Urlaub wird teurer: Höhere Preise bei Mietwagen und Ferienwohnungen

| Tourismus Tourismus

Sinkende Inzidenzwerte, Corona-Lockerungen und eine steigende Impfquote verbessern die Aussichten auf baldige Urlaubsreisen im Jahr 2021. Diese Momentum macht sich auch bei den Buchungszahlen und Suchanfragen für Leihwagen wie Ferienwohnungen bemerkbar, wie die Mietwagen-Plattform billiger-mietwagen.de und die Suchmaschine für Ferienhäuser Holidu ausgewertet haben. Demnach planen aktuell immer mehr Menschen eine Urlaubsreise, denn wie die Zahlen belegen, hat sich das Interesse seit April mehr als verdreifacht. Ein Vergleich mit Preisen aus dem Jahr 2019 zeigt jedoch auf, dass Reisende dieses Jahr mit teureren Preisen rechnen müssen.

Positive Entwicklungen animieren Reisende zu Buchungen

Wie die Analyse anführt, scheinen die Menschen in Deutschland nur auf positive Nachrichten in der Pandemie-Bekämpfung gewartet zu haben. Während im Vergleich zum April die Suchanfragen für Ferienwohnungen in Deutschland sich bei Holidu fast verdoppelt haben (+98 Prozent), stiegen die Buchungszahlen bei billiger-mietwagen.de um das Dreifache auf über 10.000 Mietwagentage an (+200 Prozent).

Preise in Deutschland und weltweit gestiegen

Die Suche nach preiswerten Angeboten wird für Verbraucher:innen dabei aktuell deutlich schwerer: Zum einen führt die akut steigende Nachfrage zu einer höheren Konkurrenzsituation. Zum anderen sind die Preise für Mietwagen sowie Feriendomizile im Vergleich zu vor der Pandemie teilweise deutlich angestiegen: In Deutschland müssen Mietwagen-Fahrende demnach im Schnitt mit 20 Prozent höheren Preisen rechnen. Bei Mietwohnungen ist diese Preisentwicklung mit über 30 Prozent noch stärker spürbar.

Diese Verteuerung gilt jedoch nicht nur für den deutschen Markt, sondern auch für weitere Reiseziele in Europa: In Frankreich sind Mietwagen und Ferienwohnungen nun 14 bzw. 32 Prozent teurer, in Großbritannien sogar 35 bzw. 55 Prozent. Auch außerhalb Europas haben die Anbieter die Kosten angezogen: In den Vereinigten Staaten sind die Abgaben für Leihautos und Ferienwohnungen jeweils um rund 20 Prozent angestiegen, in Mexiko um bis zu 56 Prozent.

Diese Länder locken mit günstigeren Preisen

Während die Mietpreise in diversen Ländern mitunter deutlich angestiegen sind, finden Reisende in den Destinationen Portugal sowie der Türkei günstigere Angebote als noch vor der Pandemie: In Portugal kosten Mietwagen derzeit im Schnitt rund 20 Prozent und Ferienwohnungen rund 10 Prozent weniger. In der Türkei ist der Preisunterschied mit 30 Prozent günstigeren Leihwagen und 15 Prozent billigeren Mietapartments dabei noch größer. Auch in Dänemark finden Reiselustige mit durchschnittlich bis zu 20 Prozent niedrigeren Gebühren vermehrt preiswertere Angebote.

Unterkünfte mit Parkplatz verstärkt im Trend

Die Fahrt im Auto ist aufgrund ihrer kontaktarmen Gegebenheiten in der Pandemie eine sicherere Fortbewegungsmethode hinsichtlich Ansteckungsgefahren, sofern auch im Fahrzeug die geltenden Haushalts-Regeln eingehalten werden. Dass Urlauber seit Corona verstärkt auf die Anreise mit einem Pkw setzen, belegen die Zahlen von Holidu: Im Vergleich zu 2019 werden Apartments mit Parkplatz 40 Prozent häufiger gesucht.

Frieder Bechtel von billiger-mietwagen.de: "Die Preisentwicklungen hängen mit den Entwicklungen der Mietwagen-Flotte und der Nachfrage zusammen. Einreise für Urlaub in Türkei und Portugal ist schwer möglich oder mit Quarantäne verbunden, woraus geringe Nachfrage und niedrige Preise resultieren. Sobald Einreise für Touristen möglich wird, rechnen wir mit stark steigenden Preisen."


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die GBTA erwartet für 2026 Geschäftsreiseausgaben von 404 Milliarden Euro in Europa. Während die Ausgaben um sieben Prozent steigen sollen, wächst die Zahl der Reisen laut Prognose lediglich um 0,7 Prozent. Deutschland bleibt der größte europäische Geschäftsreisemarkt.

Das Ferienhaus-Portal Holidu hat das Suchinteresse bei Google für deutsche Kleinstädte mit weniger als 20.000 Einwohnern ausgewertet. Dabei führen Füssen und Winterberg das aktuelle Ranking an.

Hunderttausende Touristen zieht es Jahr für Jahr an die gleichen Orte. Die Europäische Kommission will die Länder dabei unterstützen, Folgen auszugleichen - und Europas Tourismus stärken.

Booking.com hat seine Reiseprognosen für 2027 veröffentlicht. Eine Befragung in Deutschland zeigt veränderte Urlaubswünsche – von stimmungsbasierter Reiseplanung über unterschiedliche Budgetvorstellungen bis zum Einsatz künstlicher Intelligenz.

Der Fahrradtourismus hat 2025 in Deutschland einen Bruttoumsatz von 18,1 Milliarden Euro ausgelöst. Eine neue Untersuchung des Deutschen Tourismusverbandes zeigt zudem, wo weiteres Nachfragepotenzial besteht.

Regen statt Schnee und hohe Betriebskosten: Am Kolben in Oberammergau wird nach 15 Jahren der klassische Wintersportbetrieb eingestellt. Was die Betreiber zu dem Schritt sagen.

Nach dem Spatenstich für die Munich Arena in Freising prognostiziert eine Deloitte-Studie eine jährliche Bruttowertschöpfung von rund 355 Millionen Euro für die Region. Von zusätzlicher Nachfrage sollen auch Hotellerie und Gastronomie profitieren. Zum Projekt gehört ein Tempo by Hilton mit 199 Zimmern.

Center Parcs Deutschland steigerte im Geschäftsjahr 2025/26 die Auslastung seiner sechs Ferienparks auf 80,8 Prozent. Besonders die Nachfrage nach Aufenthalten außerhalb der Schulferien nahm zu.

Vor Flügen in die Vereinigten Staaten muss ab Mitte nächster Woche eine zusätzliche Erklärung abgegeben werden. Der Hintergrund ist der Ebola-Ausbruch im Kongo. Was US-Reisende wissen müssen.

Baden-Baden führt das Ranking der meistgesuchten deutschen Kurorte mit rund 451.000 monatlichen Suchanfragen an. Eine Auswertung von Fit Reisen zeigt außerdem regionale Unterschiede und abweichende Präferenzen in ausländischen Märkten.