Weniger Reisen insgesamt – Geschäftsreisen legen deutlich zu

| Tourismus Tourismus

Reisende aus Deutschland haben im Jahr 2025 insgesamt 274 Millionen Privat- und Geschäftsreisen mit mindestens einer Übernachtung im In- oder Ausland unternommen. Damit sank die Zahl der mehrtägigen Reisen gegenüber 2024 um 1,1 Prozent. Gleichzeitig erreichten die Inlandsreisen einen Rekordwert, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am 17. August 2026 mitteilte.

Die Zahl der Inlandsreisen stieg demnach gegenüber 2024 um 3,9 Prozent auf 169 Millionen. Damit lag sie zugleich 5,0 Prozent über dem Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019.

Anders entwickelte sich der Reiseverkehr ins Ausland. Destatis registrierte für 2025 105 Millionen Auslandsreisen. Das waren 8,3 Prozent weniger als 2024, aber 5,4 Prozent mehr als 2019.

Geschäftsreisen tragen zum Anstieg der Inlandsreisen im Jahr 2025 bei

Zum Anstieg der Inlandsreisen hätten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vor allem geschäftliche Reisen beigetragen. Die Zahl der Geschäftsreisen erhöhte sich 2025 gegenüber dem Vorjahr um 10,5 Prozent auf 41 Millionen.

Damit näherte sich die Zahl der dienstlichen Reisen weiter dem Niveau vor der Corona-Pandemie. Gegenüber 2019 wurden lediglich 0,2 Prozent weniger Geschäftsreisen registriert.

Bei den privaten Reisen verlief die Entwicklung anders. Rund 233 Millionen Privatreisen bedeuteten gegenüber 2024 einen Rückgang um 2,9 Prozent. Im Vergleich mit dem Vor-Corona-Jahr 2019 lag ihre Zahl allerdings 6,2 Prozent höher.

Italien und Österreich bleiben häufigste Ziele bei Auslandsreisen 2025

Bei Reisen ins Ausland entfiel 2025 der größte Anteil auf Italien mit 12,4 Prozent. Österreich folgte mit 11,1 Prozent vor Spanien mit 10,9 Prozent. Frankreich erreichte einen Anteil von 8,3 Prozent, die Niederlande kamen auf 7,7 Prozent.

Diese fünf Länder behaupteten sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes seit zehn Jahren – in teilweise wechselnder Reihenfolge – als die am häufigsten gewählten Auslandsziele der Reisenden aus Deutschland.

Auto bleibt bei mehrtägigen Reisen das am häufigsten genutzte Verkehrsmittel

Das Auto blieb 2025 das am häufigsten genutzte Verkehrsmittel für mehrtägige Reisen. Bei 60,2 Prozent der Reisen mit mindestens einer Übernachtung im In- oder Ausland wurde darauf zurückgegriffen.

Auf die Bahn entfielen 19,2 Prozent der Reisen. Das Flugzeug erreichte einen Anteil von 15,2 Prozent. Reisebusse machten 2,7 Prozent der genutzten Reiseverkehrsmittel aus.

Die Daten zum Reiseverhalten stammen aus der Statistik über die touristische Nachfrage des Statistischen Bundesamtes.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Nur fünf Prozent der Reisenden können echte Destinationsfotos sicher von KI-Bildern unterscheiden. Tennessee reagiert mit einem Echtheitssiegel. Auch für Hotels und Touristiker in Europa ist das Thema relevant: Seit August gelten neue Transparenzpflichten für bestimmte KI-Inhalte.

Früher war kostenloses Essen an Bord auch in der Economy ein Standard. Das gilt längst nicht mehr. Heute ist alles individueller, vieles kostet. Eine Sache aber könnte künftig häufiger gratis sein.

Eine Auswertung von Standortmetadaten weist St. Peter-Ording als meistfotografierten Strand Deutschlands aus. Die Ostsee stellt zwar die Mehrheit der Plätze in den Top 10, die Spitzenränge werden jedoch von Nordseestränden belegt.

Eine Studie der ITB Berlin analysiert Veränderungen bei der Reisesicherheit von LGBTQ-Reisenden. Während Länder wie Kanada und die Niederlande hohe Werte erzielen, verschlechtert sich die Wahrnehmung der gesellschaftlichen Akzeptanz in den USA.

Großveranstaltungen spielen laut einer US-Umfrage von American Express eine große Rolle bei Geschäftsreisen. Gleichzeitig steigt unter den Befragten die angegebene Nutzung von KI-Werkzeugen; anhand eigener Transaktionsdaten nennt American Express zudem acht Reiseziele mit wachsendem Geschäftsreiseaufkommen.

Immer mehr Touristen aus Südeuropa verbringen ihren Sommerurlaub im Schwarzwald. Die Region punktet mit kühleren Temperaturen - und profitiert von einem Trend.

Eine Analyse untersucht das Suchinteresse an FKK-Themen in 78 deutschen Großstädten und zeigt deutliche Unterschiede zwischen Küstenregionen und Binnenland. Rostock belegt im Gesamtranking den ersten Platz.

TUI hält trotz geopolitischer Belastungen an seiner Jahresprognose fest. Insbesondere der Iran-Krieg und Sonderfaktoren beeinträchtigten die Ergebnisse in den einzelnen Geschäftsfeldern.

Anstatt auf Reiseverzicht zu setzen, bevorzugen Reisende zunehmend nachhaltigere Alternativen innerhalb ihrer Reiseplanung. Die Zahlungsbereitschaft für nachhaltige Angebote wächst, Nachhaltigkeitssiegel gewinnen an Bedeutung.

Airbnb und die Tripadvisor Group kooperieren bei Touren, Aktivitäten und Attraktionen. Noch 2026 soll eine Auswahl aus dem Bestand von mehr als 425.000 Erlebnissen der Tripadvisor Group über Airbnb buchbar werden.