Zahl der Kreuzfahrtgäste erreicht Höchststand

| Tourismus Tourismus

Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat neue Daten zum Reiseverhalten auf hoher See vorgelegt. Im Jahr 2025 verzeichneten die deutschen Häfen an Nord- und Ostsee einen Zuwachs bei den Passagierzahlen. Rund 1,51 Millionen Menschen traten in diesem Zeitraum eine Hochseekreuzfahrt von einem deutschen Hafen aus an.

Nach Angaben der Behörde stellt dieser Wert einen neuen Höchststand dar. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem gut 1,45 Millionen Reisende gezählt wurden, entspricht dies einer Steigerung von 4,1 Prozent. Auch im Vergleich zum Zeitraum vor der Corona-Pandemie zeigt sich eine Veränderung der Nachfrage. Im Jahr 2019 lag die Zahl der Passagiere bei 1,33 Millionen Menschen, womit der aktuelle Wert um 13,5 Prozent höher ausfällt. Während der Pandemie war die Zahl der Kreuzfahrtgäste aufgrund von Reisebeschränkungen deutlich zurückgegangen.

Deutlicher Zuwachs bei Kreuzfahrten in der EU

Der Trend zu Schiffsreisen zeigt sich laut den amtlichen Daten nicht nur auf nationaler Ebene, sondern spiegelt sich auch im europäischen Vergleich wider. Für die Europäische Union liegen die aktuellsten Zahlen für das Jahr 2024 vor, die von der EU-Statistikbehörde Eurostat erhoben wurden.
 

Demnach traten im Jahr 2024 EU-weit insgesamt 8,73 Millionen Menschen eine Hochseekreuzfahrt an. Im direkten Vergleich zum Jahr 2023, in dem die Behörden 7,78 Millionen Passagiere registrierten, bedeutet dies ein Wachstum von 12,2 Prozent. Verglichen mit dem Vor-Corona-Jahr 2019, als 7,39 Millionen Reisende an Bord gingen, beläuft sich das Plus auf 18,1 Prozent.

Italien und Spanien führen Statistik an

Aus den Daten von Eurostat geht zudem die Verteilung der Passagiere auf die einzelnen Mitgliedstaaten der Europäischen Union für das Jahr 2024 hervor. Deutschland belegte dabei im europäischen Vergleich als Ausgangsort den dritten Platz. Jede oder jeder sechste Kreuzfahrt-Reisende in der Europäischen Union startete die Fahrt von einem deutschen Hafen aus, was einem Anteil von 16,6 Prozent entspricht.

Die meisten Passagiere gingen im Jahr 2024 in Italien an Bord eines Hochsee-Kreuzfahrtschiffes. Der Anteil des Landes an den gesamten EU-Abfahrten lag bei 28,4 Prozent. Auf dem zweiten Platz folgte Spanien mit einem Anteil von 22,3 Prozent der Reisenden. In Frankreich traten laut Eurostat 13,6 Prozent der Passagiere ihre Seereise an, während auf Griechenland ein Anteil von 8,3 Prozent der Urlauber entfiel.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Fast zehn Jahre lang war der Besuch der Aussichtsplattform der Elbphilharmonie, der sogenannten Plaza, kostenlos. Von Oktober an kostet er Geld. Welche Auswirkungen das haben wird.

Erneut sind Mallorquiner gegen den Massentourismus auf die Straße gegangen. Nur zwei Wochen nach der großen Kundgebung in Palma gegen den aus Sicht vieler Insulaner überbordenden Tourismus, fand die neue Demo nun in der Stadt Sóller statt.

Die Robinson Club GmbH registriert eine Veränderung beim Luxusverständnis deutscher Reisender. Demnach definieren viele Befragte Luxus im Urlaub primär über Zeit, Erholung sowie die Entlastung von alltäglichen Pflichten.

Die weltweiten Ausgaben für Geschäftsreisen steigen im Jahr 2026 voraussichtlich auf den Rekordwert von 1,56 Billionen Euro, während die Zahl der Reisen nur leicht zunimmt.

Ob Spirituosen, Korallenschmuck oder Designer-Kopien: Wer Souvenirs aus dem Urlaub mitbringen möchte, sollte wissen, was er tut. Sonst kann es bei der Einreise Probleme geben.

Der Deutsche Alpenverein meldet auf zahlreichen Berghütten in den Alpen akute Wasserknappheit. Auf einzelnen Hütten muss Trinkwasser bereits per Hubschrauber geliefert werden, während der Verband zu umfassenden Sparmaßnahmen aufruft.

Lufthansa kämpft mit teurem Kerosin und Streiks. Chef Spohr hält nun sogar einen Gewinnrückgang im Gesamtjahr für möglich und kündigt weiterhin hohe Ticketpreise an.

Bahnreisen blieben für Fahrgäste im Juli eine Geduldsprobe: Mit 52,6 Prozent war lediglich etwas mehr als die Hälfte der Fernzüge ohne größere Verzögerungen unterwegs. Im Vergleich zum Vormonat blieb die Quote damit unverändert.

Am Mittelmeer werden für Schirme und Liegen teils horrende Preise verlangt. An einigen Stränden Italiens gehen die Behörden neuerdings dagegen vor, auch wegen der EU. Aber die alten Kräfte wehren sich.

Die Deutsche Zentrale für Tourismus lädt Ende September zu einem hochrangigen Fachtreffen mit US-Entscheidern an den Bodensee ein, um Trends im amerikanischen Reisemarkt zu analysieren.