Travel Industry Club zeichnet Akteure der Reiseindustrie aus 

| Tourismus Tourismus

Der Travel Industry Club hat gestern in Frankfurt Thomas Bösl zum „Travel Industry Manager 2018“ gekürt. Bösl ist Geschäftsführer von Raiffeisen-Tours RT-Reisen, Chef der RTK International und Sprecher der Reisebüro-Allianz QTA. Weitere Preise, wie der „Business Travel Award 2018“ und der „Best Travel Technology Award 2018“ wurden vergeben.

In der Begründung zur Wahl Bösls heißt es: „Sein Herz schlägt für die Reisebüros. Mit der Einführung eines für den Kunden kostenpflichtigen Servicepakets hat Thomas Bösl ein umstrittenes Produkt salonfähig gemacht. Parallel ist es ihm gelungen, mit einem überzeugenden Kampagnen-Management für Reisebüros die Online-Konkurrenz in Sachen Marketing einzuholen.“ TIC-President Dirk Bremer sagt: „Wir freuen uns außerordentlich, Thomas Bösl in den Kreis der Preisträger des Travel Industry Manager aufzunehmen. Er setzt sich seit mehr als 15 Jahren nicht nur konsequent für den Reisebürovertrieb und damit für einen der nach wie vor wichtigsten Verkaufskanäle der Touristikbranche ein. Bösl erkennt die Herausforderungen der Digitalisierung für unsere Industrie, er nutzt diese geschickt, aber er bekämpft sie nicht sinnlos. Das ist in einer Zeit, in der die Kanäle immer weiter zusammenwachsen und in der klassische Reisebüros kluge Vordenker und Vormacher brauchen, umso bemerkenswerter“.

Bösl ist mit der Wahl zum „Travel Industry Manager 2018“ in prominenter Gesellschaft. In den Vorjahren vergab der TIC die Auszeichnung bereits an Dr. Michael Kerkloh (Flughafen München), Michael Buller (VIR), Jasmin Taylor (damals JT Touristik), Tobias Ragge (HRS), Norbert Fiebig (damals Rewe Touristik), Richard J. Vogel (damals TUI Cruises) und Karl J. Pojer (Hapag-Lloyd Kreuzfahrten).

Zum „Sales & Marketing Manager 2018“ gewählt wurde Sascha Nitsche, Gründer und CEO von Solamento. Das Unternehmen setzt seit mehr als zehn Jahren auf den Vertrieb über mobile Reiseberater, die ihre Kunden direkt vor Ort, meist zu Hause, besuchen. Mittlerweile hat Solamento bundesweit knapp 300 Berater und erzielt einen Jahresumsatz von rund 23 Millionen Euro. Zusätzlich eröffnete Nitsche Mitte 2017 am Firmensitz in Essen eine Travel Boutique, mit der er seine persönliche Vision eines „Reisebüros der Zukunft“ realisiert. Beides – der wirtschaftliche Erfolg sowie der visionäre Blick auf die Branche – verhalf Nitsche nun zur Auszeichnung durch den TIC. In der Begründung zu seiner Wahl heißt es: „Mit der Travel Boutique erschuf Nitsche eine Reisewelt, die in der Tourismusbranche neue Maßstäbe setzt.“

Bösl und Nitsche wurden im Rahmen eines Online-Votings aus sieben Top-Touristikern gewählt, die zuvor vom Advisory Council des TIC nominiert worden waren. Rund 220 TIC-Mitglieder und Branchenexperten haben sich an dem Voting beteiligt. Die weiteren Preise des TIM Awards 2018 wurden im Rahmen klassischer Jurysitzungen ermittelt: Best Travel Brand Award, Business Travel Award sowie Best Travel Technology Award.

Der „Best Travel Brand Award 2018“ wird in diesem Jahr erstmals verliehen. Er löst nach zehn Jahren den „Best Marketing Award“ ab. Sieger in der neuen Kategorie ist Secret Escapes, weltweiter Anbieter von besonders günstigen Luxusreisen. André Klein, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Agentur Saint Brand und Vorsitzender der Jury sagt: „Eine innovative Produktidee und ein vielversprechender Name sind Grundlage für die extrem erfolgreiche Markeneinführung von Secret Escapes.“ Die Marke zeichne sich unter anderem aus durch eine klare Positionierung, Innovationskraft und starkem Kundenvertrauen.

Der „Business Travel Award 2018“ geht an Union Investment Privatfonds für ein Projekt zur Optimierung des Reiseprozesses. Damit hat das Unternehmen den Prozess der Geschäftsreisebuchungen extrem vereinfacht und ermöglicht nun allen Mitarbeitern die Buchung im vollständigen Self-Service. Mehr Kostentransparenz, Eigenverantwortung und Nachhaltigkeit seien unter anderem die Folge. Laut Unternehmen stifte der neue Reiseprozess einen konkreten, messbaren Wertbeitrag.

Die Auszeichnung „Best Travel Technology Award 2018“ erhält das Schweizer IT- und Technologieunternehmen ti&m für das Projekt Lezzgo. Die gleichnamige App will die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs erheblich erleichtern: Bezahlt wird die Nutzung von Zug, Bus und Bahn nicht mehr vor, sondern erst nach der Reise. Dafür erfasst Lezzgo per GPS-Steuerung die von den Usern tatsächlich zurückgelegten Strecken. Am Ende des Tages berechnet Lezzgo den optimalen Preis für alle Fahrten und belastet diesen automatisch auf das hinterlegte Zahlungsmittel. Michael Buller, Vorstand Verband Internet Reisevertrieb (VIR) und Vorsitzender der Jury Best Travel Technology Award, betont: „Lezzgo ist eine ausgesprochen innovative Idee. Sie führt Mobilität und Digitalisierung auf kluge und nachhaltige Weise zusammen und zeigt, was in der Reiseindustrie künftig noch alles möglich sein wird.“

Alle Auszeichnungen des diesjährigen TIM Awards wurden am 17. September im Rahmen der feierlichen Award Veranstaltung des Travel Industry Club im Kölner Wallraf-Richartz-Museum verliehen. Traditionell ist die Verleihung feierlicher Auftakt am Vorabend des fvw Kongresses. „Die Award Veranstaltung 2018 war bereits die elfte seit Bestehen des Travel Industry Club“, so TIC-President Bremer, „und ich freue mich, dass wir jedes Jahr wieder hochkarätige Preisträger haben, die für die hervorragenden Macherqualitäten in unserer Industrie sowie die Innovationskraft und wirtschaftliche Relevanz unserer Branche stehen.“ Die Award Veranstaltung 2018 sei einmal mehr ein erstklassiges Treffen der „Besten der Besten“ und eine großartige Networking-Gelegenheit gewesen.

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine Untersuchung belegt eine hohe Pünktlichkeits-Disziplin deutscher Reisender und zeigt deutliche Unterschiede beim Bedürfnis nach persönlichem Freiraum. Während Senioren die größte Gelassenheit an den Tag legen, fordert die jüngere Generation verstärkt Distanz.

Fit Reisen hat über 7,5 Millionen Google-Bewertungen analysiert, um die besten Stadtparks Europas zu ermitteln. Während Madrid den ersten Platz verteidigt, bleibt Hamburgs Planten un Blomen die bestbewertete Anlage in Deutschland.

In München entsteht mit der „Marina Monaco“ ein temporäres Freizeitareal auf einem ehemaligen Industriegelände. Die Eröffnung ist für Mai geplant, langfristig soll dort ein neues Stadtquartier entstehen.

Am Bodensee spitzt sich ein Streit zwischen deutschen und Schweizer Schifffahrtsunternehmen zu – mit spürbaren Folgen für Fahrgäste. Die Schweizerische Bodensee-Schifffahrt (SBS) fährt in dieser Saison den Konstanzer Hafen nicht an. Hintergrund ist ein Streit über Ticketgelder.

Trotz wirtschaftlicher Schwäche stiegen die Geschäftsreisen in Deutschland deutlich an. Die VDR-Analyse zeigt mehr Reisen, sinkende Kosten und veränderte Strukturen im Markt.

Die Deutsche Zentrale für Tourismus analysiert fortlaufend die Folgen des Iran-Konflikts für den Tourismus nach Deutschland. Berichte zeigen Auswirkungen auf Flugverkehr, Preise und Nachfrage.

Nach Wochen im Persischen Golf haben die «Mein Schiff 4» und «Mein Schiff 5» die Region verlassen können - zwei geplatzte Reisen können nun stattfinden. Auch andere Schiffe passierten die Meerenge.

In Rottweil wird am kommenden Freitag die neue Fußgänger-Hängebrücke „Neckarline“ eröffnet. Die Brücke überspannt das Neckartal auf einer Länge von 606 Metern und gilt damit als längste Hängebrücke ihrer Art in Baden-Württemberg.

Sylt, Usedom, Norderney: Mobiles Arbeiten mit Meerblick ist auch in SH, MV und Niedersachsen möglich. Neben strandnahen Coworking-Plätzen gibt es dafür mancherorts auch spezielle Strandkörbe.

Leere Betten in Wien, Stornowellen in Zürich, wenig Auswirkungen in Spanien und Italien: Warum der Iran-Krieg Asien-Reisende fernhält und welche Folgen das für Hotels und Händler in Europa hat.