Urlaub in Griechenland boomt: Ankünfte im Juni verdreifacht

| Tourismus Tourismus

Der griechische Tourismus boomt: Im Vergleich zum schwachen, von der Corona-Pandemie geprägten Vorjahr sind im Juni dieses Jahres am Athener Flughafen und Regionalflughäfen wie Kreta, Skiathos und Mykonos fast 3,5 Millionen Gäste angekommen. Das seien dreimal so viele wie im Juni 2021, sagte Tourismusminister Vassilis Kikilias am Dienstag dem Staatssender ERT. 14 der griechischen Regionalflughäfen werden vom Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport betrieben.

Der Wert im diesjährigen Juni übertreffe sogar leicht den Juni vor drei Jahren, sagte Kikilias. Das wiederum könnte einen neuen Rekord ankündigen, denn 2019 galt als das beste Jahr, das Griechenland jemals im Bereich Tourismus verzeichnet hat. Gezählt wurden damals - im letzten Sommer vor Corona - rund 33 Millionen Urlauber, gut dreimal so viele, wie das Land Einwohner hat.

Durch die Sanktionen gegen Russland und damit den Wegfall russischer Urlauber sei Griechenland kein nennenswerter Schaden entstanden, sagte Kikilias weiter. Steigende Zahlen von Besuchern aus Balkanländern wie Serbien, Rumänien und Bulgarien hätten den Wegfall wettgemacht. Der Vorteil für Reisende vom Balkan: Sie können binnen weniger Stunden mit dem Auto nach Griechenland gelangen.

Kikilias betonte, dass die Regierung auch weiterhin darauf setze, die Tourismussaison Richtung Dezember auszudehnen. Schon vor zwei Wochen hatte der Minister die Deutschen im Interview mit der «Bild»-Zeitung dazu aufgerufen, den Winter in Griechenland zu verbringen, um der drohenden Energieknappheit zu entgehen.

Die Einladung gelte im Übrigen nicht nur für Deutsche, sondern sämtliche Nordeuropäer, etwa Norweger, Schweden und Finnen, stellte Kikilias nun klar. Die Energiekrise sei eine Tatsache und das Klima werde in Nordeuropa bereits ab September kalt und rau. Zwar eignen sich nicht alle Regionen Griechenlands für die Überwinterung, weil es zum Beispiel im Norden des Landes durchaus schneit und friert. Auf Inseln wie Kreta und auch im Süden der Halbinsel Peloponnes bleibt es jedoch relativ mild. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Tui spürt weiterhin die Folgen des Iran-Kriegs, viele Menschen buchen ihren Urlaub zudem später. Doch es gibt auch Lichtblicke. Was erwartet Europas größter Reisekonzern für die Wintersaison?

Wandern ist nicht nur eine beliebte Freizeitaktivität in der Natur. Es bringt auch Geld in ländliche Regionen. Touristiker ersinnen daher neue Angebote rund ums Wandern - auch in extremen Varianten.

Eine aktuelle YouGov-Studie im Auftrag von Evaneos beleuchtet das Reiseverhalten der Deutschen in den kommenden Jahren und zeigt auf, welche Aktivitäten und Kriterien die Urlaubsplanung prägen.

Fast 44 Prozent für die als gesichert rechtsextrem eingestufte AfD bei der Landtagswahl. Schreckt das Touristen ab? Diese Stimmen kommen aus dem Harz.

Eine neue Auswertung von Fit Reisen zeigt, welche deutschen Berge auf Instagram am häufigsten geteilt werden und wo Wanderer noch Ruhe finden.

Dertour hat das Reiseverhalten für den Sommer 2026 analysiert und verzeichnet einen gestiegenen Last-Minute-Anteil sowie stabile Präferenzen bei Luxus- und All-inclusive-Reisen.

Wald, Wartburg, Weimar - das verbinden viele Touristen mit Thüringen. Doch der Tourismus im Freistaat hat sich in den vergangenen zehn Jahren nur verhalten entwickelt. Wie sich das ändern soll.

Alltours verzeichnet seit fünf Jahren ein jährliches Wachstum der bis September eingegangenen Fernreisebuchungen. Als Reaktion erweitert der Veranstalter sein Programm für die Wintersaison mit neuen Hotels, Flugverbindungen und ausgebauten Rundreisen.

Eine aktuelle Auswertung zeigt die häufigsten Reisebeschwerden österreichischer Urlauber im Sommer 2026, wobei vor allem die Themen Flugreisen, Unterkünfte und Mietwagen mit Frust verbunden waren.

Wieder einmal darf sich der Europa-Park über die Auszeichnung zum «besten Freizeitpark der Welt» freuen. Dabei setzt er sich erneut gegen namhafte Konkurrenz durch.