Urlaubsbuchungen weiter auf Rekordniveau

| Tourismus Tourismus

Die Reiselust der Deutschen bleibt ungebrochen: Im abgelaufenen Touristikjahr 2023/24 verzeichnete der deutsche Reiseveranstaltermarkt ein Umsatzplus von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Preise sind im gleichen Zeitraum um 4 Prozent gestiegen, im letzten Jahr waren es noch 13 Prozent. Diese Erkenntnisse zeigt die neue Studie Travel Compass 2025 "Nahtlose Buchungserlebnisse entscheiden über den Erfolg in der Reisebranche", die PayPal in Zusammenarbeit mit Dr. Fried & Partner durchgeführt hat. Erstmals seit Jahren ist der Anstieg der Buchungszahlen nicht mehr nur preis-, sondern vor allem nachfragegetrieben - es verreisen wieder mehr Menschen.

Die Insolvenz des drittgrößten Reiseveranstalters FTI hatte im Sommer 2024 kurzfristig für Unsicherheiten gesorgt, wurde jedoch schnell durch hohe Neubuchungszahlen kompensiert. "Ein Großteil der stornierten FTI-Urlaubsreisen und gestrandeten FTI-Urlauber konnte auf andere Reiseveranstalter umverteilt werden", erklärt Jörg Kablitz, Managing Director von PayPal Deutschland, Österreich und Schweiz. Dabei wächst die Beliebtheit von Online-Buchungen weiter: 38 Prozent der Gesamtumsätze im Veranstaltermarkt wurden 2024 online erwirtschaftet - Tendenz steigend.

Reisebuchung im Wandel

Mit der Rückkehr des Wachstums rücken für Unternehmen zunehmend kundenzentrierte Buchungserlebnisse in den Fokus. "Reisende erwarten heute eine nahtlose Customer Journey, die unabhängig vom genutzten Gerät eine einfache und bequeme Buchung ermöglicht", erklärt Lisa Kexel, Leitung E-Commerce bei ADAC Reisevertrieb GmbH.

Besonders bei der mobilen Buchung gibt es Nachholbedarf: Kunden recherchieren ihre Reisen oft mobil, tätigen die Buchung jedoch am Desktop. Reiseanbieter investieren daher verstärkt in optimierte mobile Buchungsprozesse, um Abbrüche zu vermeiden und die Conversion zu steigern.

"Die Reisebranche wächst weiter - doch mit steigender Digitalisierung ändern sich auch die Erwartungen der Kund:innen. Ein einfaches, sicheres und nahtloses Buchungserlebnis wird zunehmend zum entscheidenden Faktor für den Buchungserfolg. Unternehmen, die Payment als integralen Bestandteil der Customer Journey verstehen, können nicht nur Kaufabbrüche reduzieren, sondern auch langfristige Kundenbindung stärken", erläutert Dr. Markus Heller, Managing Partner von Dr. Fried & Partner.

Zahlartenvielfalt als Erfolgsfaktor

Die Bedeutung von Payment als Conversion-Treiber wird laut der Studie noch immer unterschätzt. Dabei zeigen die Ergebnisse der Befragung:

  • 54 Prozent der Kunden erwarten bereits auf der Startseite Informationen zu den verfügbaren Zahlungsmethoden.
  • 60 Prozent der Reisenden priorisieren Sicherheit bei der Zahlung, während 47 Prozent eine einfache Handhabung besonders wichtig finden.
  • Jede(r) Dritte (35 Prozent) bricht die Buchung ab, wenn ihre bevorzugte Zahlungsmethode nicht verfügbar ist, weitere 30 Prozent schließen die Buchung zwar ab, sind aber unzufrieden.

Hohe Frühbucherquote deutet auf weiteres Wachstum hin

Auch das neue Reisejahr 2024/25 startet vielversprechend: Bis Januar wurden bereits 12,7 Milliarden Euro für Pauschal- und Bausteinreisen ausgegeben - das entspricht 58 Prozent des letztjährigen Gesamtumsatzes. Die Beliebtheit von Kreuzfahrten (+13 Prozent) und Gruppenreisen (+27 Prozent Umsatzwachstum) zeigt, dass Reisende weiterhin verstärkt auf Erlebnis- und Komfortreisen setzen.

"Die Vorzeichen für 2025 sind positiv", so Carsten Keil, CFO von Nicko Cruises. "Wir sehen, dass Kundinnen und Kunden wieder bereit sind, frühzeitiger zu buchen - und wer als Anbieter mit einem einfachen und sicheren Buchungsprozess überzeugt, kann sich langfristige Wettbewerbsvorteile sichern."


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Vom Meeresrauschen in den Schlaf gewiegt werden und morgens den Sonnenaufgang über der See beobachten: Schlafstrandkörbe sind beliebt. Über eine Erfolgsgeschichte aus dem Norden.

Eine aktuelle Analyse untersucht die Beliebtheit von 30 Alpendestinationen anhand von Instagram-Followerzahlen und Gastronomiebewertungen. Die Ergebnisse zeigen regionale Unterschiede in Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz.

Eine Umfrage unter Ferienhausvermietern zeigt, dass neben klassischen Verboten auch kurios anmutende Regeln existieren. Diese spezifischen Vorgaben sollen meist die Unterkunft vor Schäden bewahren und den Aufenthalt für alle Gäste sichern.

Strand, Altstadt oder Sehenswürdigkeit: Im Urlaub ist das Smartphone schnell gezückt. Doch wer die Fotos anschließend in sozialen Medien oder in größeren Chatgruppen teilt, sollte vorher genau hinschauen.

Der Wildes-Wasser-Weg in Bodenmais ist zum schönsten Wanderweg Deutschlands 2026 in der Kategorie Tagestouren gewählt worden. Insgesamt beteiligten sich über 52.000 Personen an der Abstimmung des Wandermagazins.

Das Statistische Bundesamt registriert für das erste Halbjahr 2026 gestiegene Preise für Flugtickets und Pauschalreisen. Dabei zeigen sich je nach Destination teils deutliche regionale Unterschiede bei den Kosten.

Die anhaltende Trockenheit im Hochsommer lässt die Pegelstände des Rheins in Hessen und Rheinland-Pfalz fallen und fallen - für Kabinenschiffe könnte es demnächst eng werden.

Ein aktueller Bericht offenbart wachsende Unterschiede im Reiseverhalten europäischer Nationen. Während Reisende in Deutschland ihre Ausgaben pro Trip erhöhen, setzen britische Urlauber auf eine höhere Frequenz.

Der Deutsche Tourismusverband hat seinen Praxisleitfaden für nachhaltigen Tourismus aktualisiert. Eine Studie zeigt gleichzeitig, dass zwar ein hohes Bewusstsein herrscht, aber oft personelle und finanzielle Kapazitäten fehlen.

Streit ums Handgepäck: Das Oberlandesgericht in Hamm kippt die Ein-Stück-Regel einer spanischen Fluggesellschaft. Zu den umstrittenen Maßen sagen die Richter aber nichts.