TUI-Studie analysiert Reiseverhalten deutscher Paare

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Das Reiseverhalten deutscher Paare steht im Fokus der aktuellen Love & Travel Studie, die vom Reisekonzern TUI in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Appinio durchgeführt wurde. Die repräsentative Umfrage unter 2.000 Teilnehmern in Deutschland liefert detaillierte Einblicke in Entscheidungswege, Budgetfragen und Konfliktpotenziale im gemeinsamen Urlaub. Für die Hotellerie und Gastronomie bieten diese Daten wichtige Anhaltspunkte zur zielgruppenspezifischen Ansprache von Paaren unterschiedlicher Altersgruppen.

Hoher Stellenwert harmonischer Reisevorlieben

Ein zentrales Ergebnis der Untersuchung ist das ausgeprägte Bedürfnis nach Übereinstimmung bei der Urlaubsgestaltung. Für 66 Prozent der Befragten ist es wichtig oder sehr wichtig, dass der Partner dieselben Reisevorlieben teilt. Frauen legen hierbei mit 70,4 Prozent noch etwas mehr Wert auf Harmonie als Männer. Unterschiede zeigen sich vor allem in der Aktivitätsplanung. Während ein Teil der Urlauber Entspannung am Pool bevorzugt, suchen andere gezielt nach sportlichen Aktivitäten oder kulturellen Erlebnissen. Divergierende Vorstellungen führen laut Studie bei 42 Prozent der Paare zu häufigeren Diskussionen als im Alltag.

Zeitpunkt der ersten gemeinsamen Reise

Die Bereitschaft für den ersten gemeinsamen Urlaub tritt bei vielen Paaren bereits in einer frühen Beziehungsphase ein. Mehr als 35 Prozent der Befragten fühlen sich nach nur einem Monat Beziehung bereit für eine Reise zu zweit. Rund 10 Prozent würden diesen Schritt bereits nach einer Woche wagen. Im europäischen Vergleich zeigen sich hierbei regionale Unterschiede. Männer in Italien und Spanien sind mit 16,5 Prozent beziehungsweise 17 Prozent deutlich experimentierfreudiger als der deutsche Durchschnitt. Auf der anderen Seite bevorzugen 16 Prozent der Frauen eine Wartezeit von mindestens einem Jahr, bevor sie erstmals gemeinsam verreisen.

Planungshoheit und Budgetverwaltung

Bei der Organisation der Reise setzen 66 Prozent der deutschen Paare auf eine gemeinschaftliche Planung. Ein deutlicher Unterschied ist jedoch zwischen den Generationen erkennbar. In der Altersgruppe der Babyboomer und der Generation X entscheiden über 70 Prozent der Paare gemeinsam über das Reiseziel und die Aktivitäten. Bei der Generation Z hingegen überlässt fast die Hälfte der Befragten die Planung einer einzelnen Person.

Hinsichtlich der Finanzen dominiert das Prinzip der Gleichberechtigung. Insgesamt 69 Prozent der Paare teilen die Reisekosten entweder zu gleichen Teilen auf oder nutzen ein gemeinsames Budget. Auch hier nimmt die Generation Z eine Sonderrolle ein, da bei jüngeren Paaren häufiger eine Person den Großteil der Kosten übernimmt, oft bedingt durch unterschiedliche Einkommensverhältnisse in der Ausbildungsphase.

Inspiration durch soziale Netzwerke

Social Media hat sich als maßgeblicher Faktor für die Reiseentscheidung etabliert. 69,3 Prozent der Deutschen nutzen Plattformen wie Instagram oder TikTok als Inspirationsquelle. Besonders in der jungen Zielgruppe ist dieser Einfluss hoch. Für touristische Anbieter bedeutet dies, dass die visuelle Inszenierung von Angeboten sowie die Präsenz auf Kurzvideo-Plattformen zunehmend über die Buchungsentscheidung mitbestimmen.

Umgang mit gebuchten Reisen nach Trennungen

Die Studie untersuchte zudem das Verhalten bei einer Trennung kurz vor Reiseantritt. Rund 51 Prozent der Befragten gaben an, dass sie eine bereits gebuchte Reise unter Umständen auch mit dem ehemaligen Partner antreten würden, um Stornierungskosten zu vermeiden oder den Urlaub nicht verfallen zu lassen.


 

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