vergangenen Jahr vom Bund an Schweiz Tourismus flossen, zeichnet sich in der touristischen Bilanz bislang keine Entlastung der stark frequentierten Orte ab. Wie eine Analyse der NZZ am Sonntag im Juli 2026 aufzeigte, ist die Zielsetzung, die richtigen Gäste zur richtigen Zeit an die richtigen Destinationen zu führen, weitgehend unerreicht geblieben.

Die statistische Auswertung der Logiernächte belegt, dass die 50 größten Destinationen ihre Übernachtungszahlen gegenüber dem Jahr 2023 um 1,7 Millionen steigern konnten, was einem Wachstum von mehr als 6 Prozent entspricht. Im Vergleich dazu verzeichneten die rund 130 kleineren Reiseziele im selben Zeitraum ein Plus von weniger als 2 Prozent, was auf ein weiterhin starkes Ungleichgewicht hindeutet.

Organisation verweist auf lange Zeiträume

Ein Sprecher der Vermarktungsorganisation räumte gegenüber der NZZ am Sonntag ein, dass sich die Besucherströme bisher nicht wie gewünscht verlagert hätten. Die Organisation betont jedoch, dass eine abschließende Bewertung über den Erfolg oder Misserfolg der Verteilungsstrategie zu diesem Zeitpunkt noch verfrüht sei. Zudem wurde dargelegt, dass größere Städte und touristische Hotspots ihre Übernachtungszahlen durch eigenes Marketing aktiv steigerten, worauf die Organisation keinen direkten Einfluss ausüben könne. Auch die zeitliche Verteilung der Gäste über das gesamte Tourismusjahr hinweg weist gemäß der Analyse derzeit keine signifikanten Veränderungen gegenüber dem Start der Strategie vor zwei Jahren auf.

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