Übernachtungszahlen in Italien steigen auf niedrigem Niveau

| Tourismus Tourismus

Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland ist in Italien in den Sommermonaten 2021 deutlich gestiegen. Das Institut Centro Studi Turistici (CST) aus Florenz und der Unternehmensverband Assoturismo Confesercenti in Rom schätzen die Zahl der Übernachtungen auf etwa 35 Millionen zwischen Juni und August, wie die Nachrichtenagentur Ansa am Samstag berichtete.

Die Zahlen seien höher als noch im vergangenen Corona-Sommer 2020 als rund 28 Millionen Übernachtungen aus dem Ausland registriert wurden. An Vor-Corona-Zeiten kommen sie allerdings nicht heran. Im Sommer 2019 verzeichneten die Experten mehr als 100 Millionen Auslandsübernachtungen.

Unter Berufung auf das CST und Assoturismo Confesercenti kamen die Menschen laut Ansa hauptsächlich aus der EU. Die Zahlen erholten sich demnach vor allem bei Touristen aus Deutschland, Österreich, den Niederlanden, der Schweiz und Frankreich. Beim Tourismus aus Russland seien sie dagegen eingebrochen.

Die steigenden Urlauberzahlen zur Sommerzeit sind offenbar auch in Südtirol spürbar. Im Gebiet um die bekannte Wander- und Skirundtour Sellarunde in den Dolomiten östlich von Bozen waren in diesem Sommer wieder zahlreiche Touristen mit ihren Autos unterwegs - zum Ärger von manchen Südtirolern.

Die Zeitung «La Repubblica» zitierte in ihrer Samstagsausgabe Bergsteigerlegende Reinhold Messner, der von einer Verschlechterung im Vergleich zu den Vorjahren sprach. «Geparkte Autos überall: auf den Straßen, in den Wiesen, in den Wäldern. Ist das die Berglandschaft, die wir unseren Gästen schenken wollen?» Über zu viele Touristen in den Naturgegenden gibt es schon seit Jahren Streit. Messner forderte, dass die Menschen vom Tal aus auf anderem Wege in die Berge gelangen können müssten, um die «Autolawinen» aus der Landschaft raus zu halten. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine Untersuchung des Deutschen Tourismusverbandes und des Deutschen Instituts für Tourismusforschung zeigt eine hohe Reisebereitschaft für den Sommer. Trotz gestiegener Kraftstoff- und Kerosinpreise planen 62 Prozent der Deutschen eine Urlaubsreise.

Rund zwei Stunden ging nichts mehr bei der Deutschen Bahn. Welchen Grund der Konzern nannte, was Reisende erlebten und wie lange es wohl noch Verspätungen und Ausfälle geben wird.

Der große Freizeitpark-Check für das Jahr 2026 kürt den südbadischen Europa-Park zum besten Freizeitpark in Deutschland. Neben den Branchenriesen überzeugen im aktuellen Ranking vor allem regionale Familienparks und spezialisierte Anlagen.

Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen - und Verspätungen: Ist die Klimaanlage an Bord defekt, kann es in Flugzeugen schnell unangenehm werden. Was steht Passagieren zu, wenn sich die Kabine unerträglich aufheizt?

Braunwald beendet den klassischen Skibetrieb ab der Wintersaison 2026/27. Die Sportbahnen begründen den Schritt mit anhaltenden Verlusten und veränderten klimatischen Bedingungen, während ein gemeinsamer Zukunftsprozess die weitere touristische Entwicklung der Destination vorbereiten soll.

PiNCAMP meldet Veränderungen im Buchungsverhalten von Campern in Europa. Nach Daten der Plattform wachsen Buchungen im Frühjahr und Herbst stärker als in den klassischen Sommerferien, während nordeuropäische Reiseziele zulegen.

Pierre & Vacances-Center Parcs hat ein vollständig finanziertes Übernahmeangebot von Mubadala Capital erhalten. Die geplante Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung wesentlicher Aktionäre und weiterer Genehmigungen.

Mehr als eine Milliarde Euro liegen im Reisesicherungsfonds – Tui kritisiert eine fehlende Anlagestrategie und fordert spürbare Entlastung für die Branche, und damit für die Urlauber.

Der Sommer-Reisereport 2026 von Opodo zeigt eine anhaltend starke Nachfrage der deutschen Urlauber nach südeuropäischen Zielen, angeführt von Spanien. Gleichzeitig gewinnen Ziele wie Lanzarote und Podgorica stark an Beliebtheit.

Die Staatsanwaltschaft München hat das Ermittlungsverfahren zur Insolvenz der FTI Group eingestellt, da sich der Verdacht auf Insolvenzverschleppung oder Betrug nicht erhärtet hat.