Zypern und Bulgarien fürchten Fernbleiben russischer Touristen

| Tourismus Tourismus

Auf Zypern und in Bulgarien bangt die Tourismus-Branche um die Sommersaison 2022. Durch die Sanktionen gegen Russland wegen des Ukraine-Kriegs dürften russische Gäste fast vollständig fernbleiben. Nach den Umsatzeinbrüchen in der Pandemie fürchten viele Unternehmen, nicht mehr lange über die Runden zu kommen. Profitieren könnte die Türkei: Ankara spricht sich gegen Sanktionen aus und hält den Luftraum für russische Flieger offen.

Der russische Botschafter in Nikosia, Stanislaw Ossadtschi, sagte es kurz nach Kriegsbeginn unverblümt einem zyprischen Fernsehsender: «Wo wird Zypern russische Touristen herbekommen? Sie werden nicht kommen!» Nikosia hatte seinen Luftraum für russische Flieger gesperrt. Zypern habe sich selbst ins Knie geschossen, sagte Ossadtschi. Die Russen würden stattdessen in die Türkei reisen und ihr Geld dort ausgeben.

Russen stellten zuvor rund 25 Prozent Feriengäste auf der Insel. «Wenn wir davon ausgehen, diese Gäste alle zu verlieren, dann wird uns das bis zu zwei Prozent unseres Bruttoinlandsprodukts kosten», warnt Finanzminister Konstantinos Petridis.

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer feiert 2026 sein 40-jähriges Jubiläum. Mittendrin in diesem so wichtigen Lebensraum liegen die sieben Ostfriesischen Inseln. Und das frisch rezertifiziert als Partner der Nationalparkverwaltung.

Kerosin kostet infolge des Iran-Kriegs viel mehr. Das geht auch an Urlaubern nicht spurlos vorbei, denn es hat Auswirkungen auf die Reisepreise. Auch nachträgliche Erhöhungen können rechtens sein.

Das Kabinenpersonal von Deutschlands größter Airline ist zum Streik aufgerufen. Welche Flüge betroffen sein können und welche Rechte betroffene Reisende haben - der Überblick.

Die griechische Hotelgruppe Domes Resorts hat eine Mehrheitsbeteiligung an Casa Collective erworben. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde eine entsprechende Vereinbarung mit Goldman Sachs geschlossen. Casa Collective ist die Plattform hinter den Hotelmarken Cook’s Club und Casa Cook.

Die Urlaubsinsel Capri führt eine «Anti-Belästigungs-Verordnung» ein: Aufdringliches Ansprechen von Touristen, Flyer oder Lockangebote in Restaurants werden jetzt mit bis zu 500 Euro Strafe geahndet.

Flusskreuzfahrten als Impuls für Hamburgs City: Neue Anleger mit guter Anbindung für Touristen, die Geld in Restaurants und Läden lassen sollen. Rot-Grün will Flusskreuzfahrten für die Stadt nutzen.

Venedig kostet seit letztem Freitag wieder Eintritt: zehn Euro pro Tag. An insgesamt 60 Terminen bis Ende Juli werden Kurzbesucher in der italienischen Lagunenstadt dieses Jahr erneut zur Kasse gebeten.

Krisen wie im Nahen Osten bringen Urlaubspläne ins Wanken: Laut einer Umfrage ändern 16 Prozent der Deutschen mit Plänen für Ostern oder die kommenden drei Monate ihre Reise – einige verzichten ganz.

Die Lufthansa bekennt sich endlich zu ihrer vollständigen Geschichte. Doch zum 100. Jahrestag des Erstflugs steht das Unternehmen nicht allzu glänzend da. Neue Turbulenzen zeichnen sich ab.

Wer an Nord- oder Ostsee einen Strandkorb mieten will, muss je nach Ort und Saison unterschiedlich tief in die Tasche greifen. Wo sich Preise kaum ändern – und wo es teurer wird.