Tui meldet Rekordergebnis fürs erste Quartal

| Tourismus Tourismus

Die Tui Group hat die Geschäftszahlen für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres vorgelegt. Der Reisekonzern erzielte nach eigenen Angaben das bislang beste bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in einem ersten Quartal. Das bereinigte EBIT stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 26,3 Millionen Euro auf 77,1 Millionen Euro. Der Umsatz blieb mit 4,9 Milliarden Euro stabil und verzeichnete auf Basis konstanter Wechselkurse ein leichtes Plus von 1,3 Prozent.

Unterschiedliche Entwicklungen in den Kernsegmenten

Das Segment Hotels & Resorts verzeichnete im ersten Quartal 2026 eine Steigerung des Gesamtumsatzes auf 512,5 Millionen Euro. Dies entspricht einer Verbesserung um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Trotz einer operativen Performance, die das Vorjahresergebnis übertraf, sank das bereinigte EBIT in diesem Bereich um 12,9 Prozent auf 131,0 Millionen Euro. Dieser Rückgang resultiert laut Konzernbericht aus Belastungen in Höhe von 10 Millionen Euro durch einen Hurrikan auf Jamaika sowie dem Wegfall eines positiven Bewertungseffekts aus dem Vorjahr in Höhe von 15 Millionen Euro. Die Anzahl der Hotels im Portfolio stieg auf 460 Häuser an. Die Auslastung verbesserte sich um einen Prozentpunkt auf 81 Prozent, während die Durchschnittsrate pro Tag um 2 Prozent auf 92 Euro sank.

Im Bereich Kreuzfahrten verbesserte sich das bereinigte EBIT um 70,8 Prozent auf einen Rekordwert von 82,3 Millionen Euro. Das Segment profitierte von einer Kapazitätserweiterung um 16 Prozent durch die Aufnahme der Mein Schiff Relax in das Winterprogramm. Die Sparte Tui Musement steigerte das bereinigte EBIT um 2,8 Millionen Euro und schloss das Quartal mit 0,5 Millionen Euro positiv ab.

Transformation im Bereich Märkte und Airline

Das Segment Märkte + Airline verzeichnete ein bereinigtes EBIT von -115,3 Millionen Euro, was eine Verbesserung um 9,8 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahresquartal darstellt. Der Umsatz sank aufgrund von Währungseffekten um 1,0 Prozent auf 4,13 Milliarden Euro. Die Gästezahl ging um 1,6 Prozent auf rund 3,67 Millionen zurück. Der Konzern führt dies auf eine Reduzierung der Risikokapazität und ein diszipliniertes Kapazitätsmanagement zurück. Der Absatz dynamisch paketierter Produkte wuchs hingegen um 8 Prozent auf 0,8 Millionen.

Finanzielle Lage und strategische Neuausrichtung

Die Nettoverschuldung der Tui Group verringerte sich zum 31. Dezember 2025 um 0,5 Milliarden Euro auf 3,6 Milliarden Euro. Als Gründe nennt das Unternehmen einen höheren operativen Cashflow und vorteilhafte Währungseffekte. Im Rahmen einer neuen Kapitalallokationsstrategie schlägt der Vorstand für das Geschäftsjahr 2025 eine Starter-Dividende von 0,10 Euro je Aktie vor. Ab dem Geschäftsjahr 2026 ist eine Ausschüttungsquote von 10 Prozent bis 20 Prozent des bereinigten Ergebnisses je Aktie geplant.

In der strategischen Weiterentwicklung setzt Tui auf den Ausbau des Hotelportfolios in Afrika und Asien, wobei der Fokus auf Management- und Franchiseverträgen liegt. Zuletzt wurden vier Hotels in Nordafrika und ein Haus in Gambia in das Portfolio aufgenommen. Im Januar 2026 erfolgte zudem der Markteintritt in Rumänien. Im Bereich der digitalen Transformation meldet der Konzern eine Steigerung der App-Conversion-Rate um 12 Prozent im Jahresvergleich.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der hessische und der bayerische Teil des Spessarts wollen im Tourismus-Marketing künftig über die Landesgrenzen hinweg eng zusammenarbeiten, um mehr Gäste in die Urlaubsregion zu holen. Was sich durch die neue Marke und das einheitliche Marketing für Gäste ändern soll.

Mehrere Flugzeuge mit gestrandeten Urlaubern sind inzwischen in Deutschland gelandet. Doch der Flugverkehr in der Krisenregion Nahost läuft weiter nur eingeschränkt. Ein Überblick.

Ein neuer Index vergleicht 150 Länder hinsichtlich ihrer Eignung für alleinreisende Frauen. Neben Sicherheitsaspekten und der Gleichstellung fließen auch konkrete Kosten für Unterkünfte und medizinische Produkte in die statistische Bewertung ein.

Kurzfristige Gleiswechsel, andere Wagenreihung, ungewisse Anschlüsse: Wenn es Probleme gibt, wollen viele Bahnreisende wenigstens schnelle und passende Benachrichtigungen bekommen. Kommt da bald was?

Hohe Auszeichnung auf der ITB 2026: Der Tourismusausschuss des Bundestages verleiht Ingrid Hartges die Bleikristallkugel für ihr langjähriges Engagement im Gastgewerbe. Die Verleihung der sogenannten Bleikristallkugel erfolgte laut Karliczek mit großer Dankbarkeit und Geschlossenheit der Abgeordneten.

Deutschland, Österreich und Ungarn bündeln ihre Kräfte: Mit der neuen Marke „Discover your Danube“ startet eine großangelegte Tourismusoffensive, um den Donauraum als ganzjähriges Reiseziel für internationale Gäste zu etablieren.

Die Dertour Group blickt auf der ITB Berlin optimistisch auf das Reisejahr 2026. Trotz globaler Unsicherheiten steigen die Buchungszahlen für den Sommer, wobei besonders preisattraktive Ziele im östlichen Mittelmeer und Fernreisen im Fokus der Urlauber stehen.

Während Airbnb und der DTV mit einem Millionen-Fonds den ländlichen Tourismus fördern wollen, warnt Hotelunternehmer Marco Nussbaum vor strategischer Einflussnahme. Wie andere Branchenexperten kritisiert die Kooperation als Instrument zum Aufbau politischer Beziehungen durch den Plattform-Konzern.

Die neue Reiseanalyse 2026 belegt einen Rekord bei den Reiseausgaben der Deutschen, während das Inland als Zielregion Marktanteile verliert. Flugreisen und Online-Buchungen setzen ihren Wachstumskurs fort, und auch Künstliche Intelligenz kommt bereits bei jeder fünften Reiseplanung zum Einsat

Österreich präsentiert auf der ITB Berlin 2026 neue Daten zum Ganzjahrestourismus: Mit einem Anteil von 28,1 Prozent an den Übernachtungen gewinnen Frühjahr und Herbst massiv an Bedeutung.