Anschlag auf türkisches Restaurant «Mangal»: Lange Haftstrafe für Wirt gefordert

| War noch was…? War noch was…?

Im Prozess um einen Anschlag auf das türkische Restaurant «Mangal» in Chemnitz hat die Staatsanwaltschaft zehn Jahre Haft für den früheren Wirt gefordert.

In ihrem Plädoyer sprach sie sich für eine Verurteilung unter anderem wegen gemeinschaftlich versuchten Mordes in 15 Fällen aus, wie eine Sprecherin des Landgerichts Chemnitz mitteilte. Außerdem sollen 300.000 Euro eingezogen werden. Die Verteidigung plädierte dagegen auf Freispruch. Ihr Urteil wollen die Richter an diesem Dienstag sprechen.

Im Oktober 2018 hatte der Brandanschlag auf das Restaurant weit über die Stadt hinaus für Aufsehen gesorgt. Zu dem Zeitpunkt waren 15 Menschen in den Wohnungen über dem Lokal - sie blieben unverletzt.

Der aus der Türkei stammende Wirt hatte beharrlich behauptet, die Täter seien im Kreis von Rechtsradikalen zu suchen. Laut Anklage hatte er dagegen selbst das Ganze in Auftrag gegeben, um eine hohe Versicherungssumme zu kassieren. 

In diese Zeit fielen auch Angriffe auf ein jüdisches und zwei persische Restaurants in der drittgrößten Stadt Sachsens. So wurde auch beim Feuer im «Mangal» von den Ermittlern zunächst ein rassistischer Hintergrund nicht ausgeschlossen. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Stoff, der verbindet – mit einem Hauch Nostalgie: Die Weihe einer DEHOGA-Fahne Bayern soll Zusammenhalt zeigen, wirkt aber ein klein wenig wie ein Gruß aus einer anderen Zeit. Kommentar von Marc Schnerr.

Sie gilt als eines der Wahrzeichen des Hamburger Hafens: Die «Cap San Diego». Der Anfang der 1960er-Jahre gebaute Stückgutfrachter ist ein maritimes Denkmal, das inzwischen auch als schwimmendes Hotel dient. An seinem Erhalt beteiligt sich der Bund.

Ein Mädchen wird aus dem Erlebnisbad Rulantica in Südbaden gelockt und missbraucht. Nun ist der Täter verurteilt worden. Zurück bleiben Albträume und viel Kritik am größten deutschen Freizeitpark.

Rechnungen erst mal nicht zu bezahlen, hat dem Schauspieler schon in Österreich Ärger vor Gericht eingehandelt. Jetzt ist in München ein Strafbefehl rechtskräftig geworden.

Der Trend zur Humanisierung erreicht den Napf: Das neue YouTube-Format „Dog’s Kitchen“ mit TV-Koch Mike Süsser beleuchtet die Parallelen zwischen moderner Gastronomie und hochwertiger Tiernahrung.

Wenige Hotels in Dubai sind so bekannt - und teuer - wie das Burj al Arab. Jetzt kommt es dort im Zuge der Eskalation in der Region zu einem Brand. Das Medienbüro spricht von einem «kleinen» Vorfall.

Entführte Kinder, verfeindete Ex-Ehepartner, angeklagte Promis und frühere Geheimdienstler: Viele Details im Fall Block klingen wie ein übertriebener Krimi. Wie geht der Hamburger Prozess nun weiter?

Ein Hotelgast hat beim Duschen einen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Wegen der ausgiebigen und heißen Dusche rückten fünf Feuerwehrfahrzeuge und 28 Einsatzkräften an.

Sieben Streifenwagen, ein gestohlenes Taxi und ein Hotelgast auf der Flucht: Was die Polizei zu einer Verfolgungsfahrt zwischen Scharbeutz und Travemünde sagt.

Wegen vorenthaltener Sozialabgaben in Höhe von 98.000 Euro wurden die Inhaberin und der Geschäftsführer eines Freiburger Restaurants zu Bewährungsstrafen verurteilt. Die Ermittlungen des Zolls deckten die jahrelangen Falschmeldungen auf.