Verbraucherzentrale: Alten Reisegutschein gegen insolvenzgeschützten tauschen

| Tourismus Tourismus

Pauschalurlauber sollten alte Reisegutscheine in neue, gegen eine Insolvenz abgesicherte Gutscheine eintauschen. Dazu rät die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

Urlauber, die von ihrem Veranstalter in den vergangenen Monaten einen Gutschein für eine ausgefallene Reise bereits erhalten haben, werden laut der Empfehlung der Verbraucherschützer am besten jetzt aktiv: Sie sollten ihren Anbieter auffordern, den Gutschein entsprechend der neuen Gesetzeslage anzupassen oder umzutauschen.

Kein Insolvenzrisiko mehr für Pauschalurlauber

Die Bundesregierung hat Anfang Juli beschlossen, Reisegutscheine gegen eine Insolvenz abzusichern. Geht der Veranstalter zum Beispiel Corona-bedingt pleite und kann nur einen Teil des Gutscheinwertes auszahlen, kommt der Staat für den Restbetrag auf. Allerdings haben Veranstalter bereits direkt nach Ausbruch der Pandemie angefangen, Gutscheine für gestrichene Urlaube auszugeben - also vor der Verabschiedung des Gesetzes. Wer den alten Gutschein anpassen lässt oder gegen einen neuen tauscht, sei nun gegen Pleiten abgesichert, erläutern die Verbraucherschützer.

Keine Extrakosten für Verbraucher

Für die Anpassung oder den Umtausch des alten Gutscheins dürften keine Gebühren anfallen, betont die Verbraucherzentrale. Außerdem muss vermerkt sein, dass der Gutschein wegen der Pandemie ausgestellt wurde, da er dann nur bis 31. Dezember 2021 gilt. Ist er bis dahin nicht eingelöst worden, steht betroffenen Pauschalurlaubern die unverzügliche Rückerstattung ihrer Vorauszahlungen zu.

Ohnehin müssen Pauschalurlauber laut Gesetz keinen Gutschein akzeptieren, wenn die Corona-Pandemie ihre Reise vereitelt hat. Die Gutscheinannahme ist freiwillig. Verbraucher haben immer auch die Möglichkeit, ihr Geld vom Reiseveranstalter zurückzubekommen. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Berlin hat im laufenden Jahr bisher weniger Besucherinnen und Besucher angezogen als in den Vorjahren. Knapp 9,2 Millionen Gäste besuchten in den ersten neun Monaten 2025 die Hauptstadt.

​​​​​​​Tripadvisor hat seine Finanzergebnisse für das dritte Quartal 2025 bekannt gegeben und gleichzeitig eine tiefgreifende Umstrukturierung eingeleitet. Diese Neuausrichtung soll das Unternehmen als einen durch Erlebnisse geführten und KI-fähigen Konzern positionieren. Als Folge der strategischen Verschiebung wird ein Personalabbau vorgenommen.

Die Europäische Union hat einen entscheidenden Schritt zur Harmonisierung der Emissionsberechnung im Transportwesen vollzogen. Nach langjährigem Prozess wurde eine politische Einigung erzielt. Diese schafft einen gemeinsamen Rahmen und legt eine einheitliche Methode zur Berechnung von Treibhausgasemissionen im Güter- und Personenverkehr fest.

Mehrere Millionen Menschen reisen jedes Jahr in ein kleines südbadisches Dorf, um den Europa-Park zu besuchen. Eine Schweizer Familie knackt eine besondere Marke - und bekommt Geschenke.

Sommer, Sonne, volle Strände – so stellen sich viele den Urlaub in Schleswig-Holstein vor. Doch auch im Winter zieht Deutschlands nördlichstes Bundesland zahlreiche Besucher an. Besonders der Dezember gilt als kleine Hochsaison.

Walfleisch und unversteuerte Zigaretten finden Beamte in Kiel und Hamburg immer wieder im Reisegepäck: Besonders während der Kreuzfahrt-Saison sind die Beamten von Zoll und Bundespolizei gefordert.

Die niedersächsische Tourismusbranche steht durch den Klimawandel vor großen Herausforderungen. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass fast 80 Prozent der Betriebe bei der Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen vor allem an den Kosten scheitern.

Thüringens Tourismusbranche hat im vergangenen Jahr mehr Umsatz erwirtschaftet. Tagesausflüge sorgen für fast die Hälfte. Wie viel geben Besucher im Schnitt aus – und wer profitiert am meisten?

Die Nachfrage nach Outdoor-Aktivitäten in deutschen Urlaubsregionen ist auch in den Herbst- und Wintermonaten groß. Eine aktuelle Analyse zeigt, welche Regionen dabei am beliebtesten sind und welche Aktivitäten im Fokus stehen.

Die klassischen Kennzahlen zur Messung des touristischen Erfolgs, wie Ankünfte und Übernachtungen, reichen nicht mehr aus, um die Entwicklung einer Destination ganzheitlich zu beurteilen. Zu diesem Schluss kamen Fachleute aus Tourismus und Wissenschaft beim dritten Jahresdialog des Bayerischen Zentrums für Tourismus (BZT) in Kempten.