Wo der Urlaub an der Nord- und Ostsee in diesem Jahr am günstigsten ist

| Tourismus Tourismus

Der Sommer ist da und lockt viele Urlauber ans Meer. Wer dieses Jahr eine Reise an die Nord- oder Ostsee plant und noch keine Unterkunft gebucht hat, sollte nicht länger warten. Denn viele Ferienhäuser und Ferienwohnungen sind bereits belegt. Das Ferienhaus-Portal Holidu hat zusammen mit vOffice die diesjährigen Preise von rund 100 Orten, Inseln und Regionen analysiert und ermittelt, welche Reiseziele besonders im Trend liegen. Wer mit seinem Haustier verreisen möchte, erfährt, wo Unterkünfte an der Nord- und Ostsee besonders hundefreundlich sind.

Das sind die beliebtesten Ferienorte im Sommer 2024

Die meisten Suchanfragen für einen Sommerurlaub an Deutschlands Küsten entfallen auf das Nordseeheilbad Cuxhaven an der Nordsee mit seinen kilometerlangen Stränden. Ferienunterkünfte kosten dort durchschnittlich 143 Euro pro Nacht. Auf dem zweiten und dritten Platz liegen die Ostsee-Städte Grömitz (161 Euro) und Kühlungsborn (177 Euro). Das teuerste der zehn Trend-Ziele ist das Ostseeheilbad Zingst, wo 187 Euro pro Nacht und Unterkunft fällig werden.
 

Sommerurlaub an der Nordsee – wo ist es teuer, wo ist es günstig?

An der Nordsee kostet eine Ferienunterkunft im Juli durchschnittlich 150 Euro pro Nacht. Doch je nach Region fallen die Kosten deutlich höher oder niedriger aus: das teuerste Reiseziel ist die Insel Juist, wo eine Ferienunterkunft stolze 270 Euro pro Nacht kostet, gefolgt von Spiekeroog (243 Euro), Langeoog (234 Euro), Wangerooge (219 Euro) und Sylt (217 Euro). Günstiger ist es auf den Inseln Norderney (177 Euro), Amrum (166 Euro) und Borkum (155 Euro).

Dr. Laurent Lazar, Geschäftsführer von vOffice: “Wir beobachten auch im Jahr 2024 eine starke Nachfrage nach Ferienunterkünften auf den norddeutschen Inseln, hier sollten Urlauber sich beeilen, um eine der noch freien Unterkünfte in ihrem Wunschzeitraum zu buchen.”

Am wenigsten geben Urlauber in Sankt Michaelisdonn und Umgebung auf dem Festland aus, wo sie nur durchschnittlich 90 Euro pro Nacht und Unterkunft zahlen. Wer zu viert anreist, nächtigt also für rund 23 Euro pro Person. Auch in der Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge und in der Region Heide und Umgebung (je 103 Euro) sind die Mietpreise erschwinglich. Mit dem Auto oder Zug sind die beliebten Strände in wenigen Minuten zu erreichen.

So günstig kann ein Urlaub an der Ostsee sein

Dieses Jahr hat die Ostsee die Nase als beliebteste deutsche Küstenregion leicht vorne. Das Ferienhaus-Portal Holidu verzeichnet im Zeitraum Januar bis Mai 2024 rund acht Prozent mehr Suchanfragen für Orte an der Ostsee als an der Nordsee.

Das teuerste Ziel im Juli 2024 ist die Mecklenburger Bucht mit 217 Euro pro Nacht und Ferienunterkunft. Ein ähnliches Preisniveau hat die Stadt Kappeln und Umgebung (215 Euro) und die Hohwachter Bucht (205 Euro). Insbesondere in der Region Kappeln und an der Schlei gibt es für Kurzentschlossene für den Sommer 2024 noch eine breitere Auswahl an Ferienunterkünften, das zeigen die aktuellen Verfügbarkeiten im Vergleich zu anderen Urlaubsregionen.

Ferienunterkünfte auf den Ostseeinseln kosten diesen Sommer durchschnittlich 178 Euro pro Nacht. Dabei schlägt Rügen mit 186 Euro pro Nacht und Unterkunft zu Buche, in der Gemeinde Binz klettert der Preis auf 213 Euro. Die Mietpreise auf Usedom liegen bei 175 Euro.

Am günstigsten übernachten Ostsee-Urlauber in der NOK-Region (110 Euro), also am Nord-Ostsee-Kanal, und an der südlichen Ostseeküste (115 Euro) sowie in den Gebieten rund um Stralsund (137 Euro) und Schleswig (143 Euro). Auch die Inseln Poel und Fehmarn sind im Juli mit je rund 150 Euro recht preiswert.

Moderate Preisanhebungen im Vergleich zum Vorjahr

Im Vergleich zum letzten Jahr haben sich die Preise für Ferienhäuser und Ferienwohnungen nur geringfügig verteuert, berichtet Dr. Laurent Lazar, Geschäftsführer und Branchenexperte des in Hamburg ansässigen Unternehmens vOffice. Mit seinem 50-köpfigen Team unterstützt er über 400 Ferienhausagenturen mit rund 50.000 Unterkünften, von denen die meisten im Norden Deutschlands liegen und über das Reiseportal Holidu buchbar sind.

