Trendstudie Reisen 2026: Generation Z und Millennials bevorzugen ländliche Regionen

| Tourismus Tourismus

Die Reisegewohnheiten der jüngeren Generationen stehen vor einem signifikanten Wandel. Laut dem aktuellen Bericht mit dem Titel „What the Future“, der von der Reisesuchmaschine Kayak, der auch TikTok-Daten nutzt, nutzt zeichnet sich für das Jahr 2026 eine deutliche Abkehr von klassischen Städtereisen ab. Die Analyse stützt sich auf Milliarden von Suchanfragen sowie eine Umfrage unter 14.000 Angehörigen der Generation Z und Millennials.

Authentizität statt Massentourismus in Metropolen

Ein zentrales Ergebnis der Untersuchung ist die schwindende Attraktivität von Großstädten. 86 Prozent der befragten Reisenden geben an, im Jahr 2026 ländliche Regionen oder kleinere Städte den großen Metropolen vorzuziehen. Als Hauptgrund für diese Entscheidung nennen 31 Prozent den Wunsch nach Authentizität. Ein Drittel der Befragten erhofft sich in weniger bekannten Gebieten zudem mehr Ruhe. Wirtschaftliche Aspekte spielen ebenfalls eine Rolle: 40 Prozent der Teilnehmer entscheiden sich für kleinere Ziele, da diese oft kostengünstiger sind.

Dieser Trend spiegelt sich auch im digitalen Suchverhalten wider. Während klassische Sehenswürdigkeiten wie der Eiffelturm oder das Brandenburger Tor an Bedeutung verlieren, suchen 82 Prozent der Generation Z gezielt nach Orten, die sie bisher noch nicht besucht haben. Die Nachfrage nach sogenannten Geheimtipps abseits des Massengeschmacks ist auf TikTok um 50 Prozent gestiegen.

Künstliche Intelligenz als maßgeblicher Reiseplaner

Bei der Gestaltung ihrer Reisen vertrauen immer mehr junge Menschen auf moderne Technik. Mehr als jeder vierte Befragte der untersuchten Altersgruppen misst den Empfehlungen von Künstlicher Intelligenz (KI) eine höhere Bedeutung bei als Ratschlägen von Freunden oder Inhalten in sozialen Medien. Fast 60 Prozent der Reisenden zeigen sich bereit, ihr ursprüngliches Ziel zu ändern, wenn eine KI eine bessere Alternative vorschlägt.

Matthias Keller, Führungskraft bei Kayak, sieht darin eine langfristige Entwicklung: „2026 wird KI zu einem noch leistungsfähigeren, unsichtbaren Motor hinter dem Reisen werden, der die Bedürfnisse der Reisenden vorhersieht, bevor sie danach fragen und Reibungsverluste bei jedem Schritt beseitigt. Die Zukunft des Reisens ist nicht nur intelligenter, sondern auch menschlicher und persönlicher, wobei die Technologie das Erlebnis auf dem Weg dorthin verbessert.“ Besonders häufig wird die Technologie genutzt, um preiswerte Angebote zu finden.

Fokus auf mentale Erholung und Naturerlebnisse

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der gesundheitlichen Komponente des Reisens. Für 70 Prozent der Befragten steht die mentale Erholung an erster Stelle. In diesem Zusammenhang gewinnt das sogenannte entschleunigte Reisen an Bedeutung. 45 Prozent sind der Meinung, dass ein geringeres Tempo dabei hilft, den Kopf freizubekommen. Luxus wird dabei nicht mehr über materielle Statussymbole definiert, sondern über das Erleben von Ruhe und Wellnessbehandlungen.

Parallel dazu steigt das Interesse an Naturereignissen. 53 Prozent der Reisenden lassen sich bei ihrer Planung von Phänomenen wie Polarlichtern oder Sonnenfinsternissen leiten. Für die Generation Z gehören Naturreisen mittlerweile zu den drei am häufigsten gewählten Urlaubsformen. Dabei wird oft eine Kombination aus leichter körperlicher Aktivität und anschließender Entspannung gesucht.

Finanzierungsmodelle und kurzfristige Reiseplanung

Trotz steigender Lebenshaltungskosten bleibt die Reisebereitschaft hoch, wobei sich die Finanzierungsmethoden ändern. Die Möglichkeit, Reisen per Kredit oder in Raten zu bezahlen, beeinflusst bei etwa einem Viertel der Befragten die Häufigkeit ihrer Urlaube. Zudem etabliert sich der Trend zu häufigen Kurzreisen. 67 Prozent der jüngeren Generationen planen für 2026 mehrere kurze Auszeiten statt eines einzelnen langen Sommerurlaubs.

Trotz des Wunsches nach Ruhe bleiben Großveranstaltungen ein wichtiger Reisegrund. 93 Prozent der Befragten planen für das Jahr 2026 eine Reise im Zusammenhang mit einem bedeutenden Ereignis. Dabei stehen Musikveranstaltungen mit 33 Prozent und Sportevents mit 31 Prozent besonders hoch im Kurs.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Mancherorts gelten sie als praktischer Helfer, in anderen Gegenden sind sie Einheimischen ein Dorn im Auge: Schlüsselkasten, oft im öffentlichen Raum oder direkt vor der Ferienwohnung angebracht, haben sich gerade im Tourismus in den vergangenen Jahren stark verbreitet.

Die Reisegewohnheiten der jüngeren Generationen befinden sich im Wandel. Laut dem aktuellen „What the Future“-Report der Reisesuchmaschine Kayak und TikTok zeichnet sich für das Jahr 2026 eine deutliche Abkehr von klassischen Städtereisen ab.

Eine aktuelle Auswertung der B2B-Plattform RateHawk analysiert das Reiseverhalten im Jahr 2025. Während Italien das am häufigsten gebuchte Ziel blieb, verzeichnete Japan ein massives Wachstum.

Die Verschärfung der US-Einreisebestimmungen zum Jahresbeginn 2026 beeinflusst die globalen Reiseströme massiv. Während 39 Nationen von Einreiseverboten oder Visa-Einschränkungen betroffen sind, verzeichnet die US-Tourismusbranche einen Rückgang internationaler Gäste.

Die Deutsche Zentrale für Tourismus setzt auf internationale Vermarktung und digitale Innovationen, um die Potenziale der Bustouristik auszuschöpfen. Insbesondere Gäste aus Übersee und die Einbindung von Künstlicher Intelligenz spielen eine zentrale Rolle.

Las Vegas ist eines der wichtigsten touristischen Ziele in den Vereinigten Staaten und soll pro Jahr rund 35 Millionen Menschen begrüßen dürfen. Das Thema Glücksspiel ist dabei ein wichtiger Faktor, denn die berühmten Casinos vor Ort locken Gäste von außerhalb am stärksten an. Es gibt allerdings noch zahlreiche weitere Gründe, warum Besuche in Las Vegas auf mancher Bucket-List stehen.

Die Ausgaben der deutschen Bevölkerung für Urlaubs- und Freizeitreisen werden im Touristikjahr 2025/2026 voraussichtlich auf 86 Milliarden Euro ansteigen. Wie der Deutsche Reiseverband (DRV) in seiner aktuellen Prognose für den touristischen Gesamtmarkt mitteilt, entspricht dies einem Umsatzplus von drei Prozent.

Das Landgericht Hamburg hat Ryanair wegen der Missachtung einer einstweiligen Verfügung sanktioniert und zentrale Geschäftspraktiken für rechtswidrig erklärt. Die Urteile betreffen unter anderem unzulässige Gebühren sowie irreführende Zustimmungsmechanismen im Buchungsprozess.

Für die meisten Menschen wird ein eigenes Eiland ein Traum bleiben, doch sie können dennoch private Inseln oder Strände erleben: Große Reedereien wie MSC, Norwegian und Carnival haben eigene Inseln und Resorts, exklusiv für die Passagiere ihrer Schiffe.

Die Bundesregierung plant, die neue Nationale Tourismusstrategie bereits im ersten Quartal 2026 vorzustellen. Dies gab Christoph Ploß, Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft und Tourismus, in einem aktuellen Audio-Format des Projekts Zukunft Hotel bekannt.