Touristen in Südafrika gestrandet - Deutsche Urlaubergruppe vor TV-Kameras gestoppt

| Tourismus Tourismus

Nach dem Inkrafttreten einer weitreichenden dreiwöchigen Ausgangssperre in Südafrika am Freitag sind tausende Touristen gestrandet. «Es gibt viele, viele tausend Touristen aus diversen Ländern - vor allem solchen, die wir als Hochrisikoländer eingestuft haben», sagte die für internationale Beziehungen zuständige Ministerin Naledi Pandor im TV-Sender eNCA. Dazu zählen auch Deutschland, Italien, China oder Frankreich. Der Kleinbus einer 14-köpfigen deutschen Urlaubergruppe war am frühen Morgen vor laufenden TV-Kameras in Johannesburg gestoppt worden.
 

Da ein Urlauber positiv getestet worden war, wurde die ganze Gruppe nach rund einstündiger Wartezeit zu einem Krankenhaus eskortiert. Laut Ministerin Pandor wird sie nun zunächst in Quarantäne bleiben: «Sie in ihre Heimat zurückzuschicken, würde unsere Besatzungen und unser Grenzpersonal Risiken aussetzen.» Viele europäische Botschaften versuchten, per Sondergenehmigung die Ausreise ihrer Landsleute zu organisieren. Pandor schloss eine solche Möglichkeit nicht aus.

Seit vor drei Wochen der erste Coronavirus-Fall registriert wurde, steigen die Infektions-Zahlen rasant. Der Kap-Staat gab am Freitag seine ersten beiden Covid-19-Todesfälle bekannt: zwei Frauen aus der Tourismusregion Western Cape im Alter von 28 und 48 Jahren. Die Zahl der Infizierten im Lande habe nun die 1000er-Marke überschritten, teilte das Gesundheitsministerium mit. Die Ausgangssperre wird von der Polizei und Armee durchgesetzt; sie sieht die Einstellung des kommerziellen Zug- und Flugbetriebs, die Schließung aller Landgrenzen für den Personenverkehr sowie ein Anlegeverbot für Kreuzfahrtschiffe vor.

Für das Verlassen der Wohnungen sind nur lebensnotwendige Einkäufe oder medizinische Gründe erlaubt. Die Restriktionen sehen drastische Strafen für Verbreiter von Falschinformationen und Menschen vor, die sich trotz Infizierung nicht an Quarantänevorschriften halten. In dem sozial tief gespaltenen Land mit seiner offiziellen Arbeitslosenquote von rund 30 Prozent leben viele Menschen in Armenvierteln dicht an dicht. Viele Südafrikaner haben Vorerkrankungen durch Tuberkulose oder HIV.

(dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Ab sofort kostet der reguläre Eintritt in den Kölner Dom zwölf Euro. Mit dem neu eingeführten Eintrittspreis sollen die gestiegenen Kosten etwa für den Schutz des Denkmals gedeckt werden.

Mozarts Geburtsstadt ist ein touristisches Juwel. Entsprechend viele Reisende steuern die 160.000-Einwohner-Stadt speziell für einen Tagesausflug an. Oft gibt es Stau - das soll jetzt anders werden.

Kurz vor Beginn der Sommerferien in Schleswig-Holstein zeichnet sich im Tourismus ein uneinheitliches Bild ab. Während zahlreiche Küstenorte und Inseln bereits hohe Auslastungen melden, liegt die Buchungslage landesweit vielerorts noch unter dem Niveau des Vorjahres.

Eine aktuelle Studie von HolidayCheck analysiert das unterschiedliche Nachhaltigkeitsverhalten von Deutschen im Alltag und während der Urlaubszeit. Dabei zeigt sich eine deutliche Lücke zwischen Anspruch und tatsächlichem Handeln.

Das Fürstentum Monaco ist der 18. europäische Themenbereich im größten Freizeitpark Deutschlands. Zur offiziellen Eröffnung hat sich Prominenz angekündigt. Das hat auch Folgen für Besucher.

Mit der Freigabe neuer Kanäle werden im Lausitzer Seenland fünf ehemalige Tagebauseen zu einem zusammenhängenden Wasserrevier verbunden. Der neue Fünf-Seen-Verbund erweitert die Möglichkeiten für Urlauber, Wassersportler und den Wassertourismus der Region.

Die deutschen Reiseveranstalter müssen bei Pauschalreisen künftig weniger Vorsorge gegen Insolvenzen treffen. Der Deutsche Reisesicherungsfonds (DRSF) hat erneut die Entgelte gesenkt, die für jede Reise gezahlt werden müssen.

Reservieren, absagen - doppelt buchen, nicht erscheinen: Das sommerliche Hüttenchaos am Berg macht nicht nur den Wirten zu schaffen. Warum faire Planung auch für die anderen Wanderer unerlässlich ist.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass deutsches Fernsehen für Urlauber zunehmend an Bedeutung gewinnt. Insbesondere junge Reisende nutzen verstärkt digitale Streaming-Angebote während der Ferien.

Nach einer Flaute wegen des Iran-Kriegs zieht die Nachfrage nach Urlaub in der Türkei und Ägypten bei Tui wieder spürbar an. Besonders Antalya steht bei Sommerreisen hoch im Kurs.