“Wir beobachten bei den Ferienunterkünften moderate Preissteigerungen von durchschnittlich vier bis acht Prozent. Viele norddeutsche Gastgeber verzichten aufgrund der gestiegenen Nachfrage und Verteuerung des Inlandstourismus zwischen 2021 und 2023 auf weitere Preisanhebungen. Auch wenn das Ostergeschäft 2024 schwächer als in den Vorjahren gewesen ist, erwarten wir eine starke Sommersaison, das zeigen die Buchungszahlen der Ferienunterkünfte an Nord- und Ostsee.”

Dies bestätigen auch die Ergebnisse der von Holidu durchgeführten Umfrage unter Gastgebern in Deutschland. Demnach gaben 46 Prozent der Vermieter an, 2024 die Preise angehoben zu haben oder noch anheben zu wollen. Knapp 54 Prozent planen das nicht. „Die geplanten Erhöhungen liegen überwiegend im moderaten Bereich von bis zu zehn Prozent. Nur ein Bruchteil von unter einem Prozent will darüber hinausgehen", erklärt Heike Müller, Pressesprecherin und Reise-Expertin bei Holidu. “Der individuelle Preis einer Ferienunterkunft hängt natürlich von der Ausstattung, Lage und des Reisezeitraums ab”, erklärt Müller. Mit entsprechenden Filtereinstellungen können Holidu-Nutzer ihre Wunschunterkunft einfach finden.

Wer zeitlich flexibel ist und bei der Unterkunft sparen möchte, kann übrigens deutlich günstiger in der Nebensaison verreisen. Denn spätestens nach den letzten Schulferien, ab Mitte September, fallen die Preise beachtlich und Ferienunterkünfte kosten bis zu 30 Prozent weniger als im Juli.

Hier sind Nord- und Ostsee besonders hundefreundlich

Die schönsten Wochen des Jahres ohne das vierbeinige Familienmitglied zu verbringen – für viele Hundebesitzer ist das unvorstellbar, zumal es viele hundefreundliche Strände an der Nord- und Ostsee gibt. Holidu hat dazu ausgewertet, in welchen Regionen es die meisten Ferienunterkünfte gibt, in denen Haustiere willkommen sind. Mehr als die Hälfte der Ferienunterkünfte an der Wurster Nordseeküste und in der Hohwachter Bucht sind als hundefreundlich gekennzeichnet. Auch die Gegend rund um Kappeln und das Alte Land trumpfen mit vielen haustierfreundlichen Unterkünften. Auf Sylt trifft dies immerhin auf knapp 40 Prozent der Unterkünfte zu.

Am wenigsten hundefreundlich sind die Insel Spiekeroog, wo in nur 18 Prozent der Ferienunterkünfte Haustiere mitgebracht werden dürfen, und die Stadt Graal-Müritz (13 Prozent).


 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die TUI Love & Travel Studie beleuchtet die Dynamik deutscher Paare im Urlaub. Von der gemeinsamen Budgetplanung bis zum Einfluss von Social Media liefert die Untersuchung relevante Daten für die touristische Zielgruppenanalyse.

Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) sichert sich zum sechsten Mal in Folge das Top 100-Siegel. Mit KI-Anwendungen wie der digitalen Reisebegleiterin Emma und fortschrittlichen Daten-Tools behauptet sich die Organisation als Innovationstreiber im deutschen Tourismus.

Ihren Urlaub lassen sich die Deutschen einiges kosten. Besonders stark gestiegen sind laut einer Umfrage die Ausgaben an ihrem beliebtesten europäischen Reiseziel.

Das neue DRV-Reisebürobarometer zeigt eine stabile Umsatzlage im deutschen Reisevertrieb, warnt jedoch vor sinkenden Renditen. Steigende Kosten für Personal und Miete belasten die Ertragslage, weshalb Serviceentgelte und effiziente Prozesse für die wirtschaftliche Stabilität der Reisebüros immer wichtiger werden.

Seit 25 Jahren prägt Pierre Nierhaus mit seinen Trendreisen die deutschsprachige Hospitality-Branche. Von den Anfängen in New York bis zur heutigen globalen Expertise bietet das Format tiefgehende Analysen und exklusiven Zugang zu internationalen Marktführern. Für das Jubiläumsjahr 2026 locken Premieren und spezielle Konditionen für Branchenentscheider.

Der Deutsche Tourismusverband erwartet für 2025 neue Rekordzahlen bei den Übernachtungen. Gleichzeitig warnt DTV-Präsident Reinhard Meyer vor einem massiven Investitionsstau in den Kommunen und fordert eine dauerhafte Stärkung der Tourismusfinanzierung im Bundeshaushalt.

Die Deutschen sind laut einer repräsentativen Umfrage so reiselustig wie seit 20 Jahren nicht mehr. Doch es muss kein Fernziel sein. In den vergangenen Jahren blieben viele Urlauber in Deutschland.

Der afrikanische Wellness-Markt entwickelt sich zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor. Die Destinationen setzen verstärkt auf eine Kombination aus traditioneller Heilkunde, naturnahen Unterkünften und kulturellen Erlebnissen.

Der Übertourismus macht längst nicht mehr nur klassischen Reisezielen zu schaffen. Inzwischen leiden auch abgeschiedene Gemeinden in der Natur. Was manchen Bürgermeister auf Ideen bringt - so auch in St. Magdalena in Südtirol.

Er ist ein Klassiker eines jeden Besuchs in Rom: der Trevi-Brunnen im historischen Zentrum der italienischen Hauptstadt. Doch der bisher kostenlose Zugang zu dem wohl berühmtesten Brunnen der Welt wird künftig etwas kosten.