Übernahme durch Anex: Thomas-Cook-Reisemarke Neckermann wird türkisch

| Tourismus Tourismus

Die traditionsreiche Tourismusmarke «Neckermann Reisen» kommt in türkische Hände. Der türkische Reiseveranstalter Anex habe die Markenrechte sowie diverse Internet-Domains aus der Insolvenzmasse der deutschen Thomas Cook erworben, teilte die Kanzlei hww als Insolvenzverwaltung  mit.

Damit sei es innerhalb weniger Monate gelungen, sämtliche werthaltigen Vermögenswerte der deutschen Thomas Cook gewinnbringend zu veräußern. Der Deal steht noch unter dem Vorbehalt einer wettbewerbsrechtlichen Kartellprüfung. Angaben zum Erlös wurden nicht gemacht. Das Geld fließt nach Abzug der Verfahrenskosten den Gläubigern der Thomas Cook zu.

Die deutsche Thomas Cook war in den Sog der Pleite des britischen Mutterkonzerns geraten und hatte im Herbst Insolvenz angemeldet. Da ein Verkauf als Ganzes scheiterte, wurde das Unternehmen mit Sitz in Oberursel bei Frankfurt in Teilen verkauft. So sicherte sich Galeria Karstadt Kaufhof 106 Reisebüros und die deutsche Online-Plattform. Die Callcenter wurden an die Münchener Dubag-Gruppe verkauft.

Anex ist nach eigenen Angaben 1996 gegründet worden und beschäftigt rund 6500 Mitarbeiter. Jährlich würden mehr als vier Millionen Gäste betreut. Das Unternehmen hatte aus dem Nachlass der zahlungsunfähigen Thomas Cook bereits den Türkeispezialisten Öger Tours und den Last-Minute-Anbieter Bucher Reisen mit insgesamt 84 Mitarbeitern übernommen.

«Mit dem erfahrenen Reiseveranstalter Anex, der im Besonderen im russischen Markt sehr stark ist, wird die Marke Neckermann sicher eine weiterhin starke Marktpräsenz erfahren», erklärte Thomas-Cook-Insolvenzverwalter Ottmar Hermann.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Mit mehreren Neuheiten startet der Europa-Park in Rust in die neue Saison. Ein neuer Themenbereich sowie neue gastronomische Angebote winken Besucherinnen und Besuchern zum offiziellen Saisonstart am 28. März.

Sie zählt zu den eindrucksvollsten Naturerlebnissen am Bodensee: Ab Samstag soll die Marienschlucht wieder begehbar sein. Was Familien, Wanderer und Naturliebhaber dort erwartet.

Die Schwarzwald Tourismus GmbH entwickelt ein dezentrales Hotelkonzept, das bestehende Dorfstrukturen nutzt und Leerstände reduzieren soll. Das vom Land Baden-Württemberg geförderte Projekt verzichtet auf Neubauten und integriert lokale Betriebe in die touristische Wertschöpfung.

Die Schweiz plant eine zusätzliche Gebühr für Autofahrer, die das Land nur durchqueren. Das Parlament hat einer entsprechenden Transitabgabe für ausländische Reisende zugestimmt. Ein konkreter Zeitpunkt für die Einführung der Transitgebühr steht derzeit noch nicht fest.

Der Nahost-Krieg bringt Bewegung in den Reisemarkt: Urlauber meiden einzelne Regionen, wählen andere Ziele und müssen sich womöglich auf steigende Preise einstellen.

Eine aktuelle Analyse des Reiseportals Opodo belegt für das Frühjahr 2026 eine starke Nachfrage nach Reisen zwischen Deutschland und Südeuropa. Während Spanien das Hauptziel deutscher Urlauber bleibt, stellen Spanier gleichzeitig die größte Gruppe internationaler Gäste in deutschen Metropolen dar.

Eine aktuelle Auswertung von 1,7 Millionen Online-Rezensionen kürt das Frankenlagune Wellness-Center zur beliebtesten Therme Deutschlands. Während bayerische und norddeutsche Saunen die Spitzenplätze belegen, bilden Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern und Hessen das Schlusslicht des Rankings.

Eine aktuelle Umfrage von Holidu unter 2.500 europäischen Gastgebern weist Deutschland als Spitzenreiter bei der Gästetreue aus. Knapp 70 Prozent der heimischen Vermieter setzen auf Stammkunden und priorisieren dabei den persönlichen Kontakt gegenüber Preisrabatten.

Alltours erweitert seine Eigenmarke Alltoura Club Hotels zur Sommersaison 2026 um zwei neue Anlagen auf Kos und Rhodos. Die Hotels setzen auf ein umfassendes All-inclusive-Konzept mit Fokus auf Sport, Wellness und Kinderbetreuung.

Ein Tag früher ankommen als gebucht, das hört sich erst mal gut an. Doch es ist auch eine zusätzliche Hotelnacht. Ob eine Fluggesellschaft dafür aufkommen muss, hat ein Gericht in Bayern beschäftigt.