Visit Berlin: Berliner Tourismusbranche kann Verluste nicht ausgleichen

| Tourismus Tourismus

Die Verluste der Berliner Tourismusbranche durch die Corona-Pandemie lassen sich aus Sicht von Marketing-Experten in den kommenden Monaten nicht ausgleichen. Er glaube nicht, dass das möglich sei, sagte Burkhard Kieker, Chef der Berliner Tourismusgesellschaft Visit Berlin, am Freitag dem RBB-Inforadio. «Ein Hotelzimmer ist wie Gemüse auf dem Markt: Was an dem Tag nicht verkauft wird, ist verdorben.»

Es habe in der Branche einen totalen Einbruch gegeben. «Wir hatten vielleicht noch Auslastungen von drei bis fünf Prozent in den Hotels», sagte Kieker. «Das waren Geschäftsreisende, die unbedingt hierherkommen mussten.» Viele Häuser hätten schließen müssen, einige nur eine Etage offen gehabt: «Ein trauriges Bild über drei Monate. Insofern sind wir froh, dass es am Montag wieder losgeht.» Ab dem 25. Mai dürfen in Berlins Hotels und Pensionen erneut Touristen übernachten.

Berlin sei das Schaufenster Deutschlands, und daran ändere sich auch nichts, betonte der Experte. Das Tourismusmarketing werde aber den Fokus etwas erweitern: «Wir glauben nicht, dass die Menschen Lust haben auf enges Großstadtgewimmel.» Deshalb setze die neue Werbekampagne, die in der kommenden Woche bundesweit starten soll, darauf zu zeigen, dass es in der Hauptstadt auch viel Grün gebe.

(dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Griechenland bleibt trotz Krisen Magnet für Urlauber, während Zypern um Vertrauen wirbt. Was die geopolitische Lage für Ihre Sommerpläne bedeutet – und wo es Hoffnung auf Erholung gibt.

Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer feiert 2026 sein 40-jähriges Jubiläum. Mittendrin in diesem so wichtigen Lebensraum liegen die sieben Ostfriesischen Inseln. Und das frisch rezertifiziert als Partner der Nationalparkverwaltung.

Kerosin kostet infolge des Iran-Kriegs viel mehr. Das geht auch an Urlaubern nicht spurlos vorbei, denn es hat Auswirkungen auf die Reisepreise. Auch nachträgliche Erhöhungen können rechtens sein.

Das Kabinenpersonal von Deutschlands größter Airline ist zum Streik aufgerufen. Welche Flüge betroffen sein können und welche Rechte betroffene Reisende haben - der Überblick.

Die griechische Hotelgruppe Domes Resorts hat eine Mehrheitsbeteiligung an Casa Collective erworben. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde eine entsprechende Vereinbarung mit Goldman Sachs geschlossen. Casa Collective ist die Plattform hinter den Hotelmarken Cook’s Club und Casa Cook.

Die Urlaubsinsel Capri führt eine «Anti-Belästigungs-Verordnung» ein: Aufdringliches Ansprechen von Touristen, Flyer oder Lockangebote in Restaurants werden jetzt mit bis zu 500 Euro Strafe geahndet.

Flusskreuzfahrten als Impuls für Hamburgs City: Neue Anleger mit guter Anbindung für Touristen, die Geld in Restaurants und Läden lassen sollen. Rot-Grün will Flusskreuzfahrten für die Stadt nutzen.

Venedig kostet seit letztem Freitag wieder Eintritt: zehn Euro pro Tag. An insgesamt 60 Terminen bis Ende Juli werden Kurzbesucher in der italienischen Lagunenstadt dieses Jahr erneut zur Kasse gebeten.

Krisen wie im Nahen Osten bringen Urlaubspläne ins Wanken: Laut einer Umfrage ändern 16 Prozent der Deutschen mit Plänen für Ostern oder die kommenden drei Monate ihre Reise – einige verzichten ganz.

Die Lufthansa bekennt sich endlich zu ihrer vollständigen Geschichte. Doch zum 100. Jahrestag des Erstflugs steht das Unternehmen nicht allzu glänzend da. Neue Turbulenzen zeichnen sich ab.