Wohnmobil-Branche als Corona-Gewinner

| Tourismus Tourismus

Die deutsche Wohnmobil-Branche hat im zweiten Corona-Jahr ihre Produktion auf ein Rekordniveau gesteigert. Trotz Rohstoffengpässen und verzögerten Zulieferungen lieferten die Unternehmen im vergangenen Jahr 130.666 Wohnmobile und Caravans aus, wie der Branchenverband CIVD am Donnerstag berichtete.

Auch bei einem Produktionseinbruch in der zweiten Jahreshälfte waren das 12,8 Prozent mehr als im Jahr zuvor und überhaupt der höchste Wert in der Geschichte der Branche. Der Umsatz erreichte einschließlich des Zubehör- und Gebrauchthandels mit 13,9 Milliarden Euro ebenfalls einen Bestwert.

Fast 55.000 Fahrzeuge gingen in den Export, der damit um 18,7 Prozent zulegte. «Die Urlaubsform Caravaning liegt nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa stark im Trend. Die Nachfrage nach deutschen Reisemobilen und Caravans ist ungebrochen», erklärte CIVD-Geschäftsführer Daniel Onggowinarso.

Man blicke mehr als optimistisch auf das Jahr 2022, wenn die Rohstoffengpässe abklingen und die Verzögerungen in den Lieferketten nachließen.

Bei den Zulassungen in Deutschland bedeuteten 106.138 neue Freizeitfahrzeuge den zweithöchsten Wert nach dem Rekordjahr 2020. Während bei den Reisemobilen mit 81.420 Fahrzeugen mit einem Zuwachs von 4,3 Prozent das elfte Rekordjahr in Folge erreicht wurde, fiel die Zahl der neuen Wohnwagen im Vergleich zum starken Vorjahr um 15,2 Prozent auf knapp 25.000 Exemplare. Grund seien Lieferengpässe gewesen. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine Untersuchung von Urlaubstracker zeigt große regionale Unterschiede bei kostenfreien Attraktionen auf europäischen Inseln. Während Malta die höchste Gesamtdichte an kostenlosen Angeboten aufweist, punkten andere Destinationen mit umfangreichen Strand- oder Wanderwegenetzen.

Four Seasons hat die Flugrouten der Private Jet Experience für das Jahr 2028 vorgestellt. Die Reisen kombinieren Langstreckenflüge im Privatjet mit Aufenthalten in neuen und bestehenden Hotels von Four Seasons.

Fit Reisen hat europäische Urlaubsorte auf ihre Gräserpollen-Belastung untersucht. Während Tórshavn auf den Färöern und nordische Regionen nahezu pollenfrei sind, verzeichnen das portugiesische Alentejo und Standorte in der Schweiz die höchsten Werte.

Der Deutschland-Tourismus verzeichnete im Winter 2025/2026 mit 117,2 Millionen Übernachtungen das zweitstärkste Ergebnis seiner Geschichte. Trotz steigender Auslastung in der Hotellerie leidet das Gastgewerbe unter einem deutlichen Zuwachs bei den Insolvenzen, während die Konsumzurückhaltung auch den Tagestourismus bremst.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass persönliche Interessen und Empfehlungen aus dem Umfeld die Urlaubsplanung in Deutschland dominieren. Nur fünf Prozent der Befragten lassen sich bei der Auswahl ihrer Reiseziele von Trends aus sozialen Netzwerken leiten.

Die Zahl der Passagiere, die von deutschen Häfen aus eine Hochseekreuzfahrt antreten, ist im Jahr 2025 auf einen neuen Höchstwert gestiegen. Auch im EU-weiten Vergleich gab es deutliche Zuwächse, wobei Italien und Spanien die Liste anführen.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass drei Viertel der Österreicher ihre Urlaubsplanung an die gestiegenen Mobilitätskosten anpassen. Während viele auf nähere Ziele oder das Auto ausweichen, verzichten zwölf Prozent vollständig auf eine Reise.

Sachsen hat unter dem Slogan „Alles auf einen Augenblick“ eine neue Ganzjahreskampagne gestartet. Die Marketingmaßnahmen konzentrieren sich auf die UNESCO-Welterbestätten des Freistaates und umfassen neben dem deutschsprachigen Raum auch internationale Zielmärkte.

Spanien und Griechenland statt östliches Mittelmeer: Der Iran-Krieg verändert das Reiseverhalten vieler Urlauber. Beim Reisekonzern Tui wird die Sommerreise kurzfristiger gebucht.

99,99 Euro für fünf Personen – hin und zurück, egal wohin im Land. Was hinter dem neuen Familienangebot der Bahn steckt. Und wie sich generell beim Reisen auf der Schiene sparen lässt.