Urlaubsunterkunft online buchen: Ohne gute Fotos und Bewertungen geht nichts

| Tourismus Tourismus

Ist das Hotel seinen Preis wert? Wie sieht das Frühstück der Pension aus? Ist die Lage der Ferienwohnung so ruhig wie versprochen? Geht es um die Suche nach der perfekten Urlaubsunterkunft, spielen der Online-Aufritt und speziell die Bewertungen von Hotels, Ferienwohnungen und Co. eine entscheidende Rolle: 92 Prozent derjenigen, die Urlaubsunterkünfte online buchen, sagen, ohne aussagekräftige Fotos der Unterkunft buchen sie das Angebot nicht. Für rund zwei Drittel (68 Prozent) sind Online-Bewertungen anderer Reisender bei der Buchung entscheidend. 38 Prozent sagen, besonders wenige Bewertungen halten sie von der Buchung ab. Das sind Ergebnisse einer Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.005 Personen in Deutschland ab 16 Jahren, darunter 819 Personen, die Urlaubsunterkünfte online buchen.

43 Prozent derjenigen, die online buchen, schreiben demnach nach einer Reise in der Regel selbst Online-Bewertungen. 78 Prozent lesen Online-Bewertungen aber auch mit Vorsicht, in der Sorge, dass viele gefälscht sein könnten. „Die Auswahl an Urlaubsunterkünften im Netz wächst. Für Anbieter von sogenannten Fake-Bewertungen ist das ein lukrativer Markt. Entsprechende Agenturen werben mit individuell angepassten Rezensionen und hohen Umsatzsteigerungen“, so Nastassja Hofmann, Referentin Digitale Transformation beim Bitkom. „Um ihre Echtheit sicherzustellen, erlauben einige Buchungsplattformen daher nur Beiträge von Personen, die nachweislich eine Buchung über die Plattform getätigt haben, und überprüfen manuell und durch Algorithmen eingehende Bewertungen. Darüber hinaus können eine ungewöhnliche Wortwahl mit vielen Superlativen, wiederholte Phrasen oder eine auffällig hohe Anzahl von Bewertungen in kurzer Zeit Hinweise sein, dass der Autor die Unterkunft tatsächlich nie betreten hat.“

Insgesamt haben 81 Prozent der Deutschen schon einmal eine Urlaubsunterkunft online gebucht. Unter den Jüngsten zwischen 16 und 29 Jahren sind es sogar 92 Prozent, unter den Ältesten ab 65 Jahren immerhin eine Mehrheit von 59 Prozent. Weitere 8 Prozent sind grundsätzlich offen, in Zukunft Unterkünfte online zu buchen. Nur insgesamt 5 Prozent der Deutschen können sich hingegen gar nicht vorstellen, Urlaubsunterkünfte online zu buchen. Weitere 5 Prozent buchen generell keine Urlaubsunterkünfte.  

Das Ferienhaus an der Ostsee, das Mietauto für den Roadtrip oder der Flug nach Übersee - Urlaubsleistungen wie Unterkunft, Flug oder andere Transportmittel bucht generell die Hälfte (51 Prozent) der Deutschen am liebsten online, also zum Beispiel über Websites von Hotels oder Plattformen wie fluege.de oder Airbnb. Urlaubsleistungen offline zu buchen, also zum Beispiel das Reisebüro oder den Katalog eines Veranstalters, bevorzugt nur rund ein Drittel (33 Prozent). Dabei zeigen sich große Unterschiede zwischen den Altersklassen: 74 Prozent der Jüngeren zwischen 16 und 29 Jahren buchen bevorzugt online, 52 Prozent in der Altersklasse ab 65 Jahren lieber offline. Weitere 13 Prozent buchen selbst keine Urlaubsreisen oder machen generell keine Urlaubsreisen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Rund sechs Millionen Menschen besuchen jährlich die wohl berühmteste deutsche Kirche, den Kölner Dom. Bislang war das kostenlos. Für Besucher ändert sich das jetzt - doch es gibt Ausnahmen.

Eine aktuelle Studie von Booking.com verdeutlicht Diskrepanzen zwischen dem Wunsch nach nachhaltigem Reisen und dem tatsächlichen Handeln der verschiedenen Generationen.

Der Tourismus in Rheinland-Pfalz ist mit steigenden Gäste- und Übernachtungszahlen in das Jahr 2026 gestartet. Besonders die Regionen Rheinhessen, Mosel-Saar und Ahr legten im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr zu.

Der Deutsche Reiseverband hat die Bewerbungsphase für den Umweltpreis Ecotrophea 2026 eröffnet. Im Mittelpunkt der diesjährigen Auszeichnung steht die Zusammenarbeit zwischen Tourismusunternehmen und lokalen Gemeinden.

Eine neue Umfrage belegt, dass 34 Prozent der Deutschen ihren Sommerurlaub aufgrund begrenzter Budgets einschränken oder ganz darauf verzichten müssen. Dabei spielt die laufende Kostenkontrolle für die Mehrheit der Reisenden eine entscheidende Rolle.

Fertitta Entertainment hat eine Vereinbarung zur Übernahme von Caesars Entertainment geschlossen. Der Kaufpreis beläuft sich laut Unternehmensangaben auf 17,6 Milliarden US-Dollar einschließlich übernommener Schulden.

Tourismusunternehmen rund um den Bodensee ziehen überwiegend eine positive Zwischenbilanz zum Saisonstart 2026. Vor allem Schifffahrt, Freizeitziele und Bergbahnen melden stabile oder steigende Besucherzahlen.

Die Engpässe bei der Kerosinversorgung durch die Straße von Hormus sollen für Passagiere in Deutschland ohne Folgen bleiben. Der Flug in den Urlaub sei garantiert, versichern verschiedene Anbieter.

Trotz Rekord-Übernachtungszahlen 2025 steckt die Tourismuswirtschaft in Niedersachsen in einem Stimmungstief: Vor allem hohe Kosten für Energie und Lebensmittel sorgen viele Betriebe – doch es gibt Ausnahmen.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 83 Prozent der Briten Interesse an Reisen zu literarischen Schauplätzen oder Filmdrehorten haben. Dabei spielen besonders die Identifikation mit Charakteren und die visuelle Präsenz in Medien eine Rolle für die Reiseentscheidung.