Trend zum Deutschlandtourismus: Deutsche entdecken ihr Heimatland

| Tourismus Tourismus

Die Corona-Krise verstärkt nach Branchenangaben den Trend zum Deutschlandtourismus. «Die Deutschen entdecken in diesem Sommer ihr Heimatland», sagte Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands «t-online.de». Viele, die sonst ins Ausland gefahren wären, besuchten nun deutsche Städte und Regionen, die sie schon immer mal besuchen wollten.

Hotels und Gaststätten gehe es aber weiter sehr schlecht, sagte Hartges. «Die gesamte Branche wird im Schnitt dieses Jahr rund 30 bis 40 Prozent weniger Umsatz erwirtschaften.» 70.000 Hotels und Gaststätten und damit fast jeder dritte Betrieb seien in ihrer Existenz bedroht. Grundlage der Prognose sei, dass es keine weiteren Schließungen wegen der Seuche gebe.

Die Branche spricht sich für einen gesetzlichen Anspruch ihrer Betriebe auf eine Minderung der Pachtzahlungen aus. Notwendig sei es auch, Überbrückungshilfen zu verlängern. Zudem müsse darüber geredet werden, die Pflicht zum Insolvenzantrag noch länger auszusetzen.

Hartges bestätigte, dass viele Restaurants und Hotels ihre Preise nicht gesenkt haben, obwohl die Mehrwertsteuer vorübergehend gesenkt wurde. Sie verwies auf die wochenlangen Schließungen und die geltenden Abstandsregeln. «Wir brauchen deshalb jeden Euro, den wir durch die Steuersenkung sparen können.» (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Unter dem Motto „Heritage meets innovation in the Green Heart of Germany“ lädt die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) vom 20. bis 23. September 2026 gemeinsam mit der Thüringer Tourismus GmbH zum Thuringia Travel Summit nach Erfurt.

Eine aktuelle Datenanalyse beleuchtet die wirtschaftliche Bedeutung deutscher Touristen für die Gastronomie und Hotellerie in europäischen Reisezielen im Sommer 2026.

Auf dem Tegernsee ist das erste elektrische Passagierschiff in Betrieb genommen worden. Die neue „Gmund“ bietet Platz für bis zu 180 Fahrgäste und verfügt laut dpa über eine Batteriekapazität für rund zehn Stunden Fahrbetrieb.

 

Der Tourismus in Sachsen kommt nach neu berechneten Daten auf einen Bruttoumsatz von 9,8 Milliarden Euro und eine Wertschöpfung von rund 4,6 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr 2026 stiegen zudem Gästeankünfte und Übernachtungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Der Schiefe Turm von Bad Frankenhausen ist mittlerweile schiefer als der Turm von Pisa und nach einer Sicherung und dem Ausbau als Besucherzentrum für Gäste eröffnet worden. Das Projekt kostete rund 14,5 Millionen Euro und soll die touristische Entwicklung der Kyffhäuserregion stärken.

Uber bietet im September erstmals Tagesausflüge mit dem sogenannten Weintaxi von Frankfurt in den Rheingau an. An vier Wochenenden stehen täglich vier Fahrzeuge für Touren zu Weingütern im Rheingau zur Verfügung.

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen hat Booking.com verklagt. Streitpunkt ist die Weiterleitung bei „Flug + Hotel“-Angeboten zu lastminute.com der COMVEL GmbH, die nach Auffassung der Verbraucherschützer nicht ausreichend deutlich gemacht wird.

Erstmals seit der Flutkatastrophe im Himalaya-Gebirge im Grenzgebiet zu Nepal haben chinesische Behörden Details zu den auf ihrer Seite vermissten Ausländern bekanntgegeben. Unter den 261 Vermissten sind auch drei Deutsche.

Camping gewinnt in Deutschland weiter an Bedeutung. Laut einer aktuellen Umfrage des ADAC zählt inzwischen jeder Vierte ab 16 Jahren zur Camping-Zielgruppe. Besonders stark gewachsen ist der Anteil in der Altersgruppe der 16- bis 39-Jährigen.

TUI will im Geschäft mit günstigeren Reisen wachsen und setzt dafür auf die neue Low-Cost-Marke Sundeals. Das Angebot ist zunächst auf Großbritannien ausgerichtet und wird ausschließlich online vertrieben. Beim Aufbau greift der Reisekonzern auf Erfahrungen von l’tur zurück.