Wintersport und Großereignisse kurbeln Umsätze in deutschen Skigebieten an

| Tourismus Tourismus

Das winterliche Wetter sowie internationale sportliche Großereignisse haben in der laufenden Saison zu einem deutlichen Anstieg der Einnahmen in den deutschen Wintersportregionen geführt. Eine aktuelle Datenanalyse von SumUp zeigt, dass insbesondere Ende Januar und Anfang Februar signifikante Zuwächse im Tourismussektor sowie in der Gastronomie und Hotellerie verzeichnet wurden.

Deutliches Plus im Tourismussektor und Gastgewerbe

Laut der Auswertung stiegen die Einnahmen durch Kartenzahlungen bei Händlern aus der Tourismussparte in der letzten Januarwoche um 30,3 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Parallel dazu nahm die Anzahl der Transaktionen um 20,8 Prozent zu. Auch der Bereich Après-Ski profitierte von der hohen Besucherfrequenz in den Skigebieten. Bars und Clubs registrierten Ende Januar ein Umsatzplus von 19,7 Prozent, während die Transaktionszahlen um 12,2 Prozent und die durchschnittlichen Warenkörbe um 6,7 Prozent stiegen.

In der Hotellerie und bei Touristenunterkünften zeigte sich ein ähnlicher Trend mit einem Einnahmeplus von 20,4 Prozent im selben Zeitraum. In der ersten Februarwoche verlagerte sich der Schwerpunkt der Ausgaben teilweise in den Bereich Fitness, Wellness und Spa, wo die Händler 22,6 Prozent mehr Einnahmen und ein Transaktionsplus von 17,8 Prozent verbuchten.

Regionale Unterschiede in Süd- und Ostdeutschland

Die Analyse verdeutlicht eine unterschiedlich starke Entwicklung in den einzelnen Bundesländern. Besonders stark profitierten die Wintersportgebiete in Baden-Württemberg. In der vorletzten Januarwoche sowie in der ersten Februarwoche steigerten Bars und Clubs ihre Einnahmen um jeweils 42 Prozent gegenüber der Vorwoche. Fast-Food-Restaurants verzeichneten Anfang Februar ein Umsatzplus von 42,9 Prozent, wobei die Transaktionen um 74,4 Prozent anstiegen. Die Beherbergungsbetriebe in Baden-Württemberg meldeten in der dritten Januarwoche ein Plus von 24,5 Prozent und Anfang Februar eine Steigerung um 48,9 Prozent.

In den bayerischen Skiregionen stiegen die Einnahmen der Bars und Clubs Anfang Februar um 12,5 Prozent, während Hotels und Unterkünfte Ende Januar ein Plus von 18 Prozent verzeichneten. Auffällig war hier zudem ein Peak in der vorletzten Januarwoche, in der touristische Händler 48,2 Prozent und der Einzelhandel 83 Prozent mehr Einnahmen generierten.

Moderate Zuwächse in Sachsen und Thüringen

In den ostdeutschen Mittelgebirgen fiel das Wachstum moderater aus. In Sachsen profitierten Cafés und Restaurants in der zweiten Februarwoche von einem Einnahmeplus in Höhe von 28 Prozent. In der Vorwoche verzeichneten Bars und Clubs einen Zuwachs von 16,5 Prozent.

Thüringen weist im Vergleich die geringsten Steigerungsraten in der Gastronomie auf. Hier stiegen die Einnahmen von Cafés und Restaurants in der zweiten Februarwoche um 10 Prozent, die der Bars und Clubs um 7,8 Prozent. Ein deutlicher Ausreißer zeigt sich jedoch im thüringischen Tourismushandel, der ein Umsatzplus von 54,2 Prozent verbuchen konnte.

Die Daten von SumUp belegen, dass die Kombination aus stabilen winterlichen Verhältnissen und der Aufmerksamkeit durch sportliche Wettbewerbe die wirtschaftliche Aktivität in den deutschen Mittelgebirgen und Alpenregionen im bisherigen Saisonverlauf spürbar gestärkt hat.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Fast zehn Jahre lang war der Besuch der Aussichtsplattform der Elbphilharmonie, der sogenannten Plaza, kostenlos. Von Oktober an kostet er Geld. Welche Auswirkungen das haben wird.

Erneut sind Mallorquiner gegen den Massentourismus auf die Straße gegangen. Nur zwei Wochen nach der großen Kundgebung in Palma gegen den aus Sicht vieler Insulaner überbordenden Tourismus, fand die neue Demo nun in der Stadt Sóller statt.

Die Robinson Club GmbH registriert eine Veränderung beim Luxusverständnis deutscher Reisender. Demnach definieren viele Befragte Luxus im Urlaub primär über Zeit, Erholung sowie die Entlastung von alltäglichen Pflichten.

Die weltweiten Ausgaben für Geschäftsreisen steigen im Jahr 2026 voraussichtlich auf den Rekordwert von 1,56 Billionen Euro, während die Zahl der Reisen nur leicht zunimmt.

Ob Spirituosen, Korallenschmuck oder Designer-Kopien: Wer Souvenirs aus dem Urlaub mitbringen möchte, sollte wissen, was er tut. Sonst kann es bei der Einreise Probleme geben.

Der Deutsche Alpenverein meldet auf zahlreichen Berghütten in den Alpen akute Wasserknappheit. Auf einzelnen Hütten muss Trinkwasser bereits per Hubschrauber geliefert werden, während der Verband zu umfassenden Sparmaßnahmen aufruft.

Lufthansa kämpft mit teurem Kerosin und Streiks. Chef Spohr hält nun sogar einen Gewinnrückgang im Gesamtjahr für möglich und kündigt weiterhin hohe Ticketpreise an.

Bahnreisen blieben für Fahrgäste im Juli eine Geduldsprobe: Mit 52,6 Prozent war lediglich etwas mehr als die Hälfte der Fernzüge ohne größere Verzögerungen unterwegs. Im Vergleich zum Vormonat blieb die Quote damit unverändert.

Am Mittelmeer werden für Schirme und Liegen teils horrende Preise verlangt. An einigen Stränden Italiens gehen die Behörden neuerdings dagegen vor, auch wegen der EU. Aber die alten Kräfte wehren sich.

Die Deutsche Zentrale für Tourismus lädt Ende September zu einem hochrangigen Fachtreffen mit US-Entscheidern an den Bodensee ein, um Trends im amerikanischen Reisemarkt zu analysieren.