Tui noch unter Vorkrisen-Niveau

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Die deutschen Urlauber buchen nach Angaben von Tui-Chef Fritz Joussen bereits viele Reisen für den Sommer - noch ist das Niveau aus der Vor-Corona-Saison aber nicht erreicht.

«Im Vergleich zu Großbritannien hängen wir hinterher», sagte der Manager am Dienstag bei der Vorstellung aktueller Zahlen in Hannover. Bisher lägen die Gesamtbuchungen hierzulande gut ein Fünftel unter dem Wert für den Sommer 2019, ehe die Corona-Krise im darauffolgenden Winter in Europa einsetzte und die Branche jäh ausbremste. Betrachte man allein die Pauschalangebote, gebe es jedoch bereits jetzt mehr Nachfrage als vor drei Jahren. Auch allgemein gelte: «Wir holen auf.»

Der für Tui ebenfalls sehr wichtige britische Markt sei derzeit der einzige, der in Summe schon mehr Sommer-Reisebestellungen als im Jahr 2019 verzeichne, so Joussen. Im laufenden Wintergeschäft seien bei den Nettobuchungen die Niederlande führend - das erzielte Niveau von 170 Prozent der Vorkrisenzeit wertete er als Beispiel für das stark anziehende Interesse. Auch Belgien entwickle sich gut. Skandinavien habe - abgesehen von Dänemark - hingegen eine merkliche Schwäche.

Der größte Reisekonzern der Welt geht davon aus, dass sich das Tourismusgeschäft nach den existenzbedrohenden Einbrüchen der vergangenen beiden Jahre nun bald rascher erholt: «Wir sehen eine steigende Nachfrage, immer mehr Regierungen heben Beschränkungen auf.» Für Deutschland rechne man mit weitreichenden Erleichterungen vielleicht schon vor Ostern, schätzte der Tui-Vorstandsvorsitzende.

Die hohe Inflation sei auch für die Reisewirtschaft «natürlich ein Thema», räumte Joussen ein. Er glaube allerdings nicht, dass dies die Nachfrage mit Blick auf den Sommer ernsthaft gefährde. «Denn gleichzeitig ist die Sparquote vieler Haushalte weiter hoch.» Eigene Kostenrisiken etwa beim Einkauf von Flugzeugtreibstoff versuche Tui durch Kurssicherungsgeschäfte bestmöglich einzugrenzen. (dpa)


 

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