Verbraucher aus den USA besuchen 277 Webseiten vor der Reisebuchung

| Tourismus Tourismus

Reisende aus den USA besuchen heute 277 verschiedene Webseiten, bevor sie eine Reise buchen. Das ist laut Daten von Expedia mehr als siebenmal so viel wie 2013, als Reisende vor der Buchung 38 Webseiten besuchten. Damit liegen die US-Amerikaner deutlich an der Spitze. Im Durchschnitt der sieben untersuchten Länder Kanada, USA, Mexiko, UK, Frankreich, Japan und Australien riefen die Nutzer vor der Buchung 141 Webseiten auf. 

Den Daten zufolge beträgt die Gesamtzeit, die allein in den 45 Tagen vor der Buchung benötigt wird, durchschnittlich 303 Minuten. Vor allem am Tag der eigentlich Buchung werden bis zu 25 Webseiten besucht, in der frühen Planungsphase sind es durchschnittlich 2,5 Seiten pro Tag. Die Seitenaufrufe erstrecken sich dabei über eine Reihe von Websites, von Online-Reisebüros über Fluggesellschaften, Hotels bis hin zu Meta-Reise-Websites.

Bei diesen Besuchen geht es nicht einfach darum, Fluginformationen oder Wegbeschreibungen noch einmal zu überprüfen. Es geht um die aktive Suche nach Informationen, die erfolglos bleibt, und dann geht die Suche erneut weiter. Laut der Studie springen Reisende in den 45 Tagen vor einem Kauf zwischen Webseiten hin und her, bevor sie sich für einen Kauf entscheiden.

So ergab die Umfrage beispielsweise, dass die meisten Reisenden (89 Prozent), nachdem sie mit einer OTA begonnen haben, anschließend eine andere Reisewebsite aufrufen, beispielsweise eine Fluggesellschaft, ein Hotel oder eine Meta-Reisewebsite. 

Dieser zusätzliche Zeit- und Energieaufwand vor der Buchung ist eines der wichtigsten Verkaufsargumente für Reiseberater, insbesondere für diejenigen mit Erfahrung in Segmenten, die aufgrund der schwierigen Navigation in einer unübersichtlichen Online-Welt immer komplexer werden.  


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine Analyse von Fit Reisen identifiziert die führenden Hamams in Deutschland. Das Ranking liefert Einblicke in die Qualitätsstandards der Branche und zeigt, welche Betriebe durch authentische Rituale und Kundenzufriedenheit überzeugen.

Der aktuelle Kurtaxen-Check 2026 offenbart große preisliche Diskrepanzen zwischen deutschen Ferienregionen. Während die Nordseeinseln die preisliche Spitze anführen, haben über 60 Gemeinden ihre Abgaben teils drastisch erhöht.

Eine Auswertung von Google-Rezensionen zeigt die Qualitätsunterschiede an deutschen Hauptbahnhöfen. Während touristisch geprägte Stationen und Stadtstaaten glänzen, fallen einige Großstädte und regionale Knotenpunkte aufgrund von Sauberkeitsmängeln deutlich ab.

Sachsens Tourismus verzeichnet 2025 leichte Einbußen. Doch Chemnitz und Umgebung profitieren von einem Ass im Ärmel. Hoffnung macht steigendes Interesse aus Ostasien.

Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) hat das offizielle Programm für den 14. Tag des barrierefreien Tourismus bekanntgegeben. Die Fachveranstaltung findet am 4. März 2026 im Rahmen der ITB in Berlin statt.

Eine aktuelle Datenanalyse von SumUp belegt deutliche Umsatzsteigerungen in deutschen Skigebieten. Vor allem in Süddeutschland profitieren Hotellerie, Gastronomie und der touristische Handel massiv von der Kombination aus gutem Winterwetter und sportlichen Großereignissen.

Ein neuer Trendreport von Accor und Globetrender prognostiziert für 2026 einen Wandel im Reiseverhalten: Deutsche Urlauber suchen verstärkt nach emotionaler Resonanz, authentischen Erlebnissen und der Vereinbarkeit von gewohntem Lifestyle und Reisen.

Eine Reise nach Helgoland buchten 2025 weniger Urlauber als im Jahr davor. Die Tourismusdirektorin nennt die Gründe und gibt einen Ausblick auf zwei besondere Daten in diesem Jahr.

Der europäische Tourismus zeigt sich zum Jahreswechsel 2025/2026 widerstandsfähig. Während die Besucherzahlen moderat steigen, nehmen die Ausgaben deutlich zu. Trends wie Reisen in der Nebensaison und das Interesse an nordeuropäischen Zielen prägen das Bild, während für 2026 starke Impulse aus Asien erwartet werden.

Berlins Übernachtungszahlen sinken leicht auf 29,4 Millionen, während München und Hamburg ihr Vorkrisenniveau bereits übertreffen. Visit-Berlin-Chef Kieker und Senatorin Giffey führen die Stagnation auf die mangelnde internationale Anbindung der Hauptstadt zurück und kritisieren auch die Bundesregierung.