Tuifly verschiebt Entscheidung zu Jobabbau

| Tourismus Tourismus

Der Aufsichtsrat der Tui-Konzernfluglinie Tuifly hat die Entscheidung zum geplanten Kürzungsprogramm bei Jobs und Flotte vor Vermittlungsgesprächen mit der niedersächsischen Landesregierung erst einmal vertagt. Dies teilte am Freitag die Gewerkschaft Verdi mit, die in dem Kontrollgremium vertreten ist.

Statt wie zunächt vorgesehen noch in dieser Woche sollen die Beschlüsse nun am kommenden Donnerstag getroffen werden, hieß es. Für Montag ist zuvor ein runder Tisch angesetzt, zu dem Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) einlud. Dort sollen Konzernchef Fritz Joussen, Betriebsräte und Gewerkschafter über die Lage bei Tuifly beraten.

Die Airline muss wegen der Buchungseinbrüche in der Corona-Krise massiv sparen. Die Zahl der Maschinen soll etwa halbiert werden, Hunderte Arbeitsplätze und drei Standorte stehen auf der Kippe. Weite Teile der Belegschaft lehnen das als unzumutbar ab. Ein Krisenstab aus Belegschaftsvertretern hatte sich in einem Brief ans Management von Tuifly und Tui-Konzern gewandt und den Sparkurs darin scharf kritisiert. Das Unternehmen bekommt zurzeit schon einen staatlichen Milliardenkredit, um die schlimmsten Krisenfolgen abfedern zu können. Es sei versäumt worden, die finanzielle Basis abzusichern.

Verdi lobte die Gesprächsinitiative Althusmanns. «Die Beschäftigten haben nun einen Silberstreif am Horizont aufgezeigt bekommen, nachdem das Unternehmen in der letzten Woche Schrecken in der Belegschaft verbreitet hatte», sagte Gewerkschaftsvizechefin Christine Behle. Die Kürzungen müssten zumindest deutlich reduziert werden. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine Untersuchung des Deutschen Tourismusverbandes und des Deutschen Instituts für Tourismusforschung zeigt eine hohe Reisebereitschaft für den Sommer. Trotz gestiegener Kraftstoff- und Kerosinpreise planen 62 Prozent der Deutschen eine Urlaubsreise.

Rund zwei Stunden ging nichts mehr bei der Deutschen Bahn. Welchen Grund der Konzern nannte, was Reisende erlebten und wie lange es wohl noch Verspätungen und Ausfälle geben wird.

Der große Freizeitpark-Check für das Jahr 2026 kürt den südbadischen Europa-Park zum besten Freizeitpark in Deutschland. Neben den Branchenriesen überzeugen im aktuellen Ranking vor allem regionale Familienparks und spezialisierte Anlagen.

Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen - und Verspätungen: Ist die Klimaanlage an Bord defekt, kann es in Flugzeugen schnell unangenehm werden. Was steht Passagieren zu, wenn sich die Kabine unerträglich aufheizt?

Braunwald beendet den klassischen Skibetrieb ab der Wintersaison 2026/27. Die Sportbahnen begründen den Schritt mit anhaltenden Verlusten und veränderten klimatischen Bedingungen, während ein gemeinsamer Zukunftsprozess die weitere touristische Entwicklung der Destination vorbereiten soll.

PiNCAMP meldet Veränderungen im Buchungsverhalten von Campern in Europa. Nach Daten der Plattform wachsen Buchungen im Frühjahr und Herbst stärker als in den klassischen Sommerferien, während nordeuropäische Reiseziele zulegen.

Pierre & Vacances-Center Parcs hat ein vollständig finanziertes Übernahmeangebot von Mubadala Capital erhalten. Die geplante Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung wesentlicher Aktionäre und weiterer Genehmigungen.

Mehr als eine Milliarde Euro liegen im Reisesicherungsfonds – Tui kritisiert eine fehlende Anlagestrategie und fordert spürbare Entlastung für die Branche, und damit für die Urlauber.

Der Sommer-Reisereport 2026 von Opodo zeigt eine anhaltend starke Nachfrage der deutschen Urlauber nach südeuropäischen Zielen, angeführt von Spanien. Gleichzeitig gewinnen Ziele wie Lanzarote und Podgorica stark an Beliebtheit.

Die Staatsanwaltschaft München hat das Ermittlungsverfahren zur Insolvenz der FTI Group eingestellt, da sich der Verdacht auf Insolvenzverschleppung oder Betrug nicht erhärtet hat.