Zweckentfremdung: Bis zu 1.300 Dresdner Wohnungen touristisch genutzt

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Bis zu 1.300 Wohnungen in Dresden werden als Ferienwohnungen genutzt und gelten damit als potenziell zweckentfremdet. Das gehe aus einem Gutachten (Pdf) eines Forschungsinstitutes hervor, welches die Stadt Dresden in Auftrag gegeben hatte, hieß es von der Landeshauptstadt am Dienstag. Angeboten würden auf Internetplattformen überwiegend Ein- und Zwei-Zimmer-Wohnungen vor allem in der Altstadt und der Äußeren und der Inneren Neustadt.

Wie es weiter hieß, sind derzeit von diesem Problem lediglich 0,4 Prozent des gesamten Wohnungsbestands der Stadt betroffen. In den Stadtteilen mit der höchsten Nutzung betrage der Anteil zwischen 1,6 und 3,6 Prozent. Belege für Verzerrungen des Wohnungsmarkts durch die angebotenen Ferienwohnungen oder Auswirkungen auf die Nachbarschaften seien derzeit nicht erkennbar. Aber: «Sollte immer mehr Wohnraum durch Umwidmung verloren gehen, werden wir mit der Landesregierung über ein Zweckentfremdungsverbot sprechen», kündigte Sozialbürgermeisterin Kristin Klaudia Kaufmann (Die Linke) an.

Derzeit haben die Städte und Gemeinden in Sachsen den Angaben zufolge keine rechtliche Handhabe, um eine Zweckentfremdung von Wohnraum durch Ferienwohnungen zu verhindern. Dafür wäre eine Landesvorschrift erforderlich, hieß es. Diese müsse auch genau definieren, unter welchen Umständen Wohnraum als zweckentfremdet gilt. Ein generelles stadtweites Verbot solle es jedoch nicht geben, so Kaufmann. Ein Riegel solle zu allererst in Stadtteilen vorgeschoben werden, in denen viele Ferienwohnungen vorhanden und die Mieten überdurchschnittlich hoch seien.

(dpa)


 

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