Tuifly verschiebt Entscheidung zu Jobabbau

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Der Aufsichtsrat der Tui-Konzernfluglinie Tuifly hat die Entscheidung zum geplanten Kürzungsprogramm bei Jobs und Flotte vor Vermittlungsgesprächen mit der niedersächsischen Landesregierung erst einmal vertagt. Dies teilte am Freitag die Gewerkschaft Verdi mit, die in dem Kontrollgremium vertreten ist.

Statt wie zunächt vorgesehen noch in dieser Woche sollen die Beschlüsse nun am kommenden Donnerstag getroffen werden, hieß es. Für Montag ist zuvor ein runder Tisch angesetzt, zu dem Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) einlud. Dort sollen Konzernchef Fritz Joussen, Betriebsräte und Gewerkschafter über die Lage bei Tuifly beraten.

Die Airline muss wegen der Buchungseinbrüche in der Corona-Krise massiv sparen. Die Zahl der Maschinen soll etwa halbiert werden, Hunderte Arbeitsplätze und drei Standorte stehen auf der Kippe. Weite Teile der Belegschaft lehnen das als unzumutbar ab. Ein Krisenstab aus Belegschaftsvertretern hatte sich in einem Brief ans Management von Tuifly und Tui-Konzern gewandt und den Sparkurs darin scharf kritisiert. Das Unternehmen bekommt zurzeit schon einen staatlichen Milliardenkredit, um die schlimmsten Krisenfolgen abfedern zu können. Es sei versäumt worden, die finanzielle Basis abzusichern.

Verdi lobte die Gesprächsinitiative Althusmanns. «Die Beschäftigten haben nun einen Silberstreif am Horizont aufgezeigt bekommen, nachdem das Unternehmen in der letzten Woche Schrecken in der Belegschaft verbreitet hatte», sagte Gewerkschaftsvizechefin Christine Behle. Die Kürzungen müssten zumindest deutlich reduziert werden. (dpa)


 

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