Tui verkauft Ferienhaus-Anbieter Wolters Reisen

| Tourismus Tourismus

Der weltgrößte Reisekonzern Tui trennt sich von seinem Ferienhaus-Anbieter Wolters Reisen. Das Unternehmen mit rund 250 Mitarbeitern solle bis Ende Februar 2020 an die Frankfurter e-Domizil verkauft werden, teilte Tui am Montag mit. Mit dem Verkauf werde «die Abhängigkeit vom traditionellen Veranstaltergeschäft» verringert.

Wolters Reisen mit Sitz in Düsseldorf und Stuhr bei Bremen habe kaum Überschneidungen mit Tuis Kerngeschäft gehabt. «Mit dem neuen Eigentümer bieten sich künftig mehr Zukunftsperspektiven für das Unternehmen und zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten für die Mitarbeiter», hieß es von Tui.

Wolters Reisen ist Spezialist für Ferienhäuser und für Rundreisen nach Nordeuropa. Über eine Beteiligungsgesellschaft hielt Tui bislang 100 Prozent des Unternehmens. Der Käufer e-domizil ist eine Tochter der e-hoi Gruppe, die circa 350 Mitarbeiter in Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz und Belgien beschäftigt.

Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, hieß es von Tui. Grünes Licht der Behörden stehe noch aus. Tui-Vorstandschef Fritz Joussen will das Unternehmen vom traditionellen Reiseveranstalter zum hochprofitablen und digitalisierten Hotel- und Kreuzfahrtkonzern umbauen. Zuletzt hatte das Unternehmen stark unter dem Flugverbot für den Mittelstreckenjet Boeing 737 Max gelitten - im Geschäftsjahr 2019 sackte der Nettogewinn um fast 43 Prozent auf 416,2 Millionen Euro ab.

e-domizil ist eine hundertprozentige Tochter der e-hoi Gruppe. Diese beschäftigt ca. 350 Mitarbeiter in Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz und Belgien (vor dem Kauf der Wolters Reisen).  Neben dem Ferienhausgeschäft unter der Hauptmarke e-domizil betreibt die Gruppe ein Kreuzfahrtgeschäft unter e-hoi und ein Rundreisegeschäft unter e-kolumbus. Die Gruppe ist nach wie vor im Eigentum der Gründer und unter der Führung des geschäftsführenden Gesellschafters Detlev Schäferjohann.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Unter dem Motto „Heritage meets innovation in the Green Heart of Germany“ lädt die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) vom 20. bis 23. September 2026 gemeinsam mit der Thüringer Tourismus GmbH zum Thuringia Travel Summit nach Erfurt.

Eine aktuelle Datenanalyse beleuchtet die wirtschaftliche Bedeutung deutscher Touristen für die Gastronomie und Hotellerie in europäischen Reisezielen im Sommer 2026.

Auf dem Tegernsee ist das erste elektrische Passagierschiff in Betrieb genommen worden. Die neue „Gmund“ bietet Platz für bis zu 180 Fahrgäste und verfügt laut dpa über eine Batteriekapazität für rund zehn Stunden Fahrbetrieb.

 

Der Tourismus in Sachsen kommt nach neu berechneten Daten auf einen Bruttoumsatz von 9,8 Milliarden Euro und eine Wertschöpfung von rund 4,6 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr 2026 stiegen zudem Gästeankünfte und Übernachtungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Der Schiefe Turm von Bad Frankenhausen ist mittlerweile schiefer als der Turm von Pisa und nach einer Sicherung und dem Ausbau als Besucherzentrum für Gäste eröffnet worden. Das Projekt kostete rund 14,5 Millionen Euro und soll die touristische Entwicklung der Kyffhäuserregion stärken.

Uber bietet im September erstmals Tagesausflüge mit dem sogenannten Weintaxi von Frankfurt in den Rheingau an. An vier Wochenenden stehen täglich vier Fahrzeuge für Touren zu Weingütern im Rheingau zur Verfügung.

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen hat Booking.com verklagt. Streitpunkt ist die Weiterleitung bei „Flug + Hotel“-Angeboten zu lastminute.com der COMVEL GmbH, die nach Auffassung der Verbraucherschützer nicht ausreichend deutlich gemacht wird.

Erstmals seit der Flutkatastrophe im Himalaya-Gebirge im Grenzgebiet zu Nepal haben chinesische Behörden Details zu den auf ihrer Seite vermissten Ausländern bekanntgegeben. Unter den 261 Vermissten sind auch drei Deutsche.

Camping gewinnt in Deutschland weiter an Bedeutung. Laut einer aktuellen Umfrage des ADAC zählt inzwischen jeder Vierte ab 16 Jahren zur Camping-Zielgruppe. Besonders stark gewachsen ist der Anteil in der Altersgruppe der 16- bis 39-Jährigen.

TUI will im Geschäft mit günstigeren Reisen wachsen und setzt dafür auf die neue Low-Cost-Marke Sundeals. Das Angebot ist zunächst auf Großbritannien ausgerichtet und wird ausschließlich online vertrieben. Beim Aufbau greift der Reisekonzern auf Erfahrungen von l’tur zurück.