Veranstalter bei Umbuchungen kulant

| Tourismus Tourismus

Das Reisen ist wieder möglich - allerdings mit eingeschränkter Auswahl und einer guten Portion Unsicherheit. Denn auch in Ländern und Regionen, die derzeit wieder bereist werden können, kann sich die Corona-Lage ändern.

Um trotzdem Pauschalurlauber zu einer Buchung zu bewegen, bieten die großen Reiseveranstalter kulante Umbuchungsbedingungen. Ändert sich die Situation am Reiseziel, können Urlauber noch relativ kurzfristig ihre Pläne ändern - und zum Beispiel die Reise verschieben oder auf ein anderes Ziel ausweichen. Die Regeln im Überblick:

Tui: Wer bei Tui eine Pauschalreise bis 30. September bucht, kann später noch bis 14 Tage vor Abreise flexibel umbuchen. Der ursprünglich gebuchte Urlaub muss im Zeitraum bis 31. Dezember 2020 liegen, die neue Reise darf dann bis 31. Oktober 2021 stattfinden. Eine kostenfreie Storno-Option gebe es nicht mehr, so Tui.

DER Touristik: Kostenfrei umgebucht werden können Pauschalreisen mit Abreise bis 30. September 2020 nach Ägypten, Tunesien, Marokko, in die Türkei und die Vereinigten Arabischen Emirate. Somit gilt das Angebot über die Reisewarnung hinaus, in einigen der Länder noch bis Ende August gilt. Bereits gebuchte Fernreisen und Reisen außerhalb des Schengenraums können derzeit bei terminierter Abreise bis 31. Oktober ohne Gebühren umgebucht werden.

Für Neubuchungen gilt bei DER Touristik: Wer bis 30. September für einen Zeitraum zwischen Anfang Oktober 2020 und Ende Oktober 2021 bucht, kann stets bis 14 Tage vor Abreise kostenlos umbuchen. Zum Unternehmen gehören die Veranstaltermarken Dertour, ITS, Jahn Reisen, Meiers Weltreisen und ADAC Reisen.

FTI: Bestehende Buchungen mit Reiseantritt bis Ende Oktober lassen sich spätestens zehn Tage vor Abreise kostenlos umbuchen. Die neue Reise darf dann bis Ende Oktober 2021 stattfinden.

Alltours: Wer eine Buchung mit Abreise bis Ende Oktober hat, kann derzeit 14 Tage vor Abreise kostenlos stornieren oder umbuchen. Urlaube mit Abreisedatum zwischen 1. November 2020 und 31. März 2021 können nach aktuellem Stand bis 15. Oktober 2020 gebührenfrei storniert oder umgebucht werden. Beide Angebote gelten allerdings nur für Neubuchungen - also für Reisen, die seit dem 29. Mai 2020 gebucht wurden.

Schauinsland Reisen: Eine Umbuchung ist hier laut Veranstalter bis auf weiteres kostenfrei - und zwar bis 22 Tage vor Abreise. Das Angebot für alle bereits getätigten Buchungen mit Abreise bis 31. Oktober 2020. Für Stornierungen gelten die üblichen Staffeln.

Die kulanten Umbuchungsoptionen der Veranstalter gelten in der Regel nicht für dynamisch paketierte Reisen, auch X-Produkte genannt, sowie etwa für Kreuzfahrten oder Kreuzfahrt-Kombinationen.

Wichtig zu wissen: Wenn für das gebuchte Land oder auch nur die Region, in der das Hotel liegt, eine Reisewarnung gilt, dann können Pauschalurlauber immer kostenlos den Vertrag kündigen. In der Regel sagt dann aber schon der Veranstalter von sich aus die Reise ab. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die WHO meldet mehrere Fälle einer Atemwegserkrankung auf einer Atlantik-Kreuzfahrt. Der Virus wird durch Nagetier-Kot übertragen, in seltenen Fällen auch von Mensch zu Mensch.

Im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb öffnen beliebte Berghütten wieder für die Sommersaison. Wo Wanderer jetzt einkehren und die Aussicht genießen können. Ein Überblick zu fünf möglichen Zielen.

Eine aktuelle Expedia-Studie belegt, dass Reisende pro Trip durchschnittlich 500 US-Dollar für Zusatzkäufe ausgeben. Besonders die Generation Z zeigt sich dabei kauffreudig und offen für neue Marken sowie flexible Zahlungsmodelle.

Der südlichste Kanton der Schweiz lockt mit alpiner Bodenständigkeit und italienischem Dolce Vita. Stiller Genuss und aufregender Glamour sind oft nur Minuten voneinander entfernt.

Festsitzenden Passagieren stehen Mahlzeiten und Erfrischungen zu. Doch was zählt als Erfrischung? Dazu urteilen Gerichte immer wieder. Eine Frage dabei: Was dient noch der Flüssigkeitszufuhr?

Düsseldorf richtet seinen Tourismussektor mit der neuen Strategie „Future of Tourism“ neu aus und setzt verstärkt auf Qualität statt Quantität. Ziel ist es, die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste zu steigern.

Eine neue Auswertung zeigt die beliebtesten Radfernwege Deutschlands für das Jahr 2026. Während der Weserradweg seine Spitzenposition verteidigt, zeigt sich ein deutlicher Trend zu Flussradwegen und Routen im süddeutschen Raum.

Das Urlaubsbarometer 2026 zeigt eine ungebrochene Reiselust in Österreich, wobei Sicherheit und Kosten zu den entscheidenden Faktoren bei der Zielwahl werden. Während Italien und Kroatien als Favoriten gelten, gewinnt Künstliche Intelligenz massiv an Bedeutung.

Die Fluggesellschaft Ryanair hat nach eigenen Angaben angekündigt, ihre Berliner Basis zum 24. Oktober 2026 zu schließen. Betroffen sind sieben stationierte Flugzeuge, die an andere Standorte innerhalb Europas verlagert werden sollen. Gleichzeitig soll das Flugangebot im Winterflugplan um 50 Prozent reduziert werden, wie das Unternehmen mitteilt.

Eine Untersuchung belegt eine hohe Pünktlichkeits-Disziplin deutscher Reisender und zeigt deutliche Unterschiede beim Bedürfnis nach persönlichem Freiraum. Während Senioren die größte Gelassenheit an den Tag legen, fordert die jüngere Generation verstärkt Distanz.