Tui spürt Folgen des Iran-Kriegs

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Der Iran-Krieg sorgt beim Reisekonzern Tui weiter für Verunsicherung im Sommergeschäft. Viele Urlauber buchen ihre Reisen kurzfristiger und entscheiden sich häufiger für Ziele im westlichen statt im östlichen Mittelmeerraum, teilte der Konzern in Hannover mit.

Knapp die Hälfte der Verbraucher, die in diesem Sommer verreisen wollten, habe bislang noch nicht gebucht. Besonders gefragt dürften Spanien einschließlich der Balearen und Kanaren sowie Griechenland sein. Gleichzeitig zeichnen sich bei den eigenen Hotels und Kreuzfahrten höhere Durchschnittspreise ab.

Iran-Krieg und Hurrikan «Melissa» kosten Millionen

Tui hält deshalb an seiner bereits im April gesenkten Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 (30. September) fest. Die Umsatzprognose bleibt weiter ausgesetzt. Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn (bereinigtes Ebit) soll weiterhin zwischen 1,1 und 1,4 Milliarden Euro liegen und damit möglichst nah an das Vorjahresniveau von 1,4 Milliarden Euro herankommen. Die ursprünglich erwartete Steigerung um 7 bis 10 Prozent hatte der Konzern bereits aufgegeben.

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres bis Ende März blieb der Umsatz mit 8,56 Milliarden Euro knapp unter dem Vorjahresniveau. Der saisontypische bereinigte operative Verlust verringerte sich trotz Belastungen durch den Iran-Krieg und den Hurrikan «Melissa» auf Jamaika um gut ein Viertel auf rund 116 Millionen Euro. Allein der Krieg im Nahen Osten belastete das Ergebnis mit rund 40 Millionen Euro, der Hurrikan mit weiteren 5 Millionen Euro. Insgesamt verreisten 12,8 Millionen Gäste mit Tui und damit etwas mehr als ein Jahr zuvor. (dpa)


